RB Leipzig - Manchester United: Nagelsmann lobt seine "Maschinen"
RB Leipzig steht nach dem 3:2-Zittersieg gegen Manchester United zum zweiten Mal in Folge im Achtelfinale der Champions League. Trainer Julian Nagelsmann haderte nach der Partie mit einigen Situationen, lobte aber die Einstellung seiner Mannschaft. "Die Jungs sind Maschinen, das haben sie heute wieder gezeigt", sagte der 33-Jährige gegenüber "Sky".
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Etwas Erleichterung war RB-Trainer Julian Nagelsmann schon anzumerken.
Lange Zeit sah es in der menschenleeren Red-Bull-Arena nach einer klaren Angelegenheit aus. Mit 3:0 führten die Roten Bullen nach 69 Minuten gegen Manchester United - ausgerechnet gegen das Team, bei dem man im Hinspiel noch mit 0:5 unter die Räder gekommen war. Dann jedoch trafen die Red Devils wie aus dem Nichts gleich doppelt - was eine, wie Nagelsmann analysierte, "sehr intensive Schlussphase" zur Folge hatte.
"Wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht, aber wir dürfen den Elfmeter nicht kriegen, wir müssen das besser verteidigen", suchte der 33-Jährige die Schuld für den Treffer zum 1:3 durch Bruno Fernandes zunächst in den eigenen Reihen, ließ aber auch nicht unbemerkt, dass er den Pfiff von Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz für durchaus diskutabel hielt: "Es ist für mich aber auch kein zwingender Elfmeter, sondern ein normaler Zweikampf."
Auch am zweiten Treffer der Gäste hatte der Trainer etwas zu bemängeln: "Ich glaube, dass die Hand von Harry Maguire an den Ball geht. Ich habe vier Perspektiven gesehen, es ist schwer zu erkennen, aber ich glaube, dass es Handspiel war und auch nicht hätte zählen dürfen."
Nagelsmann: "Völlig verdient in der K.o.-Phase!"
Am Ende war Nagelsmann das Zustandekommen des Ergebnisses egal.
Schließlich haben seine Männer aufopferungsvoll gekämpft und einen echten Hochkaräter in die Schranken gewiesen.
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Nagelsmann stolz: "Die Jungs haben gebrannt!"
Quelle: Perform
"Die Jungs sind Maschinen, das haben sie heute wieder gezeigt", lobte der Trainer und stellte fest, dass man in den vergangenen Wochen "viele enge Spiele" gehabt habe "und haben am Ende trotzdem meist ein Unentschieden oder einen Sieg geholt" habe. "Deshalb", so Nagelsmann weiter, "sind wir völlig verdient in der K.o.-Phase!"
Außenverteidiger Angeliño, der mit seinem Führungstreffer in der zweiten Minute den Weg ins Achtelfinale geebnet hatte, war ebenfalls vollends zufrieden: "Es fühlt sich so gut an, vor allem gegen so einen Gegner", sagte der Spanier.
Auch Willy Orban zeigte sich begeistert: "Wir sind sehr stolz, dass wir wieder im Achtelfinale stehen. Wir konnten damit unsere Leistung aus der Vorsaison bestätigen - und das in dieser starken Gruppe. Wir gehen gemeinsam große Schritte und das Achtelfinale erreicht zu haben, ist einfach stark!"
Nagelsmann mit Statement gegen Rassismus
Nach dem Halbfinale im vergangenen Jahr steht RB nun zum zweiten Mal in Folge in der K.o.-Runde der Königsklasse - trotz hochkarätiger Gruppengegner wie Paris Saint-Germain, Manchester United und dem türkischen Meister Istanbul Basaksehir. Ob Leipzig sogar als Gruppensieger ins Achtelfinale geht oder nicht, ist allerdings noch nicht entschieden.
Das Parallelspiel zwischen PSG und Basaksehir wurde am Abend von einem Rassismus-Eklat überschattet und abgebrochen. Die UEFA gab kurz vor Mitternacht bekannt, dass die Begegnung am Mittwoch um 18:55 Uhr (im Liveticker bei Eurosport.de) fortgesetzt wird.
"Ich habe den Vorfall in der Halbzeit kurz mitbekommen, kann es aber nicht im Detail bewerten, weil ich die Szene noch nicht gesehen habe", erklärte Nagelsmann bei "Sky" und sendete eine starke Botschaft gleich hinterher: "Ich verurteile rassistisches Verhalten aufs Schärfste. Wir leben in einer bunten Gesellschaft und das ist auch gut so. Da dürfen solche Dinge nicht passieren, das gehört nirgendwo hin."
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