Champions League: BVB gelingt perfekter Start gegen Kopenhagen - Reus und Bellingham treffen

Auftakt nach Maß für Borussia Dortmund in die Champions-League-Saison 2022/23. Die Mannschaft von Trainer Edin Terzić gewinnt ihr Heimspiel gegen den FC Kopenhagen mit 3:0 (2:0). Kapitän Marco Reus erzielt den Führungstreffer (35.), Raphael Guerreiro legt nach (42.). Nach der Pause besorgt Jude Bellingham den Schlusspunkt (83.). Allerdings hat Schwarz-Gelb erneut verletzte Spieler zu beklagen.

Raphael Gurreiro

Fotocredit: Getty Images

Borussia Dortmund ging als Favorit ins Heimspiel gegen den dänischen Vertreter FC Kopenhagen. Mit der Gelben Wand im Rücken – erstmalig seit 24 Jahren wurde die Südtribüne im internationalen Geschäft von einer Sitz- zu einer Stehplatztribüne – wollte der BVB mit offensivem Fußball zum Erfolg kommen. In der Defensive fehlte dabei eine wichtige Stütze, Gregor Kobel fehlte aufgrund von muskulären Problemen. Alexander Meyer ersetzte ihn.
Der dänische Meister hielt in einem 4-3-3-System dagegen, setzte dabei auf viel Körperlichkeit im Spiel gegen den Ball und eine sehr stabile und eng gestaffelte Defensive. In der Offensive sollte Torjäger Andreas Cornelius – der in diesem Transfersommer von Trabzonspor kam – für Entlastung und Torgefahr sorgen.
Das Spiel war nur 22 Sekunden alt und beinahe schafften es die Gäste, Borussia Dortmund früh zu schocken. Kopenhagen spielte direkt in die Offensive, Cornelius legte den Ball an der Strafraumgrenze für Zeca ab, der aus 22 Metern zentraler Position direkt abzog. Sein Flachschuss klatschte an den linken Außenpfosten.
Bis zu einer nachhaltigen Antwort des BVB dauerte es bis zur 34. Minute. Niklas Süle gewann den Ball in der Defensive und eröffnete das Spiel mit einem Pass auf die rechte Seite auf Julian Brandt, der Marco Reus suchte und mit einem perfekten Pass in das Zentrum fand. Reus zog in den Strafraum ein, suchte aus zwölf Metern den Abschluss und verwandelte flach ins rechte Eck.
Nur acht Minuten später legte der BVB den zweiten Treffer nach. Ausgangspunkt war wieder ein Ballgewinn – dieses Mal von Nico Schlotterbeck. Anschließend setzte sich Raphaël Guerreiro im Zweikampf mit Zeca durch, spielte im Strafraum den Doppelpass mit dem eingewechselten Giovanni Reyna (kam für den angeschlagenen Thorgan Hazard) und traf aus sechs Metern freistehend ins Tor (42.).
Im zweiten Durchgang blieb der BVB die dominante Mannschaft, kombinierte flüssig und ließ Kopenhagen, bis auf einige, kleine Ausnahmen, nicht zurück ins Spiel kommen. Vor allem die Mittefeldzentrale um Jude Bellingham machte einen überragenden Job. Er selbst belohnte seine Leistung in der Schlussphase noch mit dem 3:0. Reyna brachte den Ball von der rechten Seite flach in die Mitte, Bellingham war aus zehn Metern zur Stelle (83.). Die Borussia gewann ihr erstes Spiel sicher und souverän.

Die Stimmen:

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben eine super Leistung gezeigt. Wir haben gesagt, wie wichtig dieses Spiel ist und wie ernst wir dieses Spiel nehmen. Dass wir es dann so gut gezeigt haben, ist super. Dass wir drei Tore geschossen haben, die Null verteidigt haben, noch mehrere Chancen hatten, das Ergebnis noch höher zu schrauben - es war ein super Auftakt."
Marco Reus (Borussia Dortmund): "Ich glaube, dass wir wenig, wenig zugelassen haben. In der ersten Halbzeit haben wir es trotzdem nicht so gut gemacht, wir hätten viel schneller spielen müssen mit ein, zwei Kontakten, vor allem über Außen viel mehr Chancen kreieren müssen. Trotzdem machen wir das 1:0, legen das 2:0 nach. Das hat uns in den letzten Bundesligaspielen ein bisschen gefehlt. Trotzdem wäre heute noch ein bisschen mehr drin gewesen."

Der Tweet zum Spiel:

Die Positivnachricht des Abends: BVB-Stürmer Sébastien Haller (Tumorerkrankung) war als Zuschauer im Stadion.

Das fiel auf: Proaktive Defensive

Borussia Dortmund absolvierte das erste Spiel der neuen Champions League-Saison sehr positiv, gewann verdient mit 2:0 gegen den FC Kopenhagen. Initiatoren dieses Sieges waren dabei die beiden Innenverteidiger des BVB. Süle und Schlotterbeck verteidigten aktiv gegen den Ball und sorgten so für offensive Durchschlagskraft bei den Dortmundern. Beim 1:0 war es Süle, der in der eigenen Hälfte den Ball gewann und den Angriff einleitete, beim 2:0 sein Nebenmann Schlotterbeck, der einen Kopfball in die gegnerische Gefahrenzone abwehrte. Dieses proaktive Defensivverhalten ist eine neue Qualität des BVB.

Die Statistik: 17

Bellingham war einer der stärksten Dortmunder und absolvierte sein 17. Spiel in der Königsklasse. Nur Theo Walcott hatte laut Opta unter allen Engländern genauso viele Einsätze als Teenager in der Champions League.
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Quelle: Perform

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