Atlético Madrid: Drama um Julian Álvarez im Achtelfinale gegen Real Madrid - Torjäger schießt sich beim Elfer selbst an

Atlético Madrid hat es wieder nicht geschafft: Im Achtelfinale der Champions League war gegen Erzrivale Real Madrid Endstation. 2014 und 2016 hatten die Rojiblancos das Finale der Königsklasse jeweils gegen Real verloren. Das Drama wurde am Mittwochabend im Elfmeterschießen (1:0, 2:4 i.E.) auf die Spitze getrieben. Hauptdarsteller war Atlético-Stürmer Julián Álvarez.

Simeone nicht zu bremsen: "Wer hat's gesehen? Na los! Hebt die Hand!"

Quelle: Perform

210 Minuten lang duellierten sich Atlético und Real Madrid in zwei heißen Achtelfinalspielen der Champions League. Weil nach der Verlängerung im Rückspiel im Wanda Metropolitano immer noch kein Sieger feststand, musste die Elfmeter-Lotterie entscheiden.
Als vierter Schütze war Julián Álvarez an der Reihe. Bis dato hatten Kylian Mbappé und Jude Bellingham für Real sowie Alexander Sörloth für Atlético getroffen.
Álvarez lief an, rutschte mit dem linken Standbein weg, hämmerte den Ball aber dennoch mit rechts unter die Latte. Doch ging da alles mit rechten Dingen zu? Nach Ansicht von Bellingham nicht. Wild mit den Armen fuchtelnd machte der Engländer Schiedsrichter Szymon Marciniak auf einen angeblichen Regelverstoß von Álvarez aufmerksam.
Der Atlético-Stürmer soll sich den Ball mit dem rechten an den linken Fuß geschossen haben, bevor die Kugel ins Tor flog. Eine doppelte Berührung ist nicht erlaubt.

TV-Bilder helfen nicht bei der Aufklärung

Marciniak bekam einen entsprechenden Hinweis vom VAR und unterbrach das Elfmeterschießen. Die im TV gezeigten Wiederholungen konnten nicht eindeutig klären, ob Álvarez den Ball tatsächlich mit beiden Füßen berührte.
Der VAR teilte Marciniak dennoch mit, dass der doppelte Kontakt stattfand und der Treffer des Argentiniers dementsprechend keine Anerkennung fand.
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Ancelotti erklärt: Darum schoss Rüdiger als Letzter

Quelle: Perform

Weil wenig später Marcos Llorente nur die Latte traf und Antonio Rüdiger den entscheidenden Elfmeter verwandelte, steht Real Madrid im Viertelfinale und Atlético (mal wieder) im Tal der Tränen.
"Ich kannte diese Regel nicht", sagte Atlético-Verteidiger Clément Lenglet, "umso bitterer ist unser Ausscheiden." Auch Trainer Diego Simeone war bedient: "Wir sind sehr komisch ausgeschieden."

UEFA veröffentlicht Statement

Am Donnerstag veröffentlichte die UEFA ein Statement. "Der Spieler berührte den Ball mit seinem Standfuß, wenn auch nur minimal, bevor er ihn schoss", hieß es dort. Der Verband veröffentlichte dazu sogar ein Video, das das Vergehen zeigte.
"Nach der geltenden Regel (Spielregeln, Regel 14.1) musste der VAR den Schiedsrichter anrufen und signalisieren, dass das Tor nicht anerkannt werden sollte", hieß es weiter.
Die UEFA werde nun jedoch Gespräche mit dem Fußball-Weltverband FIFA und den Regelhütern der IFAB "aufnehmen, um zu klären, ob die Regel in Fällen, in denen eine doppelte Berührung eindeutig unbeabsichtigt ist, überarbeitet werden sollte".
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Rüdigers Elfmeter ins Glück: Real steht im Viertelfinale

Quelle: SID


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