Manchester City kassiert zwei Pflichtspielpleiten in Serie - warum RB Leipzig sich Hoffnung machen darf

Manchester City grüßt nach sieben Spieltagen in der Premier League von der Tabellenspitze. Alles wie immer, könnte man meinen, allerdings zeigten die Skyblues jüngst Anzeichen von Schwäche. RB Leipzig dürfte die Pleiten im League Cup (Newcastle) und der Premier League (Wolverhampton) zur Kenntnis genommen haben. Besonders genau wird man sich die Wolves-Taktik gegen Erling Haaland angeschaut haben.

Erling Haaland

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So ganz rund läuft es für Manchester City und Pep Guardiola in dieser Saison noch nicht.
Obwohl die Skyblues nach sieben Spieltagen scheinbar souverän von der Tabellenspitze grüßen, gab es für den City-Coach in dieser Saison schon jede Menge Grund zum Unmut.
Gar so viel, dass er die erste Premier-League-Pleite seiner Mannschaft in Wolverhampton (1:2) gezwungenermaßen von der Tribüne aus beobachten musste.
Drei Tage zuvor hatte Guardiola beim Aus im League Cup bei Newcastle United (0:1) nämlich die bereits dritte Gelbe Karte der Saison gesehen, was eine Sperre für das nächste Ligaspiel nach sich zog.
"Manchmal sind die Emotionen eben da", erklärte der Spanier. Dass sich die Gefühlsausbrüche zu Saisonbeginn aber so häufig in ihrer ganzen Ausprägung zeigen, lässt jedoch nur einen Schluss zu:
Zufrieden ist der katalanische Perfektionist noch lange nicht.
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Pep Guardiola

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ManCity: Keine Lust aufs Quadruple

Es ist kein Geheimnis, dass der League Cup in der Saisonplanung des amtierenden Meisters keine allzugroße Rolle spielt. Als Guardiola im Anschluss an die Partie in Newcastle auf seine Lust auf ein mögliches Quadruple angesprochen wurde, antwortete er vielsagend: "Wir sind mehr als zufrieden mit dem Triple."
So passte es auch ins Bild, dass gleich mehrere Stammspieler gegen die Magpies geschont wurden. Topstürmer Erling Haaland saß beispielsweise 90 Minuten auf der Bank, obwohl ein Tor beim Stand von 0:1 dringend notwendig gewesen wäre.
Der Fokus liegt bei den Citizens eben auf anderen Wettbewerben - zum Beispiel der Premier League. Die Pleite drei Tage später in Wolverhampton dürfte für den mehrfachen Welttrainer deshalb deutlich schwerer wiegen - auch wenn mit ihr rein statistisch durchaus zu rechnen war.

ManCity: League-Cup-Pleiten hallen nach

Liga-Pleiten sind nach League-Cup-Niederlagen unter der Ägide des 52-Jährigen nämlich nichts Neues.
Im vergangenen Jahr flog man im Viertelfinale des Ligapokals gegen Southampton raus (0:2) und patzte anschließend in der Liga bei Manchester United (1:2). In der Saison 2021/22 kassierte man in der Premier League eine Heimniederlage gegen Crystal Palace (0:2), nachdem man drei Tage zuvor bei West Ham United (3:5 n.E.) in der 4. Runde des Pokals die Segel streichen musste.
Auch in der Spielzeit 2019/20 trat das Phänomen ein: League-Cup-Aus gegen den Stadtrivalen (0:1) und anschließende Auswärtspleite bei Tottenham in der Liga (0:2).
League-Cup-Pleiten hallen bei den Skyblues traditionell offensichtlich nach.

