Barcelona scheidet gegen PSG im Champions-League-Viertelfinale aus - Ilkay Gündogan attackiert Ronald Araújo
Der FC Barcelona scheitert im Viertelfinale der Champions League an Paris Saint-Germain und liegt in Trümmern. Die spanische Presse spricht von einer "Implosion", Trainer Xavi Hernández lässt kein gutes Haar am Schiedsrichter. Ilkay Gündogan sucht und findet die Gründe für den Königsklassen-K.o. jedoch in der eigenen Mannschaft - und dürfte damit vor allem bei Teamkollege Ronald Araújo anecken.
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Quelle: Perform
Schluss. Aus. Vorbei.
Der FC Barcelona streicht im Champions-League-Viertelfinale gegen PSG (3:2 im Hinspiel; 1:4 im Rückspiel) die Segel und muss nach Liga (acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Real Madrid) und Copa del Rey auch die letzte Titelhoffnung begraben.
Dabei hatten die Katalanen auf dem Berg Montjüic mit dem 1:0 durch Raphina (12.) einen Start nach Maß hingelegt und das kumulierte Gesamtergebnis aus Hin- und Rückspiel auf 5:3 gestellt. Der Platzverweis von Ronald Araújo in der 28. Minute markierte dann jedoch den frühen Wendepunkt im Duell der Schwergewichte und rollte PSG den roten Teppich aus.
"Ein Hauch von Revanche - eine kleine 'Remontada' nach Pariser Art", titelte die "L'Equipe" in Anspielung an das epische Achtelfinal-Duell beider Mannschaften im März 2017, als Barcelona nach 0:4 im Hinspiel dank eines 6:1 im Rückspiel noch in die nächste Runde einzog.
Sieben Jahre später drehte PSG nun den Spieß um - wenn auch etwas weniger spektakulär - weil "Barça implodierte", wie die "Daily Mail" urteilte.
Gündogan kritisiert Araújo scharf
Der Frust auf Seiten der Katalanen war schon wärend der Partie riesig und entlud sich unter anderem in einem denkwürdigen Xavi-Ausraster, der nach einem beherzten Tritt gegen eine Werbetafel auf die Tribüne geschickt wurde.
Nach dem Spiel ließen vor allem die Aussagen Ilkay Gündogan tief blicken. "Ich bin enttäuscht, sehr enttäuscht. Wir waren in einer so guten Ausgangslage, nicht nur nach dem Hinspiel, auch nach unserem ersten Tor", erklärte der DFB-Kapitän im Interview mit dem Sender "CBS".
Man habe PSG den Sieg "einfach geschenkt. Das enttäuscht mich am meisten", fuhr Gündogan fort, bevor er seinen Teamkollegen Araújo ins Visier nahm.
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Araújo fliegt nach Notbremse vom Feld
Fotocredit: Getty Images
"Wenn er ihn gefoult hat, ist es eine Rote Karte. Ich habe die Wiederholung nicht gesehen, deswegen weiß ich nicht, ob es ein Foul war. Aber ich denke, in diesen entscheidenden Momenten muss man sich sicher sein, an den Ball zu kommen. Und wenn du nicht an den Ball kommst, musst du wegbleiben", kritisierte Gündogan die spielentscheidende Situation, Araújos Einsteigen im Duell mit PSG-Profi Bradley Barcola.
Der Uruguayer habe laut Gündogan schlicht und ergreifend falsch gehandelt. "Ich bevorzuge es natürlich, da ein Tor zuzulassen oder aber ein Eins-gegen-Eins mit dem Torhüter zu riskieren. Gib uns eine Möglichkeit, lass unseren Torhüter die Situation retten oder lass das Tor zu, weil so früh im Spiel ein Mann weniger zu sein, killt dich einfach."
Xavi legt sich mit Schiedsrichter an
Weniger einsichtig zeigte sich Trainer Xavi, der den rumänischen Schiedsrichter Istvan Kovacs als Alleinschuldigen für den Barça-Untergang ausgemacht hatte.
Es sei "eine Schande", das die Champions-League-Saison seiner Mannschaft "wegen der Fehler des Schiedsrichters" beendet wurde, klagte der Welt- (2010) und Europameister (2008, 2012). "Ich habe dem Schiedsrichter gesagt, dass er eine Katastrophe war."
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Xavi schimpft nach Aus gegen PSG: Rote Karte "war unnötig und unfair"
Quelle: Perform
Der 44-Jährige spreche "nicht gerne über Schiedsrichter, aber es ist ein Symbol dieser Saison, und das muss gesagt werden", fuhr er fort.
Xavi-Frust: Ein Sinnbild der Barça-Saison
Ebenfalls ein Symbol dieser Saison ist das Bild der frustrierten Vereinslegende Xavi. Eine für Barcelona-Verhältnisse schwache Hinrunde (41 Punkt, sieben Punkte hinter Real Madrid und FC Girona) hatte Xavi dazu verleitet, Ende Januar dieses Jahres sichtlich entnervt seinen Rücktritt zum Saisonende zu verkünden.
"Es ist grausam. Man hat oft das Gefühl, nicht respektiert zu werden", beschwerte sich Xavi damals. Die Arbeit werde "nicht wertgeschätzt", dies sei "eine schreckliche Belastung für die geistige Gesundheit. Die Energie geht immer weiter zurück, bis zu dem Punkt, an dem du sagst, dass es keinen Sinn macht".
Mit dem Aus im Viertelfinale der Königsklasse biegt nun auch die Amtszeit des Katalanen bei seinem Herzensverein auf die Zielgeraden ein. Am Sonntag steht in der Liga der Clásico bei Real Madrid an - angesichts von acht Punkten Rückstand sind die Hoffnungen allerdings eher klein, den Erzrivalen noch abzufangen und Xavi zum Abschied eine Trophäe zu schenken.
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