Champions League - Borussia Dortmund beweist gegen den FC Barcelona Moral: Guirassy-Dreierpack reicht nicht fürs Wunder

Borussia Dortmund hat das Wunder in der Champions League gegen den FC Barcelona verpasst. Nachdem die Schwarz-Gelben im Viertelfinal-Hinspiel in Katalonien deutlich 0:4 verloren hatten, bewies der Bundesligist im zweiten Duell mächtig Moral. 3:1 siegte das Team von Trainer Niko Kovac, für die Serhou Guirassy alle drei Tore erzielte (11./FE, 49., 76.). Ramy Bensebaini traf ins eigene Netz (54.).

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Quelle: Perform

Der überragende Dreifach-Torschütze Serhou Guirassy verzog das Gesicht, Unglücksrabe Ramy Bensebaini fiel enttäuscht zu Boden - doch der aufmunternde Applaus der Fans von Borussia Dortmund spendete zumindest etwas Trost.
Der BVB und Guirassy haben den Riesen ins Wanken gebracht, das Fußball-Wunder gegen den FC Barcelona in der Champions League aber verpasst. Der Vorjahresfinalist bezwang den Titelfavoriten mit 3:1 (1:0) und verabschiedete sich so erhobenen Hauptes im Viertelfinale aus seinem Lieblingswettbewerb.
"Ich bin stolz darauf, was wir geschafft haben. Wir haben bis zum Ende gekämpft", sagte Guirassy bei Prime Video.
Die Hypothek des 0:4 aus dem Hinspiel wog zu schwer, doch der BVB zeigte, welches Potenzial in ihm steckt. Er fügte Hansi Flicks Barcelona die erste Niederlage nach 24 Pflichtspielen zu. Umso ärgerlicher aus Dortmunder Sicht, dass dieses Spiel am Dienstagabend womöglich für längere Zeit das letzte in der Königsklasse sein könnte. Der BVB muss sich über die Bundesliga qualifizieren und benötigt dafür eine Aufholjagd.

Nur Barcelona gelang das 0:4-Wunder

Nur einmal war es einem Klub gelungen, eine Niederlage mit vier Toren Unterschied im Rückspiel noch zu drehen. Dem FC Barcelona im März 2017 gegen Paris Saint-Germain. Doch der BVB glaubte an seine Chance, an diesem Abend Geschichte zu schreiben.
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Serhou Guirassy traf gegen den FC Barcelona dreifach

Fotocredit: Getty Images

Guirassy bescherte dem BVB einen Traumstart, als er per Foulelfmeter das 1:0 erzielte (11.). Kurz nach der Pause legte er den zweiten Treffer nach (49.), der Weg ins Halbfinale gegen Bayern München oder Inter Mailand schien plötzlich nicht mehr weit. Doch ein Eigentor von Bensebaini (54.) versetzte dem BVB einen herben Dämpfer. Nach Guirassys drittem Treffer (76.) hofften die Fans noch einmal kurz.
Dortmund hatte dominant begonnen, Ballgewinne und für Barcelona völlig untypische Fehlpässe erzwungen. Dem ersten Tor durch Guirassy folgte alsbald das 2:0 durch Pascal Groß (16.), das wegen Abseits nicht zählte. Dann vergab Bensebaini per Kopf eine Großchance (20.).
Die Dortmunder Fans hatten ihre anfängliche Zurückhaltung da längst abgelegt, sie bejubelten jeden gewonnenen Zweikampf und jede gelungene Aktion. Das beflügelte die Mannschaft, die die individuelle Klasse der Barcelona-Spieler mit Wucht und Entschlossenheit erdrückte.

Yamal und Co. abgemeldet

Damit entnervte der BVB den schier übermächtigen Gegner, selbst dem Künstler Lamine Yamal versprang der Ball bei einer einfachen Annahme. Doch aus dem Nichts tauchte dann Fermin Lopez frei vor dem Dortmunder Tor auf. Der BVB hatte Glück, dass der Schuss vorbeiflog (26.).
Davon abgesehen hatte Dortmund, das erneut mit einer defensiven Dreierkette spielte, den hochgelobten Angriff der Gäste weitgehend im Griff. Allerdings ging beim BVB nun auch nach vorne weniger als in der Anfangsphase. Dass das Spiel in dieser Phase immer zerfahrener wurde, verhalf Barcelona zu mehr Sicherheit.
Wenn der BVB Platz hatte, spielte er schnörkellos und direkt nach vorne. Die schnellen Karim Adeyemi und Maximilian Beier kamen immer wieder in Strafraumnähe an den Ball, ihre Pässe und Schüsse aber waren nicht präzise genug.

Ernüchterung nach Eigentor

Nach der Pause drängte der BVB sofort aufs 2:0, das Adeyemi und Groß zunächst verpassten. Guirassy drückte den Ball dann über die Linie. Doch dann machte sich schlagartig Ernüchterung breit: Bensebaini grätschte den Ball nach einer Hereingabe von Jules Koundé ins eigene Tor.
Dies war bei allem Engagement ein schwerer Wirkungstreffer. Um wieder ans Wunder zu glauben, hätte Dortmund rasch das 3:1 nachlegen müssen.
Barcelona schien dem Ausgleich näher, beim BVB schwanden die Kräfte zusehends - bis Guirassy für eine heiße Schlussphase sorgte. Das schnelle 4:1 durch Julian Brandt (79.) wurde aufgrund einer Abseitsposition zurückgenommen.
(SID)
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Quelle: Perform


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