Drei Dinge, die beim Sieg des FC Bayern gegen Bratislava auffielen: Mathys Tel zeigt, warum es für Bayern nicht reicht
Update 30/01/2025 um 08:14 GMT+1 Uhr
Thomas Müller bewies beim 3:1 des FC Bayern München gegen Slovan Bratislava in der Champions League, dass er der Mannschaft noch immer viel geben kann. Mathys Tel hingegen konnte seine Chance ein weiteres Mal nicht nutzen. Insgesamt hat die Offensive nicht genug getan, um in den Playoffs einem möglichen Hammer-Los Manchester City aus dem Wege zu gehen. Drei Dinge, die auffielen.
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Quelle: Perform
Der FC Bayern München hat die Ligaphase der Champions League mit einem 3:1 (1:0) gegen Slovan Bratislava abgeschlossen, die Top-8, die gleichbedeutend mit dem Achtelfinal-Einzug gewesen wären, aber nicht erreicht.
Stattdessen droht in den Playoffs (11./12. und 18./19.02.) ein Duell mit Manchester City, der zweite mögliche Gegner ist Celtic Glasgow.
Der FC Bayern dominierte gegen Bratislava erwartungsgemäß die Partie, hatte 75 Prozent Ballbesitz und ein Torschussverhältnis von 35:9. Thomas Müller (8.), Harry Kane (63.) und Kingsley Coman (84.) erzielten die Tore.
Müller konnte mit dem Spiel nicht besonders viel anfangen. "Es ist ganz komisch, wenn sich Siege nicht wie Siege anfühlen", sagte er bei "DAZN". "Ein Top-8-Platz lag eben nicht mehr in unserer Hand. Die Verfehlungen, gerade das 0:3 gegen Rotterdam, haben uns in diese Situation gebracht."
Drei Dinge, die uns am Mittwochabend in München auffielen:
1. Chance nicht genutzt: Tel bleibt die tragische Figur
Mathys Tel sorgte bereits einen Tag vor dem Spiel indirekt für Schlagzeilen. Transfer-Insider Fabrizio Romano berichtete, dass der Offensivspieler den FC Bayern verlassen möchte. Der angebliche Grund: zu wenig Spielzeit. In den vorherigen drei Pflichtspielen saß der junge Franzose die kompletten 90 Minuten auf der Bank.
Nun aber bekam der 19-Jährige seine Chance in der Startelf. Es war das vierte Pflichtspiel und die erste Champions-League-Partie dieser Spielzeit, in der Tel in der Anfangsformation stand. Umso wichtiger wäre es gewesen, diese Gelegenheit zu nutzen.
In der 5. Minute kam Tel nach einer Flanke von Sacha Boey zu einer Kopfballgelegenheit, doch Torwart Dominik Takac parierte. 18 Minuten später bekam er den Ball von Kimmich in den Strafraum serviert, brachte ihn jedoch erneut nicht im Tor unter. Kurz vor der Pause versuchte Tel sein Glück aus der Distanz - und verzog den Ball völlig.
Nach dem Wechsel steigerte Tel sich zunächst und brachte mehr Tempo ins Spiel. Sein Torschuss in der 55. Minute war die bis dato beste Gelegenheit nach der Pause.
"Er war voller Energie, aber hatte vielleicht nicht das Glück", sagte Kompany über den Auftritt von Tel. Nach 62 Minuten wurde er aus dem Spiel genommen. Somit wartet Tel in der Spielzeit 2024/25 weiterhin auf seinen ersten Treffer. Zusammengerechnet ergeben dies 458 torlose Minuten.
Ob dies sein letzter Auftritt beim FC Bayern gewesen ist? Kompany drückte sich sehr vage aus: "Mathys ist unser Spieler. Wir sind im engen Austausch mit ihm und seinem Berater. Was in den nächsten Stunden oder Tagen passiert, können vielleicht Max (Eberl, Anm.d.Red.) oder Christoph (Freund) sagen. Ich hatte keine Hintergedanken dabei, ihn heute aufzustellen. Er hat sich das durch sein Training verdient."
2. Müller in der Startelf ist immer eine gute Option
Thomas Müller hat mit seinen 35 Jahren nicht mehr den Anspruch, in jedem Spiel in der Startelf zu stehen. Aber: Er hat zu funktionieren, wenn er gebraucht wird. Nun bewies die Vereins-Ikone einmal mehr, dass auf ihn Verlass ist.
Gegen den tiefstehenden Gegner brachte "Raumdeuter" Müller seinen Torinstinkt zur Geltung. Als Kimmich an der Außenbahn mit dem Ball etwas Zeit hatte, machte Müller per Handzeichen auf sich aufmerksam, lief ein paar Schritte in Richtung Tor, bekam die erhoffte Flanke und köpfte den Ball ins Netz.
Bis zu seiner Auswechslung in der 62. Minute hatte Müller 53 Ballkontakte, kam auf zwei Torabschlüsse und zwei Torschussvorlagen.
Kompany weiß, dass Müller in der Startelf immer eine gute Option sein kann. Im DFB-Pokal stand er in dieser Spielzeit einmal in der Anfangsformation und verbuchte gegen den SSV Ulm zwei Tore sowie eine Vorlage. In der Champions League befand er sich nun zum dritten Mal in der Startelf und hat in diesen Partien eine Ausbeute von zwei Toren.
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Quelle: Perform
3. FC Bayern hat sich mögliches Hammer-Los selbst eingebrockt
Die Top-8 hatte der FC Bayern zwar nicht mehr in der eigenen Hand. Doch sie hätten zumindest mit mehr Toren ein paar Plätze in der Tabelle gutmachen können. Weil dies nicht gelang, droht nun in den Playoffs ein Hammer-Duell gegen Manchester City
"DAZN"-Experte Michael Ballack sagte über die Leistung des FC Bayern: "Ich glaube, sie waren nicht zu 100 Prozent zufrieden mit dem Spiel. Wenn man sich die Tabelle anschaut und weiß, es könnte Manchester City treffen - mit zwei, drei Toren mehr hätte man das vermeiden können. Das wäre möglich gewesen. Es war nicht die Leistung, die man von Bayern erwartet hätte. Es muss eine Steigerung her."
Laut Kompany habe es nicht an der taktischen Ausrichtung gelegen. "Wir hatten viele Offensivspieler auf dem Platz und viele Chancen, um das 4:0 zu machen", sagte er. "Aber um solche Ergebnisse zu erzielen, braucht man manchmal eben das Momentum. Wir haben versucht, noch die Tore zu erzielen. Aber dann steht man hinten offen und fängt sich auch mal ein Gegentor."
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