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FC Bayern nach Ausfall von Leon Goretzka von Personalsorgen geplagt: Trainer Thomas Tuchel muss kreativ werden
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Publiziert 23/10/2023 um 17:29 GMT+2 Uhr
Die Personalsorgen des FC Bayern München werden immer größer. Nach dem Ausfall von Leon Goretzka klafft nun im Zentrum des Rekordmeisters eine Lücke. Trainer Thomas Tuchel dürfte sich in seiner Kritik am (zu?) dünnen Kader bestätigt fühlen. Er muss jetzt im Champions-League-Spiel bei Galatararay Istanbul Kreativität beweisen und Lösungen finden. Ein Blick auf die Optionen.
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"Der Kader ist ein bisschen dünn, ein bisschen wenig." Anfang September hatte Trainer Thomas Tuchel zum wiederholten Male sorgenvoll auf die dünne Personaldecke des FC Bayern geblickt.
Ende Oktober muss man sagen: Die Sorgen waren berechtigt. Die Ausfallliste ist enorm, das bayrische Lazarett um Serge Gnabry (Unterarmbruch), Raphaël Guerreiro (Muskelfaserriss), Dayot Upamecano (Oberschenkelverletzung) wurde nun durch Leon Goretzka (Handbruch) ergänzt.
Immerhin: Noussair Mazraoui (muskuläre Probleme) war beim Abschlusstraining dabei. "Wenn keine Reaktion über Nacht auftaucht, kann er spielen", sagte Tuchel. Zeit zum Klagen bleibt ohnehin nicht. Zumindest stieß Tuchels Lamenti nach Uli Hoeneß nun auch TV-Experte Dietmar Hamann sauer auf.
"Diese ewige Jammerei, ich kann das wirklich nicht mehr hören, weil das natürlich auch für den Verein und die Mannschaft nicht gut ist. Ich würde das nicht gerne hören wollen, wenn ich Spieler bin. Du musst die Spieler stark machen, die starkreden", monierte der 50-Jährige bei "Sky" Tuchels Einstellung.
Goretzka-Ausfall macht Bayern Kopfzerbrechen
Wenn man's für den Bayern-Trainer ins Positive drehen will: Jetzt kann er seine Extraklasse unter Beweis stellen, jetzt kann Tuchel kreativ werden.
Besonders klaffend ist die Lücke in der Zentrale des Rekordmeisters. "Wir haben nicht viele Möglichkeiten", erklärte Tuchel nach dem mit Blick auf die Verletzung von Goretzka.
Klar ist: Die übliche Doppelsechs bestehend aus dem 28-Jährigen und Joshua Kimmich wird auf absehbare Zeit nicht zusammen auflaufen können. Ersatzmann Konrad Laimer muss derzeit auf der rechten Außenverteidigerposition aushelfen - das bleibt mutmaßlich auch so, wenn Mazraoui (noch) nicht von Beginn an spielen kann.
Alleiniger Sechser oder Musiala tiefer?
Tuchel steht dann vor einer entscheidenden Frage: Baut der Erfolgstrainer auf einen alleinigen Sechser oder muss ein Spieler in ungewohnter Rolle agieren?
Bei einer Systemumstellung zum 4-3-3 könnte etwa Kimmich die defensive "holding six" bekleiden, während zwei Achter wie Jamal Musiala und Thomas Müller in den Halbräumen des zentralen Mittelfelds neben offensiven Pflichten vermehrt auch Defensivaufgaben übernehmen müssten.
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Sollte Tuchel das System nicht ändern wollen, so könnte in einer offensiven Ausrichtung Musiala auch auf der Doppelsechs neben Kimmich auflaufen. Die Alternative: Youngster Aleksandar Pavlovic (19) bekommt seine Chance.
Schenkt Tuchel einem Youngster das Vertrauen?
Nachwuchstalente wie der Sechser oder Linksverteidiger Frans Krätzig haben von Tuchel schließlich vor der Saison Einsatzzeiten in Aussicht gestellt bekommen. "Sie werden ihre Minuten bekommen. Sie trainieren mit uns und zeigen gutes Niveau", sagte der Trainer damals.
Bislang durfte einzig Krätzig schon erste Profi-Minuten sammeln. Pavlovic fehlt es an Spielpraxis; bei Bayern II stand er erst zweimal in der Startelf, zuletzt am 29. August in Vilzing. Bei den Profis saß er viermal 90 Minuten auf der Bank.
Dass Tuchel ihm im Hexenkessel von Instabul das Vertrauen schenkt, darf bezweifelt werden. Bleibt die Option, Laimer ins Mittelfeld zu stellen und Bouna Sarr als Rechtsverteidiger aufzubieten.
Sarr als weitere Option
Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Goretzka kam der 31-jährige Senegalese am Samstag zu seinem diesjährigen Liga-Debüt. Zuvor war er schon im DFB-Pokal-Spiel in Münster eingewechselt worden.
In der Vorsaison stand er dagegen verletzungsbedingt nur zwei Minuten auf dem Feld - dass er am Dienstag 90 Minuten auf Champions-League-Niveau durchhält, darf bezweifelt werden.
Doch wie Tuchel auch entscheidet: Er wird seine Kreativität beweisen müssen.
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