FC Bayern München - Präsident Herbert Hainer warnt: Bundesliga braucht mehr Stars

Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer sieht den Rekordmeister vor den Wochen der Wahrheit bestens aufgestellt. "Ein Experte wie Kylian Mbappé hat nach dem Aus gegen uns gesagt, wir hätten ein Team, das für den Champions League-Sieg geformt ist. José Mourinho hätte gern die gleichen Optionen, wie sie unser Kader bietet", sagte Hainer dem "kicker". Allerdings sorgt er sich um die Bundesliga.

Herbet Hainer (r.) mit Bayern-Trainer Julian Nagelsmann

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Er fügte hinzu: "Bei allem Respekt vor den anderen Klubs – wir müssen uns vor keiner Mannschaft in Europa verstecken."
Allerdings benötige der FC Bayern vor dem anstehenden Viertelfinal-Kracher in der Champions League gegen Englands Topklub Manchester City natürlich auch "das viel zitierte Quäntchen Glück. Da entscheiden Nuancen über das Weiterkommen." Aber, so Hainer: "Die heiße Phase beginnt jetzt. Thomas Müller hat gesagt, es wird nicht leicht, den FC Bayern zu schlagen – und genau so müssen wir als FC Bayern auftreten."
Einmal mehr lobte Hainer auch Trainer Julian Nagelsmann. Der 35-Jährige sei in seiner Entwicklung "unheimlich weit. Ein Top-Trainer, der auch gegen Paris bewiesen hat, dass er auf höchstem europäischen Niveau taktisch und strategisch hervorragend agiert", sagte der Münchner Präsident.
Der FC Bayern plane mit Nagelsmann auf jeden Fall "langfristig, weil wir mit ihm etwas aufbauen wollen. Man erkennt einen deutlichen Fortschritt in diesen eineinhalb Jahren. Julian macht es sehr gut. Die Trainer-Diskussion zwischendurch kam von außen, die haben nicht wir vom Zaun gebrochen", betonte Hainer.
Dass der FC Bayern immer wieder ehemalige Spieler in führenden Positionen einbindet, sieht Hainer als "absolutes Plus. Das macht uns stark. Der FC Bayern ist erneuerbare Energie, seit Jahrzehnten eine Quelle mit einer enormen Kraft von innen heraus", betonte der 68-Jährige. Der Rekordmeister erfinde sich "immer wieder neu, indem wir uns auf höchstem Niveau permanent selbst herausfordern und nie zufrieden sind. Ein Traditionsverein zu sein bedeutet ja keineswegs, sich vor dem Fortschritt zu verschließen."
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Optimistisch: Herbert Hainer

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Hainer: Die Bundesliga braucht mehr Stars

Auf die eigene Zukunft blickt Hainer zuversichtlich, ein Thema bereitet ihm jedoch Sorgen.
Der Bayern-Präsident findet der Einbruch der Liga-Einnahmen aus der Auslandsvermarktung sei "alarmierend". Diese liegen bei nur noch rund 160 Millionen Euro. "Wir hatten letzte Saison noch 250 Millionen Euro pro Jahr aus der Auslandsvermarktung, die Premier League generiert mit zwei Milliarden Euro allein in diesem Bereich das Zehnfache. Bei uns hat man sich zu stark auf den Heimatmarkt konzentriert, den Rest nicht mit der nötigen Intensität bearbeitet", sagte Hainer dem "kicker".
Die Bundesliga sei allerdings nur "attraktiv, wenn ihre Klubs performen und auch international überzeugen. Dafür brauchst du gute Spieler", so Hainer: "Wenn der FC Bayern kein Geld mehr hätte, könnte er keine Spieler finanzieren, die höchsten Ansprüchen genügen - dann werden wir unattraktiver. Die Fans wollen Stars sehen. Der Sport lebt von Stars." Deshalb helfe es auch "nichts, wenn man dem FC Bayern Geld wegnimmt und auf die anderen Klubs verteilt. Dann würde sich die Liga auf einem niedrigeren Niveau harmonisieren."
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(SID)
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Nagelsmann bedient aber einsichtig: "Haben verdient verloren"

Quelle: Perform

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