BVB: Mats Hummels ist in Dortmund nicht totzukriegen - Weinprobe gegen die Stars von Paris Saint-Germain

Mats Hummels ist wie guter Wein: Er wird mit den Jahren weiß Gott nicht schlechter. Beim BVB überzeugt der Innenverteidiger auch mit 34 Jahren als Leistungsträger und (unbequemes) Sprachrohr. Das spielt derzeit auch Trainer Edin Terzic in die Karten. Wenn Borussia Dortmund am Abend in der Champions League bei Paris Saint-Germain aufläuft, wird der Oldie dem ultimativen Stresstest unterzogen.

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Quelle: Perform

Da war er wieder: Viertel vor Vier am Samstag in Freiburg, Mats Hummels köpft zum 1:0 (11.) von Borussia Dortmund ein und zeigt danach entschlossen die Jubel-Faust.
Für den 34-Jährigen ein Meilenstein: Hummels traf damit in seiner 16. Bundesliga-Spielzeit in Folge - geteilter Rekord mit Michael Zorc, Bernd Nickel, Willi Neuberger, Holger Fach und Olaf Thon, die jedoch allesamt offensiver spielten als der Dortmunder Innenverteidiger.
Für den BVB gleich doppelt wichtig: Hummels stocherte später den Ball in der 88. Minute auch noch zum vorentscheidenden 3:2 (Endstand: 4:2) über die Linie und avancierte damit zum Matchwinner. "Wir wissen, dass er immer für fünf, sechs Saisontore gut ist", meinte Trainer Edin Terzic nach der Partie mit einem anerkennenden Schmunzeln.
Es ist schon paradox: Saison für Saison dichtet man Hummels an, nun wirklich zum alten Eisen und damit jetzt eher auf die Bank als in die Startelf zu gehören. Doch dann spielt der gebürtige Münchner doch wieder konstant in der ersten Elf, überzeugt durch Leistung, schießt Tore und stellt sich auch als Führungsspieler verbal ins Rampenlicht.

Hummels bleibt unbequem

Statt sich nach dem Sieg im Freiburg im Lichte des Matchwinners zu suhlen, legte Hummels gleich den Finger in die Wunde. "Wir haben die Aktivität gegen den Ball vermissen lassen, haben Freiburg so stärker gemacht. Wir müssen es einfach schaffen, im Mittelfeld den Gegner zu dominieren", ärgerte er sich über den Umstand, dass Dortmund nach dem Führungstor doch wieder 1:2 zurücklag.
Das Problem gebe es, "seitdem ich hier bin", sagte der Verteidiger, der 2019 vom FC Bayern zum BVB zurückgekehrt war. "Wenn wir einen Schritt nach vorne machen wollen, müssen wir es schaffen, den Gegner im Mittelfeld zu dominieren und auch mal spielerisch auseinanderzunehmen", forderte er.
Eine Ansage, die bei den Teamkollegen angekommen sein dürfte. Hummels' Wort hat in Dortmund nämlich immer noch Gewicht. Nach dem blamablen 2:2 gegen Aufsteiger Heidenheim, bei dem der BVB eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatte, habe es zwischen Terzic und Hummels ein "offenes Gespräch" gegeben, bestätigte der Trainer.
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Mats Hummels traf in Freiburg zum 1:0

Fotocredit: Getty Images

Terzic lobt seinen Anführer

Mit positivem Effekt. "Das Learning war, dass in so einer Phase jemand wie Mats Hummels einer Mannschaft richtig guttun kann, um die Positionsdisziplin und die Pässe einzufordern", sagte Terzic: " Es hilft, jemanden auf dem Platz zu haben, der schon nahezu alles erlebt hat im Fußball."
Gegen Freiburg habe Hummels entsprechend einen "richtig guten Job gemacht", befand der Coach.
Den soll er auch am Dienstag machen, wenn es in der Champions League bei Paris Saint-Germain (21:00 Uhr im Liveticker) zum Ernstfall kommt. Dann wird Hummels, der wie ein Wein guten Jahrgangs nicht Güte zu verlieren scheint - eher im Gegenteil -, auf die PSG-Probe gestellt.

Hummels gegen Mbappé auf dem Prüfstand

Gegen Angreifer der Marke Kylian Mbappé wird man auf Top-Niveau sehen, wie es um Hummels' angebliche Geschwindigkeitsdefizite bestellt ist und ob es für den 2014er Weltmeister noch reicht, auf höchster europäischer Ebene zu bestehen.
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Quelle: Perform

Es scheint fast so, als habe sich der Innenverteidiger für die eben angelaufene Spielzeit nochmal einiges vorgenommen.
Aus dem Dortmunder Umfeld heißt es, dass das einen bestimmten Grund haben könnte: Angeblich spielt Hummels mit dem Gedanken, seine Karriere nach dieser Saison zu beenden. Sein Vertrag beim BVB läuft kommenden Sommer aus.

EM 2024 als heimliches Ziel?

Als krönenden Abschluss könnte Hummels noch auf eine Teilnahme an der Heim-EM spekulieren - je nachdem, wie der neue Bundestrainer plant. Auch wenn das aktuell noch nicht jeder so sehen mag.
"Ich sage: Ein Kevin Behrens hat schon vier Tore erzielt, wurde aber auch nicht eingeladen. Mats sollte erst einmal verletzungsfrei bleiben und konstant seine Leistung bringen", schrieb zum Beispiel TV-Experte Lothar Matthäus unlängst in seiner "Sky"-Kolumne.
Sollte sich Hummels beim BVB jedoch weiter gegenüber Nico Schlotterbeck und Niklas Süle behaupten, hat der 34-Jährige schlagkräftige Argumente auf seiner Seite.
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"Absolute Knallergruppe": Kehl heiß auf Champions League

Quelle: Perform

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