Borussia Dortmund scheitert in der Champions League am FC Chelsea: Kai Havertz verwandelt fragwürdigen Elfmeter

Borussia Dortmund ist im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden. Nach dem 1:0 im Hinspiel verlor der BVB beim FC Chelsea 0:2 (0:1). Raheem Sterling brachte die Londoner in Führung (43.), Kai Havertz verwandelte einen Handelfmeter im zweiten Versuch zum entscheidenden zweiten Tor für die Blues (53.). Julian Brandt musste bereits nach vier Minuten mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz.

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Quelle: Perform

Der BVB startete unter widrigen Bedingungen in das Rückspiel an der Stamford Bridge. Erst verspätete sich der Mannschaftsbus bei der Anfahrt, . Dementsprechend nervös verlief der Auftakt der Schwarz-Gelben.
Chelsea setzte die Gäste mit frühem Pressing und schnellen Umschaltaktionen unter Druck. Dortmunds beste Aktion im ersten Abschnitt war ein starker Freistoß von Marco Reus aus gut 22 Metern, den Keeper Kepa aber gekonnt parierte (17.).
In der 28. Minute rettete der rechte Pfosten die Terzic-Elf vor dem Rückstand. Kai Havertz hatte es aus 13 Metern Entfernung probiert. Zehn Minuten später verhinderte die Fahne des Assistenten die Londoner Führung. Nach einem blitzschnellen Konter hatte Havertz aus 16 Metern vermeintlich getroffen, Raheem Sterling stand aber in der Entstehung im Abseits (38.).
Kurz vor der Pause wurde der Druck dann zu groß. Erst parierte Kobel-Vertreter Alexander Meyer mit einem tollen Reflex gegen João Félix (40.), wenig später musste er sich dann geschlagen geben. Nach einer Hereingabe über links von Ben Chilwell schlug Sterling zunächst über den Ball. Reus schaffte es nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen, sodass Sterling erneut Maß nehmen konnte und humorlos aus zehn Metern zur Führung traf (44.).
Nach dem Seitenwechsel ging es dann richtig rund. Ein unabsichtliches Handspiel von Marius Wolf erkannte Schiedsrichter Danny Makkelie zunächst nicht als Elfmeter. Nach Meldung des VAR und der Betrachtung der Bilder durfte Havertz jedoch vom Punkt antreten. Meyer wählte die falsche Ecke, Havertz traf jedoch nur den rechten Pfosten (51.). Weil aber gleich mehrere Spieler, auch einige der Hausherren, zu früh in den Strafraum gelaufen waren, entschied sich Makkelie auf Wiederholung. Im zweiten Versuch blieb Havertz dann sicher und stellte auf 2:0 für die Blues (53.).
Dortmund reagierte mit wütenden Angriffen auf den Gegentreffer. Jude Bellingham konnte den Ball in der 58. Minute aus wenigen Metern aber nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Die Schwarz-Gelben riskierten immer mehr, brachten Jamie Bynoe-Gittens und Donyell Malen für die Offensive.
Die Londoner spielten mit der Führung im Rücken aber äußerst clever, auf Seiten der Borussen wuchs der Frust mit jeder Minute. Wolf hatte in der fünften Minute der Nachspielzeit noch die letzte Chance auf dem Fuß. Aus 14 Metern Entfernung entstand aber keine ernsthafte Torgefahr mehr.
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Quelle: Perform

Die Stimmen:

Graham Potter (Trainer FC Chelsea): "Es war eine tolle Stimmung in der Kabine nach dem Spiel. Jeder war so glücklich. Das Resultat heute sollte uns Auftrieb geben für die nächsten Wochen. Beim zweiten Strafstoß lag die Entscheidung zwischen Kai Havertz und Reece James. Das müssen die Spieler auf dem Platz selbst spüren und entscheiden, was sich richtig anfühlt."
Raheem Sterling (FC Chelsea): "Es war ein großartiger Auftritt heute. Wir mussten heute wirklich an unsere Grenzen gehen. Wir haben heute gespürt, dass wir es als Team gemeinsam schaffen können. Wir haben unsere Chancen eiskalt genutzt."
Kai Havertz (FC Chelsea): "Die letzten zwei Wochen waren hart für uns. Wir haben viele Spiele verloren. Heute war es wichtig für uns, weil die Champions League ein sehr wichtiges Turnier ist. Es ist der letzte Wettbewerb, an dem wir noch teilnehmen. Dementsprechend müssen wir dort auch alles geben. Heute haben wir unseren wahren Charakter gezeigt."
Jude Bellingham (Borussia Dortmund): "Die ganze Aktion um den Elfmeter war enttäuschend. Ihn dann wiederholen zu lassen ist wirklich ein Witz. Bei jedem Elfmeter gibt es Spieler, die in den Strafraum laufen. Vor allem bei Schützen, die sehr langsam Anlauf nehmen. So war nun mal die Entscheidung, wir müssen damit leben."

Der Tweet zum Spiel:

Nach zehn siegreichen Spielen in Folge muss der BVB heute wieder eine Niederlage hinnehmen. Zum ersten Mal seit fast vier Monaten will den Dortmundern außerdem kein eigener Treffer gelingen.

Das fiel auf: Brandt-Verletzung und Elfmeterentscheidung die Genickbrüche

Es war ein kampfstarker Auftritt des BVB in London. Die Gäste hatten sich in Sachen Einstellung nicht viel vorzuwerfen. Der frühe und bittere Verlust von Schlüsselspieler Julian Brandt und der zumindest diskutable Handelfmeter für Chelsea erwiesen sich aber als zu hohe Hypothek. Die Blues glänzten selbst nicht über die kompletten 90 Minuten, spielten mit der 2:0-Führung im Rücken aber ihren Stiefel souverän runter. Heute fehlte es den Schwarz-Gelben schlichtweg am nötigen Quäntchen Glück, um zumindest die Verlängerung zu erreichen.

Die Statistik: 5

Bereits zum fünften Mal konnte Chelsea in der K.o.-Phase der Champions League die nächste Runde erreichen, obwohl das Hinspiel verloren wurde. Nur der FC Barcelona, Juventus Turin und Real Madrid kommen europaweit auf den gleichen Wert.
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Quelle: SID

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