Die Alternative, bei den Tottenham Hotspur in London zu spielen, wurde verworfen. Auch eine mögliche 0:3-Niederlage am Grünen Tisch ist damit abgewendet.
Die Sachsen können das Duell mit Liverpool und Teammanager Jürgen Klopp wegen der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen des Bundes nicht im heimischen Stadion austragen. Der Gegner darf wegen der in Großbritannien verbreiteten B.117-Mutation des Coronavirus nicht nach Deutschland einreisen.
Statt in Leipzig muss RB die Weichen für den Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse in Ungarn stellen - zumindest die Nationalspieler Peter Gulacsi, Willi Orban und Dominik Szoboszlai erwartet in der Puskas Arena am 16. Februar (21.00 Uhr) ein "Heimspiel-light".
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Budapest hatte bereits im vergangenen August als Ausweich-Spielort für die Begegnung von NK Celje aus Slowenien gegen den irischen Dundalk FC in der Champions-League-Qualifikation gedient.

Liverpool darf nicht nach Leipzig reisen

Die Option, das Heimrecht mit dem FC Liverpool zu tauschen, war nicht zustande gekommen. "Wir haben Liverpool gefragt, ob wir das Heimrecht tauschen, das konnten wir aus diversen Gründen nicht. Das müssen wir akzeptieren und suchen andere Lösungen", sagte Sportdirektor Markus Krösche.
Nötig wurden die alternativen Planungen, weil das Bundesinnenministerium (BMI) am Donnerstag mitgeteilt hatte, dass die Bundespolizei den Antrag Leipzigs auf eine Sondergenehmigung für eine Einreise Liverpools abgelehnt habe.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hielt das Einreiseverbot für alternativlos. Es sei "die richtige Entscheidung. Wir sind in Deutschland dabei, die B.117-Mutation, die in England eine gefährliche Rolle spielt, zu bekämpfen", sagte Lauterbach dem SID.

Gladbach sucht Ausweichsort

Die Mutation greift auf der Insel weiter um sich, auch andere Klubs dürften mit den Auswirkungen zu kämpfen haben. Am 24. Februar soll etwa Borussia Mönchengladbach den englischen Top-Klub Manchester City empfangen.
Sportdirektor Max Eberl beobachtet die Entwicklungen genau. Möglicherweise weichen die Fohlen nach Dänemark aus. "Stand jetzt können wir nicht im Borussia-Park spielen, sondern müssen uns einen Ausweichort suchen. Wir haben beim FC Midtjylland, aber auch bei anderen Klubs angefragt", hatte Eberl betont.

Klopp forderte Ausnahmeregelung

Wenig Verständnis für die politischen Entscheidungen in der Heimat brachte derweil Liverpools Teammanager Jürgen Klopp auf. Eine Ausnahme von der Einreisesperre sieht er als gerechtfertigt an. "Ich glaube, mit allem, was wir hier tun, unser Bilanz an Fällen und unserer Disziplin, wäre es absolut vertretbar, eine Ausnahme zu machen", sagte Klopp.
Man werde die Entscheidung akzeptieren. Zugleich wies Klopp jedoch auf die Sicherheitsstandards bei Liverpool hin, die seiner Ansicht nach eine Ausnahme rechtfertigen würden.
"Vielleicht ist es gut für Deutsche, die nicht im Thema sind: Wir sind nicht infiziert, wir haben die gleichen Probleme wie ihr", sagte er: "Ja, es gibt eine neue Art des Virus, aber wir sind in einer Blase und könnten in Leipzig spielen, ohne das Virus zu verbreiten."
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(SID)

Klopp sauer wegen Einreise-Verbot: "Ausnahme wäre angemessen"

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