Julian Nagelsmann änderte seine Elf nach dem 2:1 gegen Augsburg auf drei Positionen. Dayot Upamecano, Tyler Adams und Marcel Sabitzer ersetzten Willi Orban, Marcel Halstenberg und Yussuf Poulsen (alle Bank).
Jürgen Klopp vertraute trotz der dritten Niederlage in Folge weitestgehend der Elf, die am Wochenende eine 1:0-Führung in sechs Minuten verspielte und noch 1:3 gegen Leicester City verlor. Für den angeschlagenen James Milner kam Thiago in die Startformation.
Beide Teams fuhren von Anfang an ihr gefürchtetes Pressing auf und ließen der Gegenseite keine Zeit für einen geordneten Spielaufbau. Leipzig kam besser in die Partie und hatte durch Dani Olmo die Riesenchance zur Führung, doch der Spanier traf per Flugkopfball nur den Pfosten (5.). In einem intensiven und interessanten Match gab es kaum Verschnaufpausen.
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Mohamed Salah

Fotocredit: Getty Images

Liverpool zeigte sich von den jüngsten Ergebnissen gut erholt, hatte jedoch Probleme im Spielaufbau. Die Innenverteidiger wurden gut von Olmo und Christopher Nkunku zugestellt, Angelino und Tyler Adams störten die Außenverteidiger und Thiago wurde von Amadou Haidara in seinem Radius eingegrenzt. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Reds besser in die Partie und hatten durch Mo Salah und Roberto Firmino eine gute Doppelchance (15.). Andrew Roberston setzte einen Weitschuss aufs Tordach (32.), ehe der Ball nach einem Kopfball von Firmino im Netz zappelte (36.). Leipzig hatte Glück, dass die Kugel zuvor im Toraus war.
Die Leipziger brachten durch teilweise haarsträubende Fehler den Gegner immer wieder in aussichtsreiche Positionen, allen voran Abwehrchef Upamecano fiel durch einige Fehlpässe negativ auf. RBL kam mutiger aus der Kabine und hatte durch Nkunku die Führung auf dem Fuß (47.). Doch innerhalb weniger Minuten schlug sich der deutsche Vertreter selbst mit individuellen Patzern. Erst baute Marcel Sabitzer einen Bock, den Salah bestrafte (53.), danach schlug Nordi Mukiele am Ball vorbei, was Sadio Mané zum 2:0 ausnutzte (58.).
Die Sachsen zeigten danach Moral und wurden vor allem durch die Hereinnahme von Poulsen präsenter in der Box, doch es sprangen nur Halbchancen heraus. Mit dem Schlusspfiff hätte Hee-chan Hwang den Anschlusstreffer beisteuern können, doch der Südkoreaner verfehlte das Tor knapp (93.).
Unterm Strich war es nicht der Abend der Leipziger, die sich zuletzt in starker Form zeigten. Zu viele individuelle Fehler in der Defensive, zu harmlos in der Offensive. Mit dieser Niederlage steht RBL im Rückspiel mit dem Rücken zur Wand.

Stimmen zum Spiel

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "In der ersten Halbzeit war es relativ ausgeglichen gestaltet. In der zweiten Halbzeit haben wir eigentlich ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir machen zwei krasse Fehler, die nicht nur auf diesem Niveau bestraft werden. Schlimmer war, dass wir unsere Chancen nicht verwerten. Wir waren nicht zwei Tore schlechter."
Jürgen Klopp (Teammanager FC Liverpool): "Leipzig ist eine richtige Top-Mannschaft und normalerwise können sie es besser umsetzen, als sie es heute gemacht haben. Aber wir waren heute gut. Wir waren wahrscheinlich besser, als viele gedacht haben. Wir haben sie zu den Fehlern gezwungen. Der zweite war unglücklich, aber das ist für Mukiele ein Drecksball. Und den ersten haben wir toll gepresst. Mir haben viele Dinge gut gefallen. Wir wissen, dass das Ding noch nicht durch ist. Wir sind ja nicht doof."
Jordan Henderson (FC Liverpool): "Es war ein wichtiges Spiel für uns. Es war ein hartes Spiel, aber wir sind insgesamt sehr zufrieden mit der Leistung. Natürlich war es wichtig für uns, die Tore zu schießen und das Tor zu halten, also war es insgesamt ein guter Abend und eine gute Leistung."
Marcel Sabitzer (RB Leipzig): "Wir machen zwei individuelle Fehler, das war sehr bitter. Wir hatten eine gute Phase, doch dann wird es schwer gegen eine solch gute Mannschaft. Ein Tor wäre ganz gut gewesen, aber so ist es ein bitterer Abend."

Das fiel auf: Leipzig bringt sich selbst um gute Ausgangsposition

Ein bitterer Abend für RB Leipzig! Die Sachsen zeigten nicht ihr bestes Spiel, doch zwei individuelle Patzer durch Sabitzer und Upamecano sorgten für die zwei entscheidenden Gegentreffer. Bis zu diesem Spiel hatte RBL lediglich einen individuellen Fehler, der zu einem Gegentreffer führte. Nach diesem Hinspiel steht der Bundesligist mit einem Bein im Aus.

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Glück für Péter Gulásci in doppelter Hinsicht! Erst landete der Weitschuss von Robertson auf dem Tordach, dann landete der Keeper unsanft im Netz. Hier kam Gulásci noch mit einem blauen Auge davon.

Die Statistik: 11

Seit elf Duellen ist der FC Liverpool nun schon ungeschlagen gegen deutsche Teams. Seit der Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen im Jahr 2002 gab es acht Siege und drei Remis.
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