FC Barcelona wütet nach Schiedsrichter-Entscheidung bei Niederlage gegen Inter Mailand - Xavi: "Ich bin empört!"

Der FC Barcelona hat nach dem Auswärtsspiel beim FC Bayern auch bei Inter Mailand verloren und gerät in der Champions-League-Gruppe C langsam unter Druck. Nach der 0:1-Niederlage im San Siro regte sich Coach Xavi jedoch weniger über den schwachen Auftritt seiner Spieler, sondern eher über die kontroversen Entscheidungen des Schiedsrichters auf. Barça fühlte sich betrogen. Auch die Spieler wüteten.

Xavi stinksauer auf Schiedsrichter: "Bin zornig"

Quelle: Perform

Während erlöste Nerazzurri ausgelassen mit den Fans im San Siro feierten, verließen die Stars des FC Barcelona kopfschüttelnd und diskutierend den Platz.
Nicht aufgrund der bitteren 0:1-Niederlage generell, wie später in den Interviews zu vernehmen war, sondern aufgrund der kontroversen Entscheidungen von Schiedsrichter Slavko Vinčić. Barcelona, das wurde schnell deutlich, fühlte sich um einen Punkt betrogen.
Doch was war passiert?
Hauptaufreger war eine Szene aus der 90. Minute: Inter-Verteidiger Denzel Dumfries klärte im Sechzehner eine Hereingabe von Sergi Roberto vermeintlich mit der Hand. Sofort schnellten die Arme der Katalanen aus Protest nach oben. Eine knifflige Entscheidung, doch nach Prüfung der Bilder durch den VAR entschied Schiedsrichter Vinčić auf Weiterspielen. Wohlgemerkt: Ohne sich die Szene selbst noch einmal auf dem Video-Bildschirm anzuschauen.

Barça-Stars wüten: Schiris wissen nicht, was sie da pfeifen

"Mir wurde gesagt, dass es ein Handspiel von Inter war. Ich bin wütend. Die Elfmeterregel wird jede Saison geändert, niemand kennt sie. Weder die Schiedsrichter selbst noch die Spieler wissen, was sie da pfeifen", schimpfte Flankengeber Roberto im Anschluss (Zitat übersetzt von "Barcawelt").
Was die Blaugrana jedoch noch mehr aufbrachte, war der Umstand, dass der slowenische Unparteiische in einer ähnlichen Situation in der 67. Minute anders entschieden und Barcelona einen Treffer von Pedri nach vermeintlichem Handspiel von Fati aberkannt hatte. Allerdings schaute sich Vinčić in besagter Szene die Bilder selbst an, ehe er das Tor, das den Ausgleich bedeutet hätte, zurücknahm.
"Das Vergehen des Handspiels beim nicht gegebenen Tor war das gleiche wie beim nicht gegebenen Elfmeter", sagte Roberto.
Sein Trainer pflichtete ihm auf der anschließenden Pressekonferenz bei. "Ich bin empört", polterte Xavi: "Das war eine große Ungerechtigkeit. Ich glaube, dass das Ergebnis unfair ist. Deshalb habe ich gestern gesagt, dass die Schiedsrichter rausgehen und mit den Medien sprechen sollten. Ich habe nach dem Spiel um Erklärungen gebeten, aber er hat sich geweigert."
Auch Ex-Schiedsrichter Wolfgang Stark sah die Entscheidung des Unparteiischen in der Nachspielzeit kritisch und hätte Barcelona einen Elfmeter zugesprochen: "Wenn man die Bilder betrachtet, ist das Handspiel unauslegbar. Es ist strafbar", sagte der 52-Jährige bei "Amazon Prime": "Der Spieler geht ganz klar mit der Hand zum Ball und nimmt dem Stürmer sogar mehr oder weniger die Kugel vom Kopf."

Lewandowski abgemeldet, Barcelona ohne Ideen

Fehler machte Xavi jedoch nicht nur beim Unparteiischen aus. "Wir waren nicht dynamisch genug für das, was ich erreichen wollte. Nach einer guten halben Stunde haben wir nachgelassen", sagte der Barça-Coach.
Gegen einen im kompakten 5-3-2-System verteidigenden Gegner schaffte es seine Mannschaft kaum, sich eigene Chancen herauszuspielen. Robert Lewandowski, der in den vorangegangen neun Spielen zwölf Treffer erzielt hatte, war über 90 Minuten abgemeldet und kam nur zu einem Torschuss.
Inter dagegen wurde immer wieder mit schnell vorgetragenen Kontern im eigenen Stadion gefährlich. Einer davon mündete im entscheidenden 1:0 durch Hakan Calhanoglu.
"Wir haben zusammen gelitten. Das Team hat heute ein tolles Spiel gegen einen starken Gegner mit großer Qualität gemacht”, lobte ein erleichterter Nerazzurri-Coach Simone Inzaghi, der zuletzt nach schwachen Auftritten seiner Mannschaft in der Liga in die Kritik geraten war.

Barça in der Champions League unter Druck

In der Königsklasse darf sich Inter nun berechtigte Chancen aufs Weiterkommen machen. Nach drei Spielen rangiert die Inzaghi-Elf mit sechs Punkten auf Rang zwei der Gruppe C. Drei Punkte hinter Tabellenführer FC Bayern, der sich beim 5:0 gegen Viktoria Pilsen keine Blöße gab.
Für Barcelona dagegen wird die Champions-League-Luft mit nur drei Punkten - spanische Tabellenführung hin oder her - langsam dünn. Ein ernst drein blickender Xavi wirkte besorgt und schloss mit einer Ansage an seine Mannschaft: "Wir haben jetzt drei Finals vor uns."
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Quelle: Perform

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