FC Bayern braucht Wunder gegen Manchester City - Thomas Tuchel hofft auf Rückkehr auf Choupo-Moting

Der FC Bayern braucht im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Manchester City ein Wunder. Nach der 0:3-Pleite im Hinspiel ist der Rekordmeister gegen das übermächtig erscheinende Guardiola-Monster zum Toreschießen verdammt. Doch ausgerechnet vor des Gegners Tor drückt bei den Bayern aktuell der Schuh. Hoffnung auf Besserung liefert die Rückkehr des einzigen Topstürmers im Kader.

Eric Maxim Choupo-Moting vom FC Bayern München

Fotocredit: Getty Images

Oliver Kahn und der FC Bayern wissen, was die Stunde geschlagen hat.
Wenn am Mittwochabend Manchester City in der Allianz Arena zu Gast ist (ab 20:30 Uhr im Liveticker), braucht der FC Bayern ein großes, wenn nicht das größte Wunder der 123-jährigen Vereinsgeschichte.
"Wir müssen alles reinhauen, um das scheinbar Unmögliche noch möglich zu machen", forderte Vorstandschef Kahn nach dem 0:3 im Hinspiel unverdrossen - wohl wissend, dass ein Scheitern auch auf die ohnehin angeschlagenen Bosse zurückfiele. Trainer Thomas Tuchel bekräftigte kämpferisch: "Es ist erst vorbei, wenn wir nach dem Rückspiel unter der Dusche stehen."
Damit die obligatorische Hygienemaßnahme am späten Mittwochabend in freudiger Erinnerung bleibt, braucht es vor allem eines: Ein Offensivfeuerwerk.

FC Bayern: Zahnlosigkeit vor des Gegners Tor

Klingt im Grunde machbar, wären da nicht zwei große Hindernisse, die es zu überwinden gilt.
Zum einen der Gegner. Manchester City ist die derzeit wohl größte Hürde im europäischen Fußball und der Topfavorit auf den Champions-League-Titel. Die Mannschaft von Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola befindet sich in absoluter Topform, hat die vergangenen zehn Spiele allesamt gewonnen - darunter war ein 7:0 gegen RB Leipzig im Achtelfinale der Königsklasse.
Das viel gravierendere Problem ist aber die eigene Zahnlosigkeit des deutschen Rekordmeisters vor des Gegners Kasten. In den vergangenen vier Spielen erzielten die Münchener drei Tore, allesamt erzielt von Abwehrspielern. Gegen das beste Team des Kontinents braucht es exakt diese Anzahl an Treffern in nur einem Spiel - mindestens.
Stellt sich die Frage: Wer soll aktuell die Buden machen beim FC Bayern?

Bayern seit Wochen ohne Stürmertor

In seinen bisherigen fünf Spielen als Bayern-Trainer versuchte es Tuchel in der Spitze mit drei verschiedenen Varianten. Gegen Borussia Dortmund (4:2) und im Pokal gegen den SC Freiburg (1:2) setzte er auf Eric Maxim Choupo-Moting, der anschließend aufgrund einer Reaktion am Knie ausfiel. Im Bundesligaspiel in Freiburg (1:0) startete deshalb Sadio Mané, im Hinspiel bei Manchester City (0:3) und zuletzt gegen die TSG 1899 Hoffenheim (1:1) vertraute Tuchel auf Serge Gnabry. Ein Tor gelang in diesen Duellen keinem nominellen Bayern-Stürmer.
Probleme, die der Gegner aus dem Norden Englands aktuell nicht hat. Citys Torgarant Erling Haaland erzielte in den vergangenen sechs Spielen 14 Treffer und strotzt vor Selbstvertrauen.
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Erling Haaland

Fotocredit: Getty Images

Die Skyblues verloren unter Guardiola (seit 2016) insgesamt dreimal mit drei oder mehr Toren Differenz, zuletzt 2018 gegen Liverpool - damals mit Torschütze Sadio Mané. Der Senegalese, nach seiner Suspendierung wegen des handfesten Kabinenstreits mit Leroy Sané zurück im Kader, traf sieben Mal gegen die "Himmelblauen" und ist ein Wunderspezialist: 2019 kam er mit den Reds gegen Barcelona nach einem 0:3 im Hinspiel noch weiter.
Allerdings befindet sich der Königstransfer der Münchener aktuell in komplett anderer Verfassung als vor vier Jahren.

Die Hoffnungen ruhen auf Choupo-Moting

Einen Mutmacher gibt es aber dennoch für die Bayern. Sturmspitze Choupo-Moting ist wieder fit und könnte die Offensivprobleme beheben. Der 34-Jährige bestritt nach seiner Rückkehr ins Training am Montag auch die Abschlusseinheit für das Duell am Mittwoch.
Der Kameruner ist der letzte verbliebene Torgarant im Bayern-Kader, erzielte wettbewerbsübergreifend schon 17 Treffer in der laufenden Spielzeit. Dass er auch in großen Spielen die wichtigen Impulse geben kann, hat er schon mehrfach bewiesen.
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Eric Maxim Choupo-Moting trifft gegen PSG zur Führung

Fotocredit: Imago

Im Jahr 2020 sorgte er im Viertelfinale gegen Atalanta Bergamo mit seinem 2:1-Siegtreffer in der dritten Minute der Nachspielzeit für den Halbfinaleinzug von PSG, ein Jahr später traf er sowohl im Hinspiel, als auch im Rückspiel gegen die Pariser für den FC Bayern, der dennoch ausschied (2:3 in Paris, 1:0 in München). im Achtelfinal-Rückspiel der diesjährigen Kampagne trug er sich beim 2:0-Heimsieg gegen PSG erneut in die Torschützenliste ein. Man könnte also sagen: Choupo-Moting ist die personifizierte Hoffnung der Münchner.
Ilkay Gündogan, Kapitän der Citizens, wiegt sich jedenfalls noch trotz des Hinspiels nicht in Sicherheit. Die Bayern hätten "vor allem zu Hause die Qualität, gegen jeden Gegner mehrere Tore zu erzielen", so Gündogan, der zugleich mahnt: "Es gab etliche Comebacks, mit denen absolut niemand gerechnet hatte."
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Guardiola ist sich sicher: "Konflikt macht Bayern stärker"

Quelle: Perform

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