FC Bayern München-Manchester City: Einzelkritik - Dayot Upamecanos nächster Horror-Abend

Der FC Bayern verpasst im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League das Wunder. Nach der bitteren 0:3-Pleite bei Manchester City in der vergangenen Woche reichte es im zweiten Duell trotz einer deutlich besseren Leistung nur zu einem 1:1. Auch, weil Hinspiel-Pechvogel Dayot Upamecano erneut einen Abend zum Vergessen erlebte. Die Stars des deutschen Rekordmeisters in der Einzelkritik.

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Quelle: Eurosport

Der FC Bayern hat das Halbfinale der Champions League verpasst. Nach dem enttäuschenden Hinspiel bei Manchester City (0:3) vor einer Woche blieb die große Überraschung aus. 1:1 hieß es am Ende in der Allianz Arena.
Erling Haaland, der zwischenzeitlich einen Elfmeter über den Kasten gesetzt hatte, brachte die Gäste nach einem fatalen Ausrutscher von Dayot Upamecano in Führung, Joshua Kimmich traf vom Punkt zum Ausgleich.
Insgesamt präsentierten sich die Münchner im Vergleich zum ersten Duell und zur Bundesliga-Partie am vergangenen Samstag gegen Hoffenheim deutlich verbessert.
Allerdings: Auch diesmal wurde die schwache Chancenverwertung zum Ärgernis.

Der FC Bayern in der Einzelkritik

Yann Sommer: Musste gegen die namhafte Offensive der Skyblues kaum eingreifen (nicht einmal bei Erling Haalands Elfmeter). Insgesamt bekam der Schweizer nur einen Schuss aufs Tor - diesen setzte Haaland allerdings unhaltbar in die Maschen.
Benjamin Pavard (bis 77.): Hatte Jack Grealish über weite Strecken gut im Griff und trat auch offensiv immer wieder in Erscheinung. Seine Flanken waren allerdings ausbaufähig.
Dayot Upamecano: Der Pechvogel des Hinspiels erlebte auch im zweiten Aufeinandertreffen einen Abend zum Vergessen. Upamecano hatte zunächst Glück, dass eine Rote Karte aufgrund einer Abseitsstellung Haalands zurückgenommen wurde, im Anschluss verursachte der Franzose jedoch einen - umstrittenen - Handelfmeter. Vor dem 0:1 rutschte der Innenverteidiger zu allem Überfluss noch weg, sodass Haaland freie Bahn aufs Tor hatte.
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Bayern-Verteidiger Upamecano (re.) im Duell mit City-Angreifer Haaland (li.)

Fotocredit: Getty Images

Matthijs de Ligt: De Ligt macht dieser Tage einen deutlich stabileren Eindruck als sein Nebenmann. Verhindern konnte der Niederländer, der defensiv diesmal nur selten gefordert war, die neuerliche Niederlage auch nicht.
João Cancelo (bis 63.): Im Hinspiel gegen seinen Noch-Arbeitgeber saß der Portugiese noch auf der Bank, im Rückspiel durfte er von Beginn an ran. War besonders im ersten Durchgang merklich motiviert. Cancelo setzte die meisten Tacklings und verbuchte etliche Balleroberungen. Seine normalerweise so punktgenauen Flanken ließ er aber vermissen (keine Torschussvorlage).
Joshua Kimmich: Kimmich sah sich zuletzt mit Kritik für seine Leistungen konfrontiert, im Rückspiel war aber zunächst eine deutliche Steigerung zu erkennen. Kimmich riss das Spiel gleich nach dem Anstoß an sich, im zweiten Durchgang tauchte der Ersatzkapitän aber weitestgehend ab. Behielt aber immerhin beim Elfmeter zum 1:1 die Nerven.
Leon Goretzka: Der Nationalspieler ist - wie viele seiner Kollegen - nicht in seiner besten Form. Auch er steigerte sich im Vergleich zum Spiel gegen Hoffenheim, aber insgesamt hat Goretzka schon deutlich bessere Tage im Bayern-Dress gesehen.
Leroy Sané (bis 63.): Sehr engagiert, aber - wie schon im Hinspiel - ohne Fortune. Sané hätte die Münchner in Führung bringen müssen (17.), setzte seinen Abschluss aber neben den Kasten. Auch danach immer wieder mit Abschlüssen, die allesamt nicht ihr Ziel fanden.
Jamal Musiala (bis 71.): Initiierte mit zwei sehenswerten Steckpässen die beiden besten Chancen für die Bayern in Halbzeit eins. Danach bekam City den Youngster aber unter Kontrolle.
Kingsley Coman: Der Franzose war der mit Abstand auffälligste in Münchens Offensivabteilung. Setzte sich regelmäßig im Eins-gegen-Eins durch, bereitete Chancen vor und hatte selbst aussichtsreiche Möglichkeiten. Das Problem: Auch er brachte den Ball nicht in Edersons Kasten unter.
Eric Maxim Choupo-Moting (bis 71.): Kam nach überstandener Verletzung zurück, legitimierte seinen Startelf-Einsatz aber nicht. Der Kameruner strahlte keinerlei Gefahr aus und hatte folgerichtig nach 71 Minuten für Tel Platz machen.
Sadio Mané (ab 63.): Gegen Hoffenheim noch wegen seines Schlags gegen Sané suspendiert, durfte Mané diesmal wieder mitmischen. Bis auf den provozierten Handelfmeter und einer gute Chance in der Nachspielzeit brachte der Senegalese aber nichts Nennenswertes zustande.
Alphonso Davies (ab 63.): Kam ins Spiel, als das Weiterkommen schon nahezu ausgeschlossen war. Trotzdem versprühte Davies nach seiner Einwechslung den Willen, das Unmögliche doch noch möglich zu machen.
Thomas Müller (ab 71.): Weil Tuchel der Meinung war, dass dies "kein Thomas-Müller-Spiel" sei, musste der Routinier in den sauren Apfel namens Bankplatz beißen. Durfte am Ende noch ein bisschen mitmischen – da war die Messe allerdings schon gelesen.
Mathys Tel (ab 71.): Jubelte, weil er dachte, er hätte sein erstes Champions-League-Tor erzielt. Doch die Abseitsfahne machte dem Niederländer einen Strich durch die Rechnung.
Josip Stanisic (ab 77.): Wurde spät eingewechselt und handelte sich eine Gelbe Karte ein.
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Quelle: Perform

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