Nach dem 5:0-Hinspielerfolg gab City-Coach Pep Guardiola einigen Akteuren aus der zweiten Reihe die Chance auf Spielzeit. Conrad Egan-Riley komplettierte bei seinem Champions-League-Debüt gemeinsam mit Oleksandr Zinchenko die von Verletzungen gebeutelte Viererkette. Für Kevin de Bruyne, Jack Grealish, Riyad Mahrez und Rodrigo durften im Vergleich zum 4:1-Derbysieg gegen Manchester United Ilkay Gündogan, Fernandinho, Gabriel Jesus sowie Raheem Sterling von Beginn an ran.
Sportings Trainer Ruben Amorim tauschte nach dem 2:0-Heimsieg gegen den FC Arouca das komplette Mittelfeld. Für Ricardo Esgaio, Dario Essugo, Matheus Nunes, Ruben Vinagre und Nuno Santos rotierten Luis Neto, Pedro Porro, Manuel Ugarte, Tabata und Paulinho in die Startelf.
Der erste Spielabschnitt verlief überwiegend ereignislos, Sporting brachte nicht einen Torschuss zustande. Die trotz einiger Personalwechsel hochwertig besetzte Offensive aus Manchester schoss nur einmal auf das Gehäuse von SCP-Torhüter Antonio Adán, der einen satten Distanzschuss von Phil Foden mit beiden Fäusten parierte (24.).
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Gabriel Jesus kam im ersten Durchgang zweimal zu Fall (9./24.) – für Schiedsrichter Halil Umut Meler war der Körpereinsatz der Sporting-Abwehr allerdings in beiden Szenen im Rahmen des erlaubten. Trotz dominanten Ballbesitzphasen fehlte es City offensiv gegen die tiefstehende Kette des portugiesischen Vorjahresmeisters an kreativen Ideen.
Im Gegensatz zum 0:5-Debakel aus dem Hinspiel hatte SCP-Trainer Amorim seine Abwehr deutlich stabilisiert. Kurz vor der Pause hatte Sterling die Chance zur Führung, der englische Nationalspieler blieb mit seinem Heber jedoch an Schlussmann Adán hängen (39.).
Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff lag der Ball im Tor der Gäste aus Lissabon: der eingewechselte Riyad Mahrez nahm den Ball nach einem Seitenwechsel von Oleksandr Zinchenko in den Lauf mit und bediente Gabriel Jesus, der den Ball vom linken Fünfereck nur noch einschieben musste. Zum Leidwesen der Citizens griff jedoch der VAR ein und erkannte das Tor nach einer hauchdünnen Abseitsstellung von Mahrez ab (47.).
Mit der Einwechslung von Marcus Edwards wurden Sportings Umschaltmomente zielstrebiger, beinahe gelang Paulinho nach einem gefühlvollen Chipp-Ball des jungen Engländers das 1:0. Der 29-Jährige scheiterte aber am Knie des zuvor eingewechselten Schlussmanns Scott Carson (76.).
Auch im zweiten Spielabschnitt blieben die Sky Blues ihren Anhängern einiges schuldig. Doch kurz vor Schluss hätte John Stones nach einer Ecke von Gündogan und Sterling aus spitzem Winkel beinahe für den Lucky Punch gesorgt. Schlussendlich blieb es jedoch beim 0:0, das Manchester ungefährdet ins Viertelfinale befördert.

Die Stimmen zum Spiel:

Pep Guardiola (Trainer Manchester City): "Ich bin stolz. Wir haben es in beiden Spielen verdient, ins Viertelfinale einzuziehen. Die erste Hälfte war besser als die zweite. Nach dem zurückgenommenen Treffer waren wir nicht mehr so aktiv. Ich bin glücklich, weil ich weiß, wie schwierig das Weiterkommen ist. Egal gegen welchen Gegner, es ist immer schwer. Jetzt gilt es, sich wieder auf die Premier League zu fokussieren."
Fernandinho (Manchester City): "Besonders nach einem Spiel gegen Manchester United ist es wichtig, eine ordentliche Leistung zu bringen. In der zweiten Halbzeit haben wir ein Abseits-Tor erzielt, Sporting hatte aber die besseren Chancen. Das ist Fußball, manchmal fehlt eben das Quäntchen Glück.“
Ruben Amorim (Trainer Sporting Lissabon): "Jedes Wochenende spielt Manchester City mit dieser Intensität und wir nicht. Wir müssen unser Augenmerk auf die Verteidigung legen, was nicht sehr üblich ist. Wir nehmen das Positive mit. Künftig wissen wir, wie wir gegen diese Teams spielen müssen. Es ist notwendig, sich zurückzuziehen – wir kommen wieder."

Der Tweet zum Spiel:

Carson wird nach seinem Champions-League-Debüt im Herbst seiner Karriere gefeiert.

Das fiel auf: Younsgter nutzen die Bühne

Während die Offensivstars Raheem Sterling und Gabriel Jesus ihrem Coach Pep Guardiola kaum Argumente für einen Startelf-Einsatz im kommenden Viertelfinale lieferten, waren es vor allem die Youngster beider Mannschaften, die die Champions-League-Bühne nutzten. Mit James Mcatee gewannen die Offensivaktionen der Citizens zumindest etwas an Zielstrebigkeit. Der Mann des Spiels war auf der Gegenseite der junge Engländer Marcus Edwards, der immer wieder mutig andribbelte und an den gefährlichsten Umschaltaktionen Sportings beteiligt war. Dass Talente heutzutage immer früher ihr Debüt bei den Profis feiern, stellte die Einwechslung des erst 16-jährigen Zouhair Feddal unter Beweis. Auf Seiten der Sky Blues blieben die beiden Youngster Conrad Egan-Riley und Luke Mbete ohne nennenswerte Aktion.

Die Statistik: 0

Sporting blieb in der K.o.-Runde auf höchster europäischer Ebene erstmals ohne Gegentor, nachdem man im Achtelfinale gegen die Bayern in der Saison 2008/09 und im Hinspiel zusammengerechnet 12 Gegentreffer schlucken musste.
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