Borussia Dortmund auf Monsterjagd in Eindhoven: "PSV derzeit das Maß aller Dinge in den Niederlanden"

Borussia Dortmund steht im Achtelfinale der Champions League eine knifflige Aufgabe bevor. Mit der PSV Eindhoven mag der BVB nicht das schwerste Los erwischt haben, tatsächlich aber ist der Primus der Eredivisie - zumindest im Hinspiel - favorisiert. Aus gutem Grund: Coach Peter Bosz hat ein Monster im positiven Sinne erschaffen, das seine Gegner sportlich frisst. Der BVB braucht starke Nerven.

"Haben Riesenrespekt": Terzic schwärmt von PSV

Quelle: Perform

Europapokal-Therapie in Eindhoven - Borussia Dortmund hofft beim Wiedersehen mit seinem Ex-Trainer Peter Bosz in grauen Ligatagen auf sein strahlendes Champions-League-Gesicht.
"PSV ist derzeit das Maß aller Dinge in den Niederlanden", warnte Sportdirektor Sebastian Kehl. Zurecht. Nach 22 Spieltagen stehen 20 Siege und zwei Remis zu Buche für Eindhoven, das Torverhältnis lautet 70:10.
"Wir haben großen Respekt vor der PSV. Sie sind sehr schnell, dribbelstark, torgefährlich. Um das alles zu haben, braucht man eine gute Idee, gute Spieler und Selbstvertrauen", stimmte Coach Edin Terzic in die Lobeshymne ein.
Erschwerend kommt für Schwarz-Gelb hinzu: Vor dem Achtelfinal-Hinspiel am Dienstag (21:00 Uhr im Ticker) im ausverkauften Philips Stadion hat sich der BVB in der Bundesliga kaum Rückenwind erspielt. Es braucht also starke Nerven, um der niederländischen Offensivmaschine auswärts die Stirn zu bieten.
Zwar ist die Borussia im neuen Jahr gegen maximal mittelmäßige Gegner noch ungeschlagen, doch 17 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze sind mehr als ernüchternd.

Eindhoven? "Attraktiv und herausfordernd"

Wie gut also, dass es die Champions League gibt. Aus der wahrscheinlich schwierigsten Gruppe mit Paris St. Germain, Newcastle United und der AC Mailand ging der deutsche Vize-Meister als überraschender Sieger hervor. Da wirkt Eindhoven trotz der souveränen Tabellenführung in der Eredivisie doch besiegbar: "Attraktiv und herausfordernd", wie Kehl das Los direkt nach der Auslosung nannte.
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Es läuft für Luuk De Jong, Hirving Lozano und die PSV Eindhoven

Fotocredit: Getty Images

Bosz ist mit seinem kompromisslosen Vollpressing-Ansatz in Dortmund 2017 innerhalb weniger Monate gescheitert, die prägendste Erinnerung blieb das bis heute unglaubliche 4:4 gegen Schalke 04 nach 4:0-Führung.
Bei der PSV allerdings läuft es für ihn wie am Schnürchen: Der als Werksverein des Philips-Konzerns gegründete Klub gewann seine ersten 16 Saisonspiele, er hat aus 22 Spielen 62 von 66 möglichen Punkten geholt.
"Wir haben den BVB gut analysiert. Wir wissen, wie wir ihnen wehtun können und worauf wir achten müssen", gab Bosz einen Tag vor dem Achtelfinale zu Protokoll. Klang fast wie eine Drohung, und zwar eine mit Substanz.

Malen heiß auf PSV: "Fühlt sich wie eine Heimkehr an"

Denn: Der frühere Bayern-Spieler Malik Tillman zieht in Nordbrabant erfolgreich die Fäden im Mittelfeld, er spielt die Pässe auf Torjäger Luuk de Jong. "Dortmund wird schon sehen, was hier passiert", schaltete auch der US-Nationalspieler im "kicker" in den Angriffsmodus: "Wir wollen auf jeden Fall auch weiterkommen."
Das gilt auf Dortmunder Seite für einen Spieler ganz besonders. Donyell Malen hält den BVB mit seinen neun Toren in der Liga auf Champions-League-Kurs - und er hat früher für PSV gespielt.
"Es ist besonders für mich. Ich bin in froher Erwartung", sagte er vorab: "Es fühlt sich wie eine Heimkehr an." In der Champions League käme sein erstes Saisontor gerade recht - allerdings hatte Malen zuletzt leichte Knieprobleme und saß beim 1:1 in Wolfsburg auf der Bank. Der Niederländer habe seine Knieprobleme inzwischen auskuriert und fühle sich "viel besser", gab Terzic grünes Licht.
So oder so: Auf dem Weg nach Wembley ist die PSV Eindhoven auch für einen BVB, bei dem nicht alles rund läuft, keine unüberwindbare Hürde. "Wir müssen alles geben", forderte Kehl vor der kurzen 170-Kilometer-Anreise: "Wer in den beiden Spielen nicht performt, ist raus."
Die Jagd auf das Monster kann beginnen.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
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(mit SID)
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Terzic erklärt Philosophie vor PSV: "Zweites Tor durch Konter"

Quelle: Perform

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