Borussia Dortmund - BVB-Euphorie nach Viertelfinal-Coup gegen Atlético Madrid: "Eine unglaubliche Nacht"

Nach elf Jahren hat Borussia Dortmund zum ersten Mal wieder den Einzug ins Halbfinale der Champions League geschafft. Ein spektakulärer 4:2-Sieg gegen Atlético Madrid im Rückspiel des Viertelfinales ermöglichte dem BVB das Weiterkommen. Nach Abpfiff zeigten sich Spieler und Verantwortliche euphorisiert und blickten bereits in Richtung des Endspiels im Wembley-Stadion. Die Stimmen.

Terzic lobt BVB-Mentalität: "Den Glauben niemals verloren"

Quelle: Perform

Borussia Dortmund ist ein spektakulärer 4:2-Sieg im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinales gegen Atlético Madrid gelungen, der gleichbedeutend mit Einzug in die Vorschlussrunde der Königsklasse ist.
Dabei schüttelte der BVB sowohl den Anschluss- als auch den Ausgleichstreffer nach einer 2:0-Führung zur Pause ab und zog das Spiel durch Tore von Niclas Füllkrug (71.) und Marcel Sabitzer (74.) innerhalb von drei Minuten spät auf seine Seite.
Nach Abpfiff schwärmte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei "Prime Video" von der Leistung seines Teams: "Das ist ein stolzer Tag für alle Borussen, das war eine Achterbahnfahrt. Riesenkompliment an die Mannschaft. So zurückzukommen, das muss man erstmal schaffen."
Verständliche Emotionen - schließlich wären die Schwarz-Gelben nach der 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel mit dem zwischenzeitlichen Gegentreffer zum 2:2 raus aus der Königsklasse gewesen.

Terzic: "Wie wir zurückgekommen sind, wow"

Cheftrainer Edin Terzic genoss zwar den Moment, konnte über den zwischenzeitlichen Einbruch nach der Pause jedoch nicht vollends hinwegsehen.
"Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass wir immer an uns glauben wollen. Wir haben eine unglaublich gute erste Halbzeit gespielt, wir haben alles gezeigt, was es braucht, um ins Halbfinale einzuziehen. Nach der Halbzeit haben sie umgestellt und es gab das unglückliche Eigentor", so der 41-Jährige.
Dennoch wollte er sich nach dem Comeback seines Teams nicht auf die negativen Aspekte des Spiels konzentrieren, sondern lobte stattdessen die Nehmer-Qualitäten seiner Mannschaft: "Wie wir dann zurückgekommen sind, wow! Wir haben es geschafft, vier Tore gegen Atlético zu schießen, das kann auch nicht jeder. Es war eine unglaubliche Nacht."
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Terzic jubelt nach Halbfinaleinzug: "Fantastischer Abend für alle"

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Füllkrug nach Sieg überwältigt

Auch Füllkrug zeigte sich nach dem Spiel überwältigt: "Es war magisch, ich versuche immer, in Interviews nicht zu euphorisiert zu sein. Aber heute war es magisch, das Stadion hat gebrannt. Wir hatten in der zweiten Halbzeit Probleme mit ihren Umstellungen, da haben wir den Faden verloren. Aber wir hatten immer unfassbare Bereitschaft. Das war heute der Schlüssel", sagte er bei "Prime Video".
Dass er ausgerechnet im Showdown um das Champions-League-Viertelfinale seine neun Spiele andauernde Torflaute beendete, war für den Stürmer eine besondere Genugtuung, wie er durchblicken ließ:
"Das war Wahnsinn, weil es so wichtig war. Wenn man die ganze Saison sieht, wenn man bedenkt, wo ich herkomme und was ich erlebt habe während meiner Karriere, dann ist es scheißegal, ob ich neun Spiele nicht getroffen habe. Ich bin am 30. August hierhin gewechselt und habe seitdem immer versucht, mein Bestes zu geben. Heute war es ein wichtiges Tor und ein kleiner Brustlöser für die nächsten Spiele", erklärte der amtierende Bundesliga-Torschützenkönig weiter.

BVB: Alle lieben Sabitzer

Julian Brandt, der mit seinem Tor zum 1:0 ein frühes Zeichen gesetzt hatte, stellte vor allem die Anhänger in den Vordergrund: "Die Fans haben, seit ich hier bin, nie enttäuscht. Aber solche Nächte sind speziell, die ganze Champions-League-Saison ist speziell. In die ganzen glücklichen Gesichter zu sehen, ist eine Genugtuung."
Mit der Auszeichnung zum Mann des Spiels konnte sich der 27-Jährige trotz seines Treffers nicht so recht anfreunden. Seiner Meinung nach hätte ein anderer BVB-Star gekürt werden müssen. "Alle Jungs haben ein wahnsinns Spiel gemacht. Ich habe zwar die Trophäe bekommen, aber für mich ist Marcel Sabitzer der Spieler des Spiels", sagte Brandt bei "Prime Video".
In eine ähnliche Kerbe stieß Watzke, der die Entwicklung des Sommer-Neuzugangs nach schleppendem Beginn in Dortmund lobte: "Der war in den letzten Spielen schon gut, heute hat er es veredelt. Dafür haben wir ihn geholt. Es ist ein klares Zeichen dafür, dass man einem Spieler auch mal Zeit geben muss. Er ist überragend."
Auch für Trainer Terzic war Sabitzers famose Leistung eine der Hauptgründe für den Erfolg seiner Mannschaft. "Wir haben schon viele gute Spiele von ihm gesehen, das ist kein Zufall, sondern eine brutale Qualität. Wir hoffen, dass er das aufrechterhalten kann. Damit hilft er uns enorm", erklärte der 41-Jährige.

Füllkrug und Brandt selbstbewusst

Gleichzeitig ging der Blick bei den Dortmundern bereits nach vorne in Richtung Halbfinale gegen Paris Saint-Germain, das parallel den FC Barcelona eliminiert hatte.
"Wir haben schon zweimal gegen sie gespielt. In Paris haben wir ein sehr schlechtes Spiel gemacht, zuhause haben wir 1:1 gespielt", sagte Brandt, bevor er selbstbewusst ankündigte: "Wir nehmen uns vor, jetzt mal einen Sieg zu holen. Wir sind im Halbfinale, da macht es keinen Sinn, zu verlieren."
Das sah auch Füllkrug so, der sich ebenfalls nicht davor scheute, das Champions-League-Endspiel im Wembley-Stadion in London als neues Ziel für den BVB auszurufen. Schließlich sei es "Quatsch, das nicht auszusprechen", befand der Stürmer nach dem Spiel.
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Quelle: Perform

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