FC Bayern: Upamecano und Sabitzer für den Angriff auf Europa - reicht das?
Mit der Verpflichtung von Marcel Sabitzer endet für den FC Bayern ein schwieriger Transfersommer. Der Österreicher ist neben Dayot Upamecano der einzige Neuzugang, für den der Rekordmeister Geld ausgab. Weil gleichzeitig Größen wie David Alaba, Javi Martinez und Jérôme Boateng den Verein verließen, stellt sich die Frage: Ist der FC Bayern im internationalen Vergleich noch gut genug?
Robert Lewandowski - FC Bayern München
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Dayot Upamecano, Omar Richards, Sven Ulreich und Marcel Sabitzer - auf der Neuzugangsliste des FC Bayern wurden in der Vergangenheit schon prominentere Namen geführt als im Sommer 2021.
Dafür gibt es natürlich Gründe. Noch immer drückt die Corona-Pandemie auf den Geldbeutel, noch immer lassen die Münchener deshalb Vernunft walten - im Gegensatz zu manch anderem Topklub aus dem Ausland.
Da wäre zum Beispiel Paris Saint-Germain. Der Scheichklub gönnt sich für den neuerlichen Angriff auf die Champions-League-Krone die zwar ablösefreien, aber hochbezahlten Superstars Sergio Ramos, Gianluigi Donnarumma, Georginio Wijnaldum und Lionel Messi. Zudem legen die Franzosen satte 60 Millionen Euro für Inter Mailands Achraf Hakimi auf den Tisch. Für den FC Bayern angesichts der angespannten Wirtschaftslage durch leere Stadien und verlorene Sponsorengelder nicht drin.
Auch die Idee Real Madrids, als finanziell arg gebeutelter Fußballriese, der ohne die Gründung einer neuen Super League laut eigener Aussage dem Untergang entgegentaumelt, 220 Millionen Euro für Kylian Mbappé (ein Jahr Vertragsrestlaufzeit) zu bieten, käme dem deutschen Serienmeister nicht in den Sinn.
Allein dafür gebührt den Verantwortlichen an der Säbener Straße Respekt.
FC Bayern: Wehe, es gibt Verletzungspech
Auf der anderen Seite stellt sich aber auch die Frage, ob sich der FC Bayern damit wissentlich aus der internationalen Spitzengruppe verabschiedet. Die Konkurrenz hat aufgerüstet, die Bayern zehren größtenteils von einem eingespielten Kern, der aber nicht jünger wird.
Klar ist: wenn alle Spieler fit sind, kann der Rekordmeister eine mindestens konkurrenzfähige Mannschaft in den Wettbewerb schicken. Wenn das Verletzungspech jedoch zuschlägt, könnte es schnell kompliziert werden.
Nach Einschätzung einiger Experten, darunter der ehemalige Bayern-Kapitän Lothar Matthäus, hat sich der Kader des Triple-Siegers von 2020 nicht nur in diesem, sondern auch schon in der vorangegangenen Sommertransferperiode verschlechtert. Eine These, die nachvollziehbar scheint.
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Dayot Upamecano - FC Bayern München
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Unmittelbar nach dem Triumph in Lissabon im August 2020 verließen Thiago Alcantara (zum FC Liverpool), Ivan Perisic (Leih-Ende) und Philippe Coutinho (Leih-Ende) den Verein. Es kamen Leroy Sané, Marc Roca, Bouna Sarr, Douglas Costa, Alexander Nübel, Tanguy Nianzou, Erik Maxim Choupo-Moting und Tiago Dantas.
Die Erwartungen erfüllen konnte bisher im Grunde genommen nur Choupo-Moting - was im Fall Sanés vor allem an der enorm hohen Erwartungshaltung liegt.
FC Bayern: Achillesferse Abwehrreihe
Mit Robert Lewandowski und Choupo-Moting in der Sturmspitze, Thomas Müller, Serge Gnabry, Kingsley Coman, Jamal Musiala und eben Sané eine Reihe weiter hinten, braucht sich der FC Bayern noch immer nicht verstecken. Auch die Zentrale um Joshua Kimmich und Leon Goretzka ist auf den ersten Blick elitär. Sollte sich einer der beiden jedoch verletzen, wird es eng. Mit dem vielseitig einsetzbaren Sabitzer wurde genau diese Problemstelle angegangen, Corentin Tolisso stünde ebenfalls als Backup bereit.
Die Achillesferse der Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann ist die Defensivreihe. Die Abgänge von Alaba, Boateng und auch Martinez wiegen schwer. Sie wären deutlich leichter zu verkraften, wenn Rekordeinkauf Lucas Hernández, der vergangenen vor zwei Jahren für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid in den Süden der Republik wechselte, wie geplant funktioniert hätte.
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Wie geht es weiter mit Lucas Hernández vom FC Bayern München
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Doch der Weltmeister von 2018 hat immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, erholt sich auch aktuell wieder von einem Meniskuseinriss im Knie. In zwei Jahren im Verein konnte der Franzose noch keinerlei Rhythmus aufnehmen und ist so bei weitem noch nicht die Verstärkung, die man sich erhofft hatte.
Selbstverständlich haben die Bayern die Problemzone längst identifiziert und steuern aktiv gegen. Benjamin Pavard kam im selben Jahr wie Hernández und gehört, wenn nicht verletzt, zu den Stützen der Hintermannschaft, Nianzou wurde als Perspektivspieler verpflichtet, ist in seiner Entwicklung aber noch nicht so weit, wie er sein könnte.
Das Spielermaterial ist vorhanden
Immerhin hat sich Niklas Süle aus seinem halbjährigen Tief gekämpft und trumpft aktuell neben Neuzugang Upamecano auf. Dass Süle/Upamecano ein spannendes und potentiell hochveranlagtes Innenverteidiger-Duo sein kann, wurde zuletzt im Supercup bei Borussia Dortmund (3:1) deutlich.
Letztlich überzeugen wird ein solches Spiel die Kritiker aber nicht. Für den FC Bayern geht es allein darum, im internationalen Wettbewerb auf Augenhöhe mit den Weltklubs aus Paris, Barcelona, Madrid, Turin, Mailand, London oder Manchester mitzuhalten.
Damit das gelingen kann, darf in Sachen Verletzungen nicht viel passieren - dass Müller, Upamecano und Tolisso angeschlagen von ihren Nationalteams abreisten, verdeutlicht ganz aktuell das Risiko. Denn der Unterschied zwischen erstem und zweitem Anzug ist zu groß.
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Boateng präsentiert: Das will er vom FC Bayern in Lyon einbringen
Quelle: SID
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