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Roberto Firmino verlässt FC Liverpool im Sommer nach acht Jahren - Sein Abschied ist das Ende einer Ära
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Publiziert 15/03/2023 um 08:10 GMT+1 Uhr
Roberto Firmino war in den vergangenen Jahren einer der prägenden Spieler des FC Liverpool. Im Sommer verlässt der Brasilianer, der 2015 von der TSG 1899 Hoffenheim zu den damals im Neustart befindlichen Engländern gewechselt war, den Verein. Nun befinden sich die Reds erneut in einem Umbruch. Denn mit dem Abschied des 31-Jährigen endet die Ära des genialen Offensivtrios Salah, Mané, Firmino.
Klopp ist sich Aufgabe bewusst: "Ein gutes Spiel wird nicht reichen"
Quelle: Perform
Für Roberto Firmino könnte das Achtelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid (21:00 Uhr im Liveticker) nach der 2:5-Pleite im Hinspiel sein letzter Champions-League-Auftritt für den FC Liverpool sein.
Im Sommer läuft der Vertrag des Brasilianers aus. Er wird die Reds verlassen. Sein nächstes Ziel ist noch unbekannt. Jürgen Klopp war nach der Entscheidung von Firmino "etwas überrascht". Der deutsche Coach hätte seinen Routinier gerne länger gehalten.
Ein Abschied sei aber "völlig normal bei einer so langen Beziehung", meinte Klopp vor dem Liga-Match gegen Bournemouth (0:1). Nach Kapitän Jordan Henderson ist der 31-Jährige der dienstälteste Liverpool-Star.
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Mit dem Abgang von Firmino neigt sich eine äußerst erfolgreiche Ära der Reds weiter dem Ende. Der Umbruch ist in vollem Gang.
Trio Salah-Mané-Firmino nicht zu wiederholen
Im vergangenen Sommer läutete Sadio Mané mit seinem Wechsel zum FC Bayern diesen Neuanfang beim FC Liverpool ein. Ab Juli verbleibt einzig Mohamed Salah vom vor einigen Jahren wohl besten Angreifer-Trio des europäischen Fußballs. Nach titelreichen Jahren, darunter 2019 der Erfolg in der Champions League und 2020 die erste Meisterschaft seit 30 Jahren, kämpft Liverpool aktuell in der Liga um den Anschluss an die vorderen Plätze. Die glorreichen Jahre sind erst einmal vorbei.
Auch Klopp gestand sich kürzlich im Bezug auf Firmino, Salah und Mané ein: "Es ist nicht möglich, das zu wiederholen, weil es eine besondere Verbindung war." Es habe einfach "sehr gut funktioniert. Jeder konnte seine 100-prozentige Stärke ausspielen. Das System, das wir für die Jungs gefunden haben, hat ihnen allen geholfen."
Als Ersatz wurden bereits einige Spieler verpflichtet, darunter zuletzt Darwin Nuñez und Cody Gakpo. Doch der britische Eurosport-Redakteur Ibrahim Mustapha glaubt, dass Firmino diesen Nachwuchsstars vor allem in einem Bereich überlegen ist: "Er ist immer noch zuverlässiger als seine potenziellen Ersatzspieler im Sturm."
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Roberto Firmino, Mohamed Salah und Sadio Mané prägten eine Liverpooler Ära
Fotocredit: Getty Images
Firmino bleibt großer Fan-Liebling
Der 31-Jährige könne "sicherlich noch seinen Beitrag leisten. Vor allem, weil er so vielseitig ist. Auch wenn er nicht mehr regelmäßig in der Startelf steht", ergänzte Mustapha. Nuñez und Gakpo müssten sich noch eingewöhnen, Luis Díaz und Diogo Jota wurden in dieser Saison zudem von Verletzungen zurückgeworfen.
Besonders bei den Fans gehört Firmino nach wie vor zu den absoluten Lieblingen. "Er wird sicherlich als Vereinslegende in die Geschichte eingehen. Viele Fans, die ihn liebevoll 'Bobby' nennen, sind sehr traurig, dass er den Verein verlässt", berichtete der englische Fußball-Experte: "Nicht nur, weil sie glauben, dass er immer noch seinen Beitrag leisten kann, sondern auch, weil es sich nach dem Weggang von Mané im Vorjahr so anfühlt, als würde eine der wichtigsten Stürmerreihen in der Vereinsgeschichte aufgelöst".
Auch beim 7:0-Derbysieg gegen Manchester United Anfang März wurde das Tor des ehemaligen Hoffenheimers zum Endstand von den Liverpooler Anhängern am lautesten gefeiert. Firmino werde daher sicher einer der Spieler sein, "bei dem sich die Leute sogar freuen, wenn er mit einer gegnerischen Mannschaft kommt", meinte Klopp. Auch das Lied der Fans für ihre Nummer neun werde "noch lange, lange in den Ohren aller sein".
Firmino - Herz und Seele der Reds
Der Einfluss des Offensivspielers auf die zurückliegenden Erfolge könne nicht hoch genug eingeschätzt werden, erklärte Mustapha: "Er war über Jahre hinweg ein wesentlicher Bestandteil des Liverpooler Erfolgs. Obwohl er nicht ganz so viele Tore erzielt hat wie Mané und Salah (120 bzw. 178 Tore, Anm. d. Red.), wurde ihm oft nachgesagt, dass er der härter arbeitende Selbstlosere des Trios ist."
Firmino, oft als Herz und Seele des Vereins bezeichnet, sei eher darauf bedacht gewesen, "etwas zu kreieren" und habe "großartige Fähigkeiten abseits des Balls, um Chancen für seine Teamkollegen zu eröffnen". Seine 79 Torvorlagen verdeutlichen diese wichtige Rolle des Brasilianers. Selbst erzielte Firmino, der 2015 für 41 Millionen Euro aus Hoffenheim gekommen war, in 355 Spielen für die Reds 108 Treffer. Auch in dieser Saison kommt der Routinier trotz weniger Einsätze auf zehn Tore und fünf Vorlagen in 28 Spielen.
Neben der MLS wurde zuletzt über einen Wechsel zu Inter Mailand, Atlético Madrid oder sogar Cristiano Ronaldos Al-Nassr spekuliert. Doch in Liverpool will man sich vorerst noch nicht auf den bevorstehenden Weggang von Firmino konzentrieren. "In diesem Moment ist keine Zeit für einen Abschied oder Ähnliches, dafür ist später in der Saison noch genug Zeit", stellte Klopp klar.
Zunächst wollen die Engländer auswärts im Santiago Bernabéu das beinahe Unmögliche schaffen und trotz klarer Hinspielniederlage ins Viertelfinale einziehen. Vielleicht kann dabei auch Firmino noch einmal sein Können am Ball zelebrieren. Ein letzter Tanz in Rot.
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