Premier League - Tottenham Hotspur kommt in neuer Saison nicht in Fahrt: Torlos-Offensive trotz Millionen-Transfers

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367 Millionen Euro investierte Tottenham im Sommer in neue Spieler, doch nach vier Spieltagen stehen die Spurs mit zwei Punkten und 0:5 Toren auf Rang 17. Besonders offensiv offenbart das Team von Roberto De Zerbi große Schwierigkeiten. Der Spurs-Coach fand nach dem 0:0 gegen Everton deutliche Worte, während ein Ex-Arsenal-Star ein zentrales Problem bei den Nord-Londonern sieht.

Roberto De Zerbi, Trainer von Tottenham Hotspur, ist mit der Situation nicht zufrieden

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367 Millionen Euro investiert und den Kader auf zahlreichen Positionen umgebaut - doch nach vier Spieltagen steht Tottenham Hotspur schon wieder im Tabellenkeller.
Die Spurs kommen in der Premier League auf gerade einmal zwei Punkte und 0:5 Tore. Nach dem jüngsten 0:0 gegen Everton belegt die Mannschaft von Roberto De Zerbi lediglich Rang 17.
Dabei sollte nach der vergangenen Horrorsaison vieles anders werden. Tottenham entging nur knapp dem Abstieg und reagierte mit einem gewaltigen Umbau.
Unter anderem Sandro Tonali, Savio, Jan Paul van Hecke, Mateus Fernandes und Omar Marmoush kamen nach Nord-London.

"Schrecklicher" Tottenham-Auftakt in der Premier League

Ben Snowball von TNT Sports warnt dennoch davor, die Saison bereits abzuschreiben. "Die Reaktionen sind wahrscheinlich ein wenig übertrieben. Es sind erst vier Spiele", erklärte Snowball gegenüber Eurosport.
Der Auftakt gegen Brentford sei "schrecklich" gewesen, danach habe sich Tottenham aber stabilisiert. "Es fehlt nur jeglicher wirklicher Offensivdrang. Zwei Spiele ohne Gegentor und eine insgesamt ziemlich stabile Defensive sind zumindest ein kleines Zeichen der Hoffnung."
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Omar Marmoush kann bei Tottenham Hotspur noch nicht überzeugen

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Das größte Problem liegt für Snowball klar im Spiel nach vorne. "Das Mittelfeld schafft es nicht wirklich, die Verbindung zum Angriff herzustellen", analysierte er. Gleichzeitig fehle "ein echter Top-Neuner, der aus dem Nichts etwas kreieren kann".
Mathys Tel, Omar Marmoush, Savio und Dominic Solanke hätten bislang große Probleme. Das Offensivspiel wirke "sehr vorhersehbar".

Tottenham-Trainer De Zerbi: "Das Problem sind die Tore"

Auch De Zerbi redete die Situation nach der nächsten Offensuv-Nullnummer nicht klein. "Das Problem sind die Tore", sagte der Tottenham-Coach nach dem Remis gegen Everton.
Bemerkenswert offen sprach er über die Qualität seiner Offensive: "Die anderen Spieler haben in ihrer Karriere nicht besonders viele Tore erzielt. Wir müssen diese Tore irgendwie finden."
Zudem sei Tottenham physisch noch nicht dort, wo es sein müsse. "Ich glaube, wir haben noch nicht die richtige körperliche Verfassung", erklärte De Zerbi.
Wie intensiv er nach Lösungen sucht, zeigte sich unmittelbar nach Abpfiff. De Zerbi nahm sich Tel noch auf dem Rasen zur Brust. "Er ist ein Stürmer und ein Stürmer muss Richtung Tor schauen", erklärte der Italiener anschließend.
Auch Ex-Arsenal-Star Martin Keown sieht die Probleme im Angriff. "De Zerbi findet im letzten Drittel keine Lösung", urteilte der 43-malige englische Nationalspieler bei "talksport". Solanke sei gegen Everton "überhaupt nicht im Spiel" gewesen, Marmoush wiederum "kein klassischer Neuner".

Trotz Millionen-Transfers: Tottenham-Angriff zu blass

Besonders brisant wird der Fehlstart angesichts der enormen Investitionen. Rund 367 Millionen Euro gab Tottenham für neue Spieler aus. Trotzdem glaubt Snowball, dass gerade offensiv eine entscheidende Verpflichtung gefehlt habe.
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Auch Sandro Tonali bringt seine Klasse noch nicht auf den Rasen

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Die Spurs wollten zunächst Cody Gakpo und anschließend Iliman Ndiaye verpflichten. Manchester City durchkreuzte jedoch die Pläne. Am Ende kam Mykhailo Mudryk vom FC Chelsea.
"Sie wollten einen Flügelspieler, der sofort Stammspieler sein kann. Stattdessen haben sie jemanden verpflichtet, der viel Zeit brauchen wird, um auf das notwendige Niveau zu kommen", urteilte Snowball.
Auch bei Königstransfer Tonali sieht er bislang Fragezeichen: "In den ersten vier Ligaspielen gab es sehr wenig, was darauf hindeutet, dass er ein 100-Millionen-Pfund-Spieler ist."
Kapitän Micky van de Ven will trotz der Torflaute noch keine Grundsatzkrise erkennen. "Wir erspielen uns viele Chancen. Natürlich müssen wir treffen, aber ich möchte es nicht als Problem bezeichnen", sagte der Niederländer.
Einen mentalen Knoten sieht er ebenfalls nicht. Tottenham müsse vielmehr die Entscheidungen im letzten Drittel verbessern, um sich noch größere Möglichkeiten herauszuspielen.

Droht Tottenham erneut eine Horrorsaison?

Parallelen zur vergangenen Saison erkennt auch Snowball, "vor allem bei der fehlenden offensiven Gefahr". Einen entscheidenden Unterschied gebe es jedoch: Die Mannschaft wirke geschlossener und defensiv "deutlich stabiler".
Deshalb steht auch De Zerbi nach vier Spielen noch nicht ernsthaft zur Diskussion. "Ich glaube nicht, dass es momentan wirklichen Druck auf den Trainer gibt", sagte Snowball. Der Chefcoach habe Tottenham in der vergangenen Saison vor dem Abstieg bewahrt und einen Fünfjahresvertrag unterschrieben.
Vor allem offensiv wartet auf De Zerbi noch viel Arbeit. Gelingt es den zahlreichen Neuzugängen nicht, dem Spiel mehr Kreativität und Torgefahr zu verleihen, könnte sich laut Snowball eine unangenehme Geschichte wiederholen: "Dann könnte es erneut eine lange Saison werden."
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Quelle: Perform


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