Robert Lewandowski hat sich mit Wechsel nach Spanien verzockt - Mitleid vom Ex-Kollegen, Hohn von Brazzos Sohn

Robert Lewandowski muss mit dem FC Barcelona in der Champions League vorzeitig die Segel streichen. Ein sportliches Desaster für den ambitionierten Polen, ein wirtschaftlicher GAU für die klammen Katalanen. Im Anschluss an das Duell mit dem FC Bayern, das die Blaugrana 0:3 verloren, zeigte ein ehemaliger Teamkollege Mitleid – ganz im Gegensatz zu Hasan Salihamidzics Sohn.

Fakten-Report: So dominiert der FC Bayern Lewandowski & Co.

Quelle: Perform

"Messi, Messi, Messi", schallte es vom Oberrang des Camp Nou und bahnte sich seinen Weg durchs gesamte Stadion. Es waren nicht die Fans des FC Barcelona, die angesichts des schwachen Auftritts ihrer Mannschaft, Klub-Lichtgestalt Lionel Messi beschwören wollten, sondern die Anhänger des FC Bayern.
Eine hämische Aktion, die sich gegen die Hausherren richtete. Messi ist nicht mehr bei Barça. Und seit Messi nicht mehr bei Barça ist, ist Barça nicht mehr Barça. Dies hatte sich schon in der vergangenen Saison, sprich Spielzeit eins nach Messi angekündigt, als die Blaugrana erstmals seit 21 Jahren die Gruppenphase der Champions League nicht überstanden.
Ein Weckruf für die Verantwortlichen, die im Sommer viel Geld in die Hand nahmen, um namhafte Profis in die Mittelmeer-Metropole zu locken. Und das, obwohl ein enormer Schuldenberg auf dem Verein lastete. Schnelles Geld wurde gebraucht, nach diversen Verkäufen von beispielsweise TV-Rechten war es da.
Der Tenor: Neue Stars werden gebraucht, Stars erhöhen die Chance, etwas zu gewinnen, sportliche Erfolge bringen Rendite. Das Hauptaugenmerk lag freilich auf dem prestigeträchtigsten und dem wirtschaftlich lukrativsten aller Wettbewerbe, der Champions League. Dafür wurde unter anderem Robert Lewandowski, immerhin amtierender FIFA-Weltfußballer, verpflichtet.

Inter besiegelte Barcelona-Aus

Der Pole soll die Post-Messi-Ära prägen und die Katalanen mit seinen Toren wieder an die europäische Spitze schießen. Seit Mittwochabend ist klar, dass aus dem Vorhaben erst einmal nichts wird. Schon vor dem schwachen Auftritt gegen die Bayern (0:3) hatte Inter Mailand mit einem 4:0-Erfolg über Viktoria Pilsen Barcelonas Schicksal besiegelt.
Die Realität lautet wie schon im Vorjahr Platz drei in der Gruppe und somit Europa League statt Königsklasse. Eine Katastrophe aus finanzieller Sicht, die Bosse hatten fest mit weiteren Champions-League-Einnahmen gerechnet, mindestens bis zum Viertelfinale sollte es schon gehen. Doch auch für Lewandowski persönlich ist das Aus fatal.
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Robert Lewandowski (FC Barcelona)

Fotocredit: Getty Images

Er hatte im Sommer unbändig darum gekämpft, dass die Bayern ihn ziehenlassen, seinen Wunsch sogar mehrfach in die Öffentlichkeit getragen. Als er seinen Willen schließlich durchgebracht, Barcelona rund 45 Millionen Euro nach München überwiesen hatte, sagte er im Rahmen seiner offiziellen Vorstellung. "Mit diesem Team, diesem Klub und diesem Projekt kann die Saison anders werden als die letzte."

Müller mit Mitleid, Brazzos Sohn stichelt

Dass das Gegenteil der Fall ist, hing eng mit seinem ehemaligen Arbeitgeber zusammen. Bayern gewann beide Duelle mit dem LaLiga-Riesen. Thomas Müller, der am Dienstag noch eine neckische Kampfansage an Lewandowski geschickt hatte, drückte nach der Partie in der Mixed Zone sein Mitleid aus. "Man fühlt natürlich mit, wenn man weiß, was für ein ehrgeiziger Sportler Lewy ist und was für ein ehrgeiziger Klub Barcelona ist", so der Nationalspieler.
Weniger Mitleid schien hingegen Nick Salihamidzic für Lewandowski aufzubringen. Der Sohn von Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic twitterte während der Partie: "Ab wann denkt ihr bereut es Lewy gegangen zu sein? (sic!)" Eine höhnische, aber tatsächlich nicht unberechtigte Frage.

Lewy hat sich verzockt

Rein sportlich, das kann man durchaus konstatieren, hat er sich verzockt. Ein Weltklasse-Spieler, der dank der Bayern ein Dauer-Abo auf die K.o-Runde in der Champions League besaß, geht runter in die Europa League. Zuletzt geschehen übrigens vor elf Jahren, damals noch im Trikot von Borussia Dortmund.
Lewandowskis Wechsel nach Spanien erfolgte nicht bloß, weil er sich nach acht Jahren in der bayrischen Landeshauptstadt einen Tapetenwechsel wünschte, der ambitionierte 34-Jährige hoffte darauf, seine Chancen auf den Gewinn des Ballon d'Or zu erhöhen, der ihm im vergangenen Jahr von Messi weggeschnappt worden war.
Ein naheliegender Gedankengang, seit 2009 kommen die Sieger nämlich aus der spanischen Beletage, zuletzt triumphierte Karim Benzema von Real Madrid. Lewandowski belegte Platz vier. Fraglich, ob er seinem großen Wunsch dank des Wechsels wirklich näherkommt. Vieles deutet derzeit nicht darauf hin.
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Nagelsmann mit viel Lob für Choupo-Moting

Quelle: Perform

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