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FC Bayern München nach Sieg gegen PSG zwischen Zufriedenheit und Vorsicht: Das Zittern vor Kylian Mbappé
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Publiziert 15/02/2023 um 01:25 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern hat das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain 1:0 gewonnen. Eric Maxim Choupo-Moting freute sich über die "gute Ausgangslage" nach einer starken ersten Stunde. Doch in der Schlussphase zitterte sich der Rekordmeister dem Abpfiff entgegen. Allen voran Gamechanger Kylian Mbappé brachte die Defensive immer wieder in Verlegenheit. Die Münchner sind gewarnt.
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Quelle: Perform
Der erste Schritt ist getan. Durch ein Tor von Kingsley Coman gewann ein starker FC Bayern 1:0 (0:0) im Prinzenpark gegen Paris Saint-Germain und hat die Tür zum Viertelfinale in der Champions League zumindest einen Spalt weit aufgestoßen. "Der erste Schritt ist vollbracht, den zweiten wollen wir folgen lassen", sagte ein erleichterter Julian Nagelsmann nach dem Spiel am Dienstagabend bei "Amazon Prime".
Zufrieden machte den Trainer der Münchner vor allen Dingen die beeindruckende Vorstellung seiner Mannschaft bis zur 60. Minute. "In den ersten 25 Minuten der Begegnung haben wir ein richtig starkes Spiel gemacht. Auch die 20 Minuten nach dem Seitenwechsel waren gut", lobte der 35-Jährige im Parc de Princes.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Rekordmeister beim französischen Hauptstadtklub vieles, wenn nicht gar alles im Griff. Die Bayern wogen sich mit der 1:0-Führung durch Kingsley Coman (53.) im Rücken in Sicherheit, drückten auf das 2:0. Binnen einer Minute scheiterten Eric Maxim Choupo-Moting und Benjamin Pavard an PSG-Keeper Gianluigi Donnaruma - und verpassten damit die vermeintliche Vorentscheidung.
"Jeder hat gezeigt, dass wir als Team gewinnen wollen. Wir haben uns Chancen erarbeitet, das ist das Wichtigste", sagte Choupo-Moting.
Mbappé verändert das Spiel
Doch von einer Sekunde auf die andere drehte sich das Momentum in der französischen Hauptstadt. "Wir haben weder hohen Druck kreiert noch wirklich tief gestanden – und Paris hat eben Speed da vorne", erklärte Nagelsmann die Veränderungen nach einer Stunde. Geschwindigkeit vor allem in Person von einem: Kylian Mbappé.
Schon als der Vizeweltmeister zur Bank lief, brandete euphorischer Applaus im Prinzenpark auf. Ob seiner Oberschenkelprobleme war lange gerätselt worden, ob er gegen die Münchner auflaufen kann oder nicht.
Nach 57 Minuten gab PSG-Trainer Christophe Galtier die Antwort: Mbappé kam für Carlos Soler - und drückte dem Spiel sofort seinen Stempel auf. "Man hat gemerkt, was für eine Euphorie hier im Stadion frei wurde, als Kylian eingewechselt wurde", sagte Choupo-Moting nach der Begegnung: "Er war direkt gefährlich."
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Dayot Upamecano (l.) und Kylian Mbappé im Zweikampf
Fotocredit: Getty Images
"Man sieht, welche Energie ins Stadion kommt"
In der 74. Minute tauchte der 24-Jährige erstmals vor Yann Sommer auf, scheiterte im Eins-gegen-eins noch am überragend reagierenden Schweizer. "Als er reinkam hat er viel Tempo und einen Rhythmus ins Spiel gebracht", so auch Jamal Musiala.
Nur acht Minuten später erzielte Mbappé (82.) dann den vermeintlichen Ausgleich, ehe der Videoassistent - zur Erleichterung der Münchner - sich wegen einer Abseitsstellung von Vorlagengeber Nuno Mendes meldete und Michael Oliver anwies, den Treffer zurückzunehmen.
"Man sieht, was für eine Energie ins Stadion kommt, wenn Mbappé eingewechselt wird und wie er das Spiel verändert", bewunderte Nagelsmann: "Dann ist es schon ein hartes Stück Arbeit. Es ist ein Ritt auf der Rasierklinge."
Immer wieder trieb der 24-Jährige in der Schlussphase die Angriffe von PSG an und brachte die Defensive der Münchner ein ums andere Mal in Verlegenheit. Schließlich zitterten die Bayern den Auswärtssieg über die Zeit. "Wir hatten am Ende etwas Glück, wir müssen das ganze Spiel stark spielen", konstatierte Matchwinner Coman.
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Kingsley Coman
Fotocredit: Getty Images
Kahn warnt vor Ausnahmespieler Mbappé
"Spiele auf diesem Niveau - da entscheiden Hundertstelsekunden, da entscheiden Millimeter und kleinste Fehler über Sieg oder Niederlage", gab auch FCB-Vorstandschef Oliver Kahn nach dem engen Schlagabtausch im Parc des Princes zu Protokoll.
Ein Spieler, der diese Hundertstel entscheidend ausnutzen könne, sei letztlich auch Mbappé. Im Rückspiel am 8. März in München werde Paris "komplett sein" und von Beginn an auf den Wunderstürmer zurückgreifen können.
"In der zweiten Halbzeit haben wir gesehen, was dieser absolute Ausnahmespieler auslöst - nicht nur beim Publikum, sondern auch in der Mannschaft. Da haben wir auch das Quäntchen Glück gehabt", analysierte Kahn. Trotz der drohenden Gefahr sprach auch der Stolz aus ihm.
"Hier in Paris muss man erstmal gewinnen. Wir haben eine großartige Voraussetzung geschaffen fürs Rückspiel und gesehen, was unsere Mannschaft imstande ist zu leisten", so Kahn.
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Nagelsmann lässt keine Zweifel zu: Bayern hat PSG lahmgelegt
Quelle: Perform
Bayern zwischen Euphorie und Vorsicht
Auch Coach Nagelsmann wollte den Sieg nicht zu hoch hängen, machte aber trotz aller Warnungen klar: "Wir sind auf jeden Fall besser dran als Paris." Und auch Choupo-Moting freute sich in Paris über die "gute Ausgangsposition".
Dennoch: Der Respekt der Isarstädter vor Mbappé ist groß - gerade nach den letzten 25 Minuten am Dienstagabend. Beim Rückspiel in der Allianz Arena dürfte der Superstar wieder über 90 Minuten auf dem Feld stehen. "Wenn Mbappé dabei ist, wird es noch schwerer", warnte Coman bei "Amazon Prime".
Entgegen kommt dem FC Bayern dabei aber die Ausgangslage: "Es spielt uns in die Karten, dass Paris mehr machen muss", so Nagelsmann.
Doch um den ersten Schritt in drei Wochen in München zu vergolden, wird es für die Bayern vor allen Dingen darum geht, Mbappé auszuschalten. Der Warnschuss erreichte die Bayern spätestens nach 82 Minuten im Prinzenpark.
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(mit SID)
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Nagelsmann über Homosexualität im Sport: "Unser Ball ist bunt"
Quelle: Perform
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