FC Bayern - PSG: Kingsley Coman glänzt in neuer Rolle - großer Gewinner von Julian Nagelsmanns Systemumstellung
Der FC Bayern hat Teil eins des Gipfeltreffens mit PSG im Champions-League-Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain für sich entschieden. Matchwinner war ausgerechnet Kingsley Coman, der in neuer Rolle begeisterte und seinem Ex-Klub ein Déjà-vu der unangenehmen Sorte bescherte. Der Franzose profitierte von Julian Nagelsmanns Taktik-Umstellung und läuft seinen Konkurrenten zunehmend den Rang ab.
Effizienz in Paris: Nagelsmann zufrieden mit Chancenverwertung
Quelle: Perform
Das Schicksal meinte es wahrlich nicht gut mit Paris Saint-Germain.
Ausgerechnet am Valentinstag, dem Tag der Liebe, verpasste der gebürtige Pariser Kingley Coman, der insgesamt zehn Jahre lang in der PSG-Jugend spielte, dem französischen Vorzeigeklub einen Stich ins Herz.
Es war ein Déjà-vu der unangenehmen Sorte für Paris: Bereits im Champions-League-Finale 2020 in Lissabon avancierte Coman zum umjubelten Helden beim FC Bayern im Duell mit seinem Ex-Klub.
Auch am Dienstag reichte dem deutschen Rekordmeister im Achtelfinal-Hinspiel im Parc des Princes ein Treffer des 26-Jährigen, um sich eine glänzende Ausgangslage für das Rückspiel in drei Wochen (8. März) zu verschaffen.
"Das ist meine Heimat, ich bin hier geboren. Ich bin sehr froh über den Sieg, auch wenn ich nicht jubeln konnte", erklärte Coman nach dem knappen 1:0 (0:0)-Sieg bei "Prime Video" und führte weiter aus: "Wir können viel schaffen, wenn wir so spielen. Wir sind auf einem guten Weg."
Dies ist nicht zuletzt auch dem Weltmeister von 2018 zu verdanken.
Coman bestätigt Topform
Der Außenstürmer bestätigte am Dienstagabend seine zuletzt herausragende Form und wurde folgerichtig von der UEFA zum "Man of the Match" ausgezeichnet.
"Coman war in der ersten Halbzeit derjenige, von dem aus Sicht des FC Bayern die größte Gefahr ausging", begründete der Verband im Anschluss seine Entscheidung und lieferte somit ein weiteres Argument neben seinem Siegtreffer.
In der Tat war Coman an nahezu allen gefährlichen Offensivaktionen der Münchner beteiligt. Der 26-Jährige verzeichnete sowohl die meisten Abschlüsse (vier) als auch die meisten Torschussvorlagen (drei) und stellte darüber hinaus den Bestwert in Sachen Flanken (neun) auf.
Das Highlights war jedoch selbstverständlich sein Goldenes Tor in der 53. Minute, als er eine Flanke von Alphonso Davies unter gütiger Mithilfe von PSG-Keeper Gianluigi Donnarumma verwandelte.
Es war sein vierter Treffer in den vergangenen drei Pflichtspielen. Im Kampf um die Plätze auf den Außenbahnen mit Serge Gnabry und Leroy Sané hat Coman derzeit damit klar die Nase vorne. Auch, weil er endlich über einen längeren Zeitraum fit ist.
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Kingsley Coman traf wie im Finale 2020 gegen PSG, verzichtete aber aus Respekt vor seinem Ex-Klub auf ausgelassenen Jubel
Fotocredit: Getty Images
Coman entdeckt defensive Qualitäten
Alles in allem somit ein gelungener Auftritt des Franzosen - und das, obwohl er erneut in ungewohnter Rolle ranmusste.
Wie schon zuletzt in der Bundesliga bot Julian Nagelsmann Coman auch am Dienstag von Beginn an als linken Schienenspieler in einer Fünferkette auf. Obwohl die Bayern zweifelsohne optisch dominierten, fehlte lange Zeit aber die letzte Durchschlagskraft.
"Die Bayern sind überlegen, spielen aber vorne gefällig und nicht gefährlich", konstatierte "Amazon Prime"-Experte Michael Ballack in der Halbzeitpause. Dies sah auch Nagelsmann nach Spielende so: "Wir können sicher noch geradliniger Richtung Tor spielen. Ich hatte das Gefühl, wir waren etwas überrascht, dass wir so viel den Ball hatten."
In der zweiten Halbzeit gelang dies dann besser, was auch daran lag, dass Davies den dieses Mal glücklosen João Cancelo ersetzte und Coman in der Folge auf die rechte Außenbahn rutschte.
Eine Umstellung, die sich auszahlen sollte. Besonders, weil Coman nicht nur offensiv Akzente setzte, sondern auch seine defensiven Qualitäten entdeckte.
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Nagelsmann lässt keine Zweifel zu: Bayern hat PSG lahmgelegt
Quelle: Perform
Auswechslung gegen PSG: Coman gibt leichte Entwarnung
Der Weltmeister von 2018 arbeitete in der Fünferkette vorbildlich mit nach hinten und gewann auf Seiten der Bayern die meisten Zweikämpfe (neun von zwölf).
Dennoch musste der deutsche Rekordmeister gerade in der Schlussphase nach der Einwechslung von PSG-Superstar Kylian Mbappé die eine oder andere bange Minute überstehen, weshalb Coman im Hinblick auf das Rückspiel auf die Euphoriebremse drückte. "Es wird noch schwieriger sein", betonte er.
Die Schlussminuten erlebte der Matchwinner allerdings nur noch von der Ersatzbank aus, da er aufgrund von Wadenproblemen vorzeitig ausgewechselt werden musste (75. für Gnabry). Nach dem Spiel gab der Franzose jedoch leichte Entwarnung. "Ich hoffe, dass es nur ein paar Tage dauert", sagte er bei "Sky".
Bis zum Rückspiel am 8. März (21:00 Uhr im Liveticker) sollte Coman somit genügend Zeit haben, um sich auszukurieren. Möglicherweise kann er seinem Ruf als PSG-Schreck dann erneut alle Ehre machen.
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