FC Bayern liefert in der Champions League Höchstleistungen in der Crunchtime - Traum vom "Finale dahoam" lebt

Der FC Bayern München hat mit dem klaren 5:0 nach Hin- und Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen die Rangordnung wiederhergestellt: Die Münchner sind die deutsche Nummer eins und zählen auch in Europa zum engeren Favoritenkreis. Vor einem Monat sah diese Wahrnehmung noch anders aus - doch wenn es zählt, sind diese Münchner unter Trainer Vincent Kompany voll da.

Bayern nicht zu stoppen: Statement-Sieg in Leverkusen

Quelle: Eurosport

Es dauerte bis zur vierten Minute der Nachspielzeit, bis das Weiterkommen der Bayern feststand. Damals, vor drei Wochen, als es einen Treffer von Alphonso Davies brauchte, um ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen. In der heimischen Allianz Arena, gegen Celtic, die noch nie ein Spiel in Deutschland gewinnen konnten.
Damals, als alles rund um den deutschen Rekordmeister noch ganz anders war. Jetzt steht das Team nach einer Machtdemonstration gegen den größten nationalen Rivalen international im Viertelfinale. Und der Traum vom nächsten "Finale dahoam" lebt nach den beiden starken Auftritten stärker denn je.
"Ich glaube, die Jungs haben heute wieder gezeigt, wie hungrig sie sind, was sie erreichen wollen", sagte Kompany nach dem 2:0 (0:0) im Rückspiel bei "Prime Video".
Der Coach hatte einen großen Anteil an der souveränen Vorstellung - auch wenn er selbst den Fokus auf die Spieler lenken will. Zum einen waren die Bayern in beiden Spielen gegen Leverkusen taktisch perfekt eingestellt, zum anderen wirkte die Mannschaft im Vergleich zum Vormonat wiederbelebt, förmlich unter Strom.

Die Bayern bieten ein verändertes Bild

Der Auftritt zu Hause gegen Celtic war bieder, das Team wirkte leer, ausgepowert. Der schottische Meister war in München über weite Strecken die bessere Mannschaft.
Dieses Rückspiel war außerdem das Spiel nach dem dritten Aufeinandertreffen mit dem Deutschen Meister in dieser Saison. Ein 0:0, in dem die Bayern offensiv historisch wenig auf die Beine stellten und wirklich glücklich einen Punkt aus der BayArena mitnehmen konnten.
Kompany beschied damals: Drei Spiele in sechs Tagen - das war anstrengend. Nur das Weiterkommen zähle, es werde wieder besser werden. Und so spielten sie dann auch im Achtelfinale.
Schon im Hinspiel war die Intensität auf beiden Seiten extrem hoch, die Bayern hatten aber von Minute eins an das metaphorische Messer zwischen den Zähnen. Das 3:0 (1:0) fiel dank Fehlern der Werkself hoch aus, war aber aufgrund der Leistung des Rekordmeisters verdient.
"Wir haben ein Stück weit die Statik im deutschen Fußball wieder hergestellt", sagte der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen in seiner Bankett-Rede. Dies gelang vor allen der Elf auf dem Platz, die Intensität und Kampfgeist in diesen beiden Spielen angenommen haben.

Die Spieler steigern Leistung und Motivation

Harry Kane erzielte drei der fünf Tore gegen Bayer und seine Attitüde in beiden Spielen steht symbolhaft für die "erwachten" Bayern.
Nach seinem Treffer zum 1:0 im Rückspiel - de facto der Sargnagel für den Gegner - stürmte er wie angestochen in die Kurve, schrie dreimal lautstark: "Yes!"
Der Engländer versprühte eine Energie, die das gesamte Team mitriss. "Es hilft einfach, wenn man einen Topspieler hat, der noch laufen und kämpfen will wie ein A-Jugendspieler", sagte Kompany auf der Pressekonferenz nach dem Spiel über seinen Stürmer.
Kane ist nicht der Einzige, der in den beiden Spielen hervorstach. Joshua Kimmich spielt - allem Fokus auf seine stockende Vertragsverlängerung zum Trotz - eine überragende Saison im defensiven Mittelfeld.
Neben Leon Goretzka, dessen Auferstehung im Saisonverlauf eine erstaunliche Geschichte ist, war er für die absolute Kontrolle im Zentrum gegen Leverkusen hauptverantwortlich. Im Hinspiel nahm Kimmich Florian Wirtz fast eigenhändig aus dem Spiel.

Ein Hauch von 2013?

Die Bayern-Spieler und der Trainer setzen mit Leistung und Energie zeichen. Dayot Upamecano spielte fehlerfreie 180 Minuten in der Champions League. Auch die "Neulinge" lassen sich anstecken. Nachdem Jonas Urbig im Hinspiel nicht gefordert wurde, zeigte der Neuer-Ersatz in Leverkusen mehrere starke Paraden.
Der Auftritt der Bayern lässt Erinnerungen wach werden an den Königsklassen-Triumph 2013. Damals sprang man einem Aus im Achtelfinale noch gerade so von der Schippe. Das Rückspiel gegen Arsenal verlor man nach einem 3:1 im Hinspiel 0:2 - nur aufgrund der Auswärtstor-Regel qualifizierte sich die Heynckes-Mannschaft für das Viertelfinale.
Ab diesem Zeitpunkt legten die Bayern den Schalter um: 4:0 nach Hin- und Rückspiel gegen Juventus Turin im Viertelfinale, darauf folgte das historische 7:0 nach beiden Begegnungen gegen den FC Barcelona. Im Finale siegten die Münchner 2:1 gegen Borussia Dortmund.
Nicht in München, wo das Finale im Jahr zuvor verloren ging, sondern im Wembley-Stadion. 2025 heißt das große Ziel erneut "Finale dahoam" - die nötige Motivation werden die Bayern auch ins Viertelfinal-Duell mit Inter Mailand einbringen.
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Kompany adelt Kane: Motivation "wie ein A-Jugendspieler"

Quelle: Perform


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