Mathys Tel: Tuchel leidet nach Bayern-Sieg gegen Manchester United mit dem Matchwinner - "Ist unfair für ihn"

Der FC Bayern schlägt Manchester United zum Auftakt in die neue Champions-League-Saison in einem wilden Spiel 4:3 (2:0). Zum Matchwinner avancierte Mathys Tel, dessen Treffer zum zwischenzeitlichen 4:2 letztlich den Unterschied machte. Es ist nicht das erste Mal, dass der Franzose ein wichtiges Tor beisteuert. Seine starken Auftritte als Joker sorgen aber für eine für ihn missliche Situation.

Tel vor Durchbruch bei Bayern - Sonderlob von Tuchel

Quelle: SID

Alle 40 Minuten trifft Mathys Tel in dieser Saison wettbewerbsübergreifend für den FC Bayern.
Beim 4:3 (2:0)-Sieg in der Champions League gegen Manchester United benötigte er gerade einmal 180 Sekunden, um den Ball zum wichtigen 4:2 in die Maschen zu dreschen.
Bei seinem Torjubel hielt sich der Franzose die Hand vor den Mund. Eine Geste, die in der Kritik stehende Spieler gerne verwenden, um die Kritiker sinnbildlich zum Schweigen zu bringen.
Tel nutzt diese Geste jedoch seit jeher nach Toren - sie ist eine Art Markenzeichen.

Torjubel? Tuchel hat "keine Ahnung"

Trainer Thomas Tuchel gab sich angesprochen auf den Jubel seinen Edeljokers am "DAZN"-Mikrofon nichtswissend. "Keine Ahnung", beantwortete der Coach die Nachfrage von Moderator Alexander Schlüter mit einem verschmitzten Lächeln und wählte dann mitfühlende Worte für den Youngster.
Dass Tel trotz meist sehr ansprechender Leistungen in dieser Saison lediglich im Supercup gegen RB Leipzig (0:3) eine Chance in der Startelf bekam, sei "natürlich unfair für ihn", aber man habe hier "so ein Ding mit ihm am Laufen", so Tuchel. "Er verdient es sich, zu beginnen. Aber wenn du einen Spieler hast, der so regelmäßig den Unterschied von der Bank macht, ist das schon eine überragende Qualität."
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Tuchel erzählt: So war's auf der Tribüne

Quelle: Perform

Bereits im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach hatte Tel den FC Bayern nach seiner Einwechslung in der 87. Minute gerettet und den 2:1-Siegtreffer erzielt, in seinen 20 Minuten gegen Bayer Leverkusen bereitete er das zwischenzeitliche 2:1 durch Leon Goretzka in der 86. Minute vor.
Verständlich, dass Tuchel den Stürmer gerne in der Hinterhand weiß - und trotzdem macht er dem 18-Jährigen Hoffnungen auf baldige Startelfeinsätze: "Jetzt kommen die Spiele alle drei Tage. Ich denke, es ist eine Frage der Zeit, dass er auch beginnen wird."

Die Stimmen zum Spiel:

Leroy Sané (FC Bayern): "Im Endeffekt sind wir froh, dass wir das erste Spiel gewonnen und die ersten drei Punkte geholt haben. Das Spiel war ein bisschen wild, für die Fans war es aber glaube ich, schön mit den vielen Toren. Offensiv war es gut, aber insgesamt müssen wir alle zusammen weniger Fehler machen. Das war ein bisschen zu viel. Wir müssen das Spiel beruhigen, wir führen 2:0. Wir brauchen mehr Kontrolle, müssen abwarten und besser kontern."
"Wir müssen uns im Spiel bewusst sein, dass wir führen und das Spiel kontrollieren müssen. Das muss von uns Spielern kommen. Wir sprechen das auch an. Wir müssen merken, wann wir Kontrolle brauchen. Wir brauchen die Ruhe, den richtigen Mann anzuspielen."
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Jubel bei den Spielern des FC Bayern München

Fotocredit: SID

Konrad Laimer (FC Bayern): "Es war ein wildes Spiel. Wir hatten Phasen, in denen wir es besser kontrollieren und zu Ende spielen können, weil wir den Raum dafür hatten. Wir hatten auch genug Torchancen, das Spiel früher deutlicher zu gestalten. Dann kommt ManUnited immer wieder dank ihrer großen individuellen Qualität zurück und es wird einfach wild. Wichtig sind die drei Punkte zum Start. Aber wir wissen, dass wir immer noch Schritte nach vorne machen müssen."
"Wir spielen ab und zu Harakiri-Pässe ins Mittelfeld, haben zu leichte, unnötige Ballverluste. Dadurch wird der Gegner dann wieder stark gemacht. Aber United hat auch abwartend gespielt und hat vorne Raketen, die alle gefühlt 38 km/h laufen. So werden sie gefährlich. Sie sind eine starke Kontermannschaft und wir agieren manchmal zu unschlau und verlieren die Bälle zu leicht, obwohl wir keinen Stress haben. Wir werden das analysieren."
Thomas Tuchel (Trainer FC Bayern): "Wir tun uns schwer damit, glatt durch ein Spiel zu kommen. Es ist schon paradox: Ich fand unsere zweite Halbzeit deutlich besser als die erste und die zweite haben wir am Ende verloren, die erste gewonnen. Es war wichtig für das Selbstvertrauen und die Weiterentwicklung, aber es gibt schon noch Dinge, die wir besser machen müssen. Wir sind in jedem Spiel torgefährlich, spielen uns Chancen heraus. Wir haben die erste Halbzeit sehr verhalten begonnen, hatten Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten. Die Tore haben geholfen, in den Spielfluss zu kommen."
"Wir haben immer wieder Phasen, die nicht so gut sind. Die hören dann aber immer wieder auf. Das ist ein Unterschied zur vergangenen Saison. Wir fallen nicht in uns zusammen oder geben ganze Spiele aus der Hand. Die Reaktionen waren heute sehr gut. Nach dem 2:1 und dem 3:2 jedes Mal ein Tor nachzulegen, war sehr wichtig."
... über Jamal Musiala: "Sein nächster Schritt ist es, in Phasen, in denen es nötig ist, einfach zu spielen und nicht jedes Mal ins Dribbling zu gehen und die Entscheidung in schnellen Drehungen zu suchen. Das kommt mit Spielerfahrung und Spielverständnis. Wir wissen, dass er ganz besondere Drehungen hat und eine starke Beschleunigung im Halbfeld. Wenn er jetzt noch ab und zu ganz klar spielt, mit einem sauberen ersten Kontakt, mit sauberen ein bis zwei Kontakten, dann geht's noch weiter."
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Musiala analysiert: "Gibt Dinge, die wir verbessern können"

Quelle: Perform

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