Guardiola und der "koreanische Typ"

In Wolverhampton hatte Guardiola die Gründe für die Niederlage schnell ausgemacht. Der Katalane sah - welch Überraschung - keinerlei mysteriöse Verbindungen zu anderen Wettbewerben.
"Sie haben uns geschlagen, weil wir unorganisiert waren", sagte Pep auf der Pressekonferenz nach dem Spiel und lobte das starke Umschaltspiel, sowie die Verteidigungsarbeit des Gegners.
23:3 Torschüsse hieß es nach 90 Minuten im Molineux Stadium, einziger City-Treffer blieb jedoch ein direkt verwandelter Freistoß von Julián Álvarez zum zwischenzeitlichen Ausgleich.
Zum Matchwinner für die Wolves avancierte ausgerechnet "The Korean Guy" Hee-Chan Hwang, dessen Name Guardiola auf der Pressekonferenz vor dem Spiel partout nicht einfallen wollte.
"Wenn man ihre individuelle Qualität mit Neto, Cunha und dem koreanischen Typen sieht", hatte Guardiola vor dem Spiel versucht zu kaschieren.
Nunja, Karma.

Wolves liefern Blaupause gegen Haaland

Will man bei den Citizens Problemzonen ausmachen, muss man aktuell genau hinschauen.
City hat im Kalenderjahr 2023 in der Premier League 71 Punkte eingefahren und damit 16 Zähler mehr als jede andere Mannschaft gesammelt (23 Siege, zwei Remis, drei Niederlagen). Zudem haben die Skyblues von allen Teams, die über den gesamten Zeitraum in der Liga vertreten waren, die meisten Tore erzielt (66) und die wenigsten Gegentore kassiert (20).
Hauptgrund dafür ist Europas Fußballer des Jahres. Haaland erzielte in der vergangenen Saison 36 Ligatreffer für City und brach damit den Torrekord in der englischen Liga, den Andy Cole (1994) und Alan Shearer (1995) mit jeweils 34 Treffern innehatten. Allerdings hatten beide damals 42 anstatt wie heutzutage 38 Spiele zur Verfügung.
In Wolverhampton blieb der Norweger, der nach den ersten sieben Ligaspielen schon wieder bei acht Buden steht, erst zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Treffer. Wolverhampton schaffte es, den Stürmer mit beinharter Manndeckung gänzlich aus dem Spiel zu nehmen und liefert damit eine perfekte Blaupause für RB Leipzig, das sich am Mittwoch in der Champions League mit ManCity misst (ab 21:00 Uhr im Liveticker).

RB Leipzig braucht sich nicht verstecken

Die Sachsen werden sowohl die Partie in Newcastle, als auch die in Wolverhampton genauestens analysieren. Mit Castello Lukeba und Mohamed Simakan haben die Leipziger zwei bullige Innenverteidiger, die die Rolle von Wolves-Verteidiger Craig Dawson übernehmen und Haaland aus dem Spiel nehmen könnten. Ob's klappt, steht auf einem anderen Blatt Papier.
"Es ist ja kein Geheimnis, was da auf uns zurollt", sagte RB-Trainer Marco Rose nach der starken Leistung am letzten Bundesliga-Spieltag gegen Branchenprimus FC Bayern München. An das letzte Aufeinandertreffen hat der 47-Jährige keine guten Erinnerungen, mit 0:7 war RB im Achtelfinal-Rückspiel der vergangenen Champions-League-Saison beim englischen Meister untergegangen - Haaland traf fünfmal.
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Erling Haaland traf fünfmal gegen RB Leipzig

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Doch aus dem Unentschieden gegen Bayern dürfen die Sachsen durchaus Zuversicht schöpfen. Leipzig ist voll im Saft, hat die prominenten Abgänge des vergangenen Sommers (Dominik Szoboszlai zum FC Liverpool, Josko Gvardiol zu Manchester City, Christopher Nkunku zum FC Chelsea und Konrad Laimer zum FC Bayern) mit einigen Volltreffern auf dem Transfermarkt (Lois Openda, Xavi Simons, Castello Lukeba, Benjamin Seski, Nicolas Seiwald) gekontert und gegen den Rekordmeister gezeigt, dass die Mannschaft bereits früh in der Saison funktioniert.
In Kombination mit den zuletzt leicht holprigen Citizens nicht die schlechtesten Vorzeichen für einen großen Champions-League-Abend in der Red Bull Arena.
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Klopp nach VAR-Fehler: "Wem hilft das jetzt?"

Quelle: Perform

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