Die Anhänger in der voll besetzten Fankurve huldigten ihrem Helden schon kurz vor dem Abpfiff. "Mariooo Göööötze, schalalalalala", hallte es aus Tausenden Kehlen durch das Philips-Stadion. Kurz zuvor hatte der deutsche Fußball-Weltmeister von 2014 einen Doppelpack für den niederländischen Vizemeister PSV Eindhoven auf dem Weg in die Königsklasse geschnürt.
Götze präsentierte sich beim spektakulären 5:1 (2:1) in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League gegen den türkischen Vizemeister Galatasaray Istanbul in Topform. Als Spielmacher und Torschütze (52. und 89.) verhalf der 29-Jährige seinem Team zu einer komfortablen Ausgangsposition vor dem Rückspiel.
"Was für ein Abend - was für eine Mannschaft", twitterte Götze, der zuletzt Abwanderungsgerüchte dementiert hatte, am Donnerstag: "Tore auf der großen Bühne fühlen sich immer besonders an, besonders mit Fans im Rücken. Ich bin sehr glücklich über meine beiden Treffer - und Eran Zahavi hat auch nicht so schlecht gespielt..."
Champions League
Götze schießt Eindhoven gegen Galatasaray in Richtung Königsklasse
21/07/2021 AM 22:03
Tatsächlich war der israelische Stürmer Zahavi mit drei Toren (7./35./84.) der Co-Star im Team des deutschen Trainers Roger Schmidt, der auch Nationalspieler Philipp Max und den Ex-Mainzer Philipp Mwene auf das Feld geschickt hatte. Der nicht für die EM nominierte Max bereitete das zweite Tor Götzes vor.

Roger Schmidt hebt Teamleistung hervor: "Wir waren voll da"

"Es war das erste Pflichtspiel mit Fans seit anderthalb Jahren, also wollten wir ihnen ein gute Vorstellung zeigen", sagte Schmidt: "Die Energie von den Rängen hat sich auf die Mannschaft übertragen. Wir waren voll da und haben bei den Chancen die Effektivität gezeigt, die uns in der vergangenen Saison oft gefehlt hat."

PSV-Trainer Roger Schmidt (r.) gratuliert Mario Götze

Fotocredit: Getty Images

Obwohl Götze und Zahavi der Begegnung ihren Stempel aufgedrückt hatten, wollte Schmidt keinen seiner Schützlinge hervorheben. "Wir haben uns als Mannschaft weiterentwickelt - und das müssen wir auch", äußerte der frühere Coach des Bundesligisten Bayer Leverkusen: "Für einen Trainer ist es schön zu sehen, wenn das Team Schritte in die richtige Richtung macht."
Am Ziel ist die PSV allerdings noch nicht. Selbst wenn im Rückspiel in der Türkei nichts mehr anbrennen sollte, muss der 24-malige Meister vor dem Einzug in die Gruppenphase noch die Play-off-Runde überstehen. Dort warten die Schotten von Celtic Glasgow oder der dänische Vizemeister FC Midtjylland.
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(SID)

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