FC Bayern Real Madrid - die FCB-Stars in der Einzelkritik: Leroy Sané wie aufgedreht, Min-jae Kim erlebt Fiasko

Der FC Bayern München hat sich durch ein 2:2 (0:1) gegen Real Madrid im Halbfinal-Hinspiel der Champions League alle Chancen erhalten, um ins Endspiel in Wembley einzuziehen. Vor allem Flügelflitzer Leroy Sané und der nimmermüde Konrad Laimer auf der Doppelsechs kurbelten das Spiel des deutschen Rekordmeisters an. Einen gebrauchten Tag erwischte Min-jae Kim. Die Bayern in der Einzelkritik.

Tuchel kritisiert Kim: "Er hat zu aggressiv spekuliert"

Quelle: Perform

Der Bann ist gebrochen: Erstmals seit Oktober 2023 trug sich Leroy Sané beim 2:2 gegen Real Madrid wieder in die Torschützenliste beim FC Bayern ein.
Der Flügelstürmer belohnte sich mit einer feinen Einzelaktion und traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich gegen Real.
Eine überragende Leistung zeigte einmal mehr Konrad Laimer. Der 26-Jährige strahlte in jedem Zweikampf Aggressivität und Präsenz aus. "Ein Vorbild", lobte Ex-Bayern-Stürmer Miroslav Klose bei "Amazon Prime".
Für Min-jae Kim war es derweil ein Tag zum Vergessen. Der Innenverteidiger war an beiden Gegentoren beteiligt, sah die Gelbe Karte und wirkte insgesamt sehr unglücklich.

DIE BAYERN-STARS IN DER EINZELKRITIK

Manuel Neuer: Der 38-Jährige versuchte, mit klugen Pässen das Spiel der Bayern anzukurbeln. Bei den Real-Toren war Neuer komplett chancenlos. Zu Beginn der zweiten Hälfte reagierte der Schlussmann in Weltklassemanier bei einem abgefälschten Schuss von Kroos (51.) und später bei einem gefährlichen Versuch aus kurzer Distanz von Vinícius Júnior (79). Letztlich waren es die Paraden von Neuer, die das Remis sicherten.
  • Note: 2
Joshua Kimmich: Der Nationalspieler machte seine Sache auf der rechten Verteidigerposition gut, konnte dem Spiel nach vorne aber nur wenige Impulse geben. Ein unauffälliger Auftritt des 29-Jährigen.
  • Note: 3
Min-jae Kim: Der Südkoreaner begann gut, ließ sich aber beim Traumpass von Toni Kroos zu weit rausziehen und verlor dadurch Real-Angreifer Vinícius Júnior aus den Augen. Der Brasilianer schlug eiskalt zu und traf zum 1:0 für die Gäste. Auch in der zweiten Halbzeit leistete sich Kim ein, zwei Wackler in der Abwehr, die allerdings nicht bestraft wurden - so wie in der 78. Minute, als ihm erneut Vinícius Júnior entwischte und fast getroffen hätte. Wenig später foulte Kim dann Rodrygo im Strafraum und sah die Gelbe Karte. Den Strafstoß verwandelte Vinícius Júnior zum Endstand (83.). Für Kim war es ein Abend zum Vergessen.
  • Note: 5
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Tuchel: "Real hat das auch mit anderen gemacht"

Quelle: Perform

Eric Dier: Der Innenverteidiger präsentierte sich abgeklärt in den Zweikämpfen, leistete sich nur wenige Fehler. In der zweiten Halbzeit hatte Dier nach einer Ecke die Riesenchance, per Kopf auf 3:1 zu erhöhen. Der Engländer schaltetet sich immer wieder ins Offensivspiel ein.
  • Note: 2,5
Noussair Mazraoui: Licht und Schatten beim Marokkaner. In der 43. Minute kam er gegen Bellingham zu spät und foulte den Engländer knapp vor dem eigenen Strafraum. Mazraoui sah Gelb und hatte Glück, dass der Freistoß von Rodrygo kurz vor der Pause in der Mauer hängen blieb. Mazaroui war sichtlich bemüht, sich auch in die Offensive einzuschalten.
  • Note: 3
Konrad Laimer: Der Österreicher ging gewohnt couragiert in die Zweikämpfe, sorgte für viele Ballgewinne. Laimer bildete in der ersten Hälfte zusammen mit Goretzka eine stabile Doppelsechs, die Jude Bellingham ein ums andere Mal abkochte. Der 26-Jährige bereitete zudem den Ausgleichstreffer von Sané mit einer Spielverlagerung auf den rechten Flügel vor. Laimer spulte ein irres Pensum ab und ging bis zum Schluss bissig in jedes Duell. Topleistung des defensiven Mittelfeldspielers.
  • Note: 2
Leon Goretzka (bis 45.): Der 29-Jährige war zu Beginn sehr präsent, stand seinen Gegenspielern auf den Füßen. Dazu schaltete sich Goretzka immer wieder ins Offensivspiel ein, einen Kopfball (38.) nach Ecke von Joshua Kimmich setzte er drüber. Mitunter übte der Nationalspieler auf der Doppelsechs aber zu wenig Druck auf die Real-Offensive aus. Nach der Pause musste er für Guerreiro weichen.
  • Note: 3,5
Leroy Sané (bis 87.): Volldampf von Beginn an. Der Nationalspieler hatte in der 1. Minute die erste Großchance der Partie und bereitete kurz darauf eine Gelegenheit von Kane vor. Sané, obwohl angeschlagen, sorgte mit seiner Technik und seinem Tempo für jede Menge Gefahr. In der 53. Minute zog der 28-Jährige vom rechten Flügel in die Mitte und drosch die Kugel mit Urgewalt zum Ausgleich in die Maschen - ein Geniestreich.
  • Note: 2
Thomas Müller (bis 80.): Die Klub-Ikone stand beim 150. Champions-League-Spiel in der Startelf. Müller war emsig wie eh und je, konnte aber keine Akzente setzen. In der Schlussphase nahm ihn Thomas Tuchel runter und brachte Serge Gnabry.
  • Note: 3,5
Jamal Musiala: Zunächst eher unauffällig, dann aber mit einem energischen Tempolauf (40.), der nur per Foul zu stoppen war und einen gefährlichen Kane-Freistoß zur Folge hatte. In der 56. Minute fasste sich Musiala ein Herz, zog in den Strafraum. Wieder konnte der 21-Jährige nur per Foul gestoppt werden, den Elfmeter verwandelte Kane zur Führung. Insgesamt eine gute Vorstellung - mit Luft nach oben.
  • Note: 3
Harry Kane: Der Superstar ging weite Wege, ließ sich teils in die eigene Hälfte fallen, um als Anspielstation präsent zu sein. Kane war hellwach, in der 9. Minute versuchte er den deutlich vor dem Tor stehenden Real-Keeper Lunin aus knapp 40 Metern zu überwinden. In der zweiten Halbzeit bewies Kane seine Coolness vom Elfmeterpunkt und brachte die Bayern in Führung. Der 30-Jährige blieb weiter gefährlich, war knapp dran am zweiten Tor und bot eine überzeugende Vorstellung.
  • Note: 2,5
Raphaël Guerreiro (ab 46.): Der Portugiese kam zur zweiten Halbzeit für Goretzka. Guerreiro beschränkte sich zumeist auf sein Kerngeschäft und machte die Räume vor der Viererkette dicht.
  • Note: 3
Serge Gnabry (ab 80.): Der 28-Jährige kam für Müller in die Partie und hatte nur kurz darauf eine gute Szene mit Abschluss von der rechten Seite.
  • keine Note
Alphonso Davies (ab 87.): Der Kanadier kam für den überragenden Sané in die Partie, konnte in den wenigen Minuten aber nichts mehr ausrichten.
  • keine Note
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Quelle: Perform


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