Was für den FC Bayern vom Bundesliga-Spitzenspiel gegen Bayer übrig blieb: Betriebsunfall zu eigenen Gunsten
Der FC Bayern München will sich nicht lange mit dem offensiv schwachen Bundesliga-Topspiel bei Bayer 04 Leverkusen (0:0) aufhalten - das Leben ist auch viel zu kurz, um in der Vergangenheit zu leben. Diesen Eindruck jedenfalls will Trainer Vincent Kompany vor dem Playoff-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Celtic aus Glasgow vermitteln. Denn es geht jetzt Schlag auf Schlag.
Kompany gibt Update zu Kane: "Werden morgen früh sehen"
Quelle: Perform
Gegen Ende der Pressekonferenz kam es zu einem netten Moment. Ein schottischer Journalist wollte wissen, was Vincent Kompany zu Beginn seiner Einlassungen auf Deutsch über Harry Kane und dessen mögliches Mitwirken im Playoff-Rückspiel der Champions League gegen den FC Celtic (Di., 21:00 Uhr im Liveticker) gesagt hatte (Spoiler: Er wird dabei sein).
Und Kompany antwortete recht ehrlich auf Englisch: "Ich hab' eigentlich nur ein bisschen Rauch kreieren und das ganze ein wenig verschleiern wollen. Eine Nebelkerze zünden." So waren für den schottischen Kollegen die typischen Trainersätze ("Wir werden morgen sehen, wie er sich fühlt") auch besser zu verstehen.
Als "smoke and mirrors" bezeichnet der Engländer (Verzeihung: Brite!) ja gerne Ablenkungsmanöver, bekannt von Zauberern. Sieh genau hin, was meine linke Hand tut - dann merkst du nämlich nicht, was meine rechte tut.
So ein bisschen verhält sich das bei Bayern nun auch mit der Rückschau auf das Bundesliga-Top-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen.
Kompany: "Ergebnis und Mentalität mitnehmen"
Kompany wird sich die Partie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nochmal angesehen haben. Was er dabei sah: ein gutes Spiel, nur leider ohne Tore. Was er dabei nicht sah: gelungene Offensivszenen seines FC Bayern München.
Macht alles nichts, sagte Kompany am Montagnachmittag - und beschrieb das Match in Leverkusen als Betriebsunfall zu seinen Gunsten. Denn: "Wir können das Ergebnis und die Mentalität mitnehmen. Was verbessert werden muss, können wir morgen wieder zeigen. Das ist das Schöne."
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Vincent Kompany (FC Bayern München) vor dem Spiel in der Champions League gegen den FC Celtic aus Glasgow
Fotocredit: Getty Images
Nicht falsch verstehen: "Unser Ziel ist natürlich immer Eins) zu gewinnen und Zwei) so wie wir das wollen. Das wird auch so bleiben. Aber wenn es sich ein Gegner manchmal verdient, dann ist es so. Dann musst du Mentalität zeigen."
Was für die Bayern jetzt zählt
Die Bayern ziehen sich also mehr daran hoch, nicht verloren und damit den Abstand in der Tabelle gewahrt zu haben. Auch die eigene Defensivleistung sei doch toll gewesen, referierte Kompany. Sieh her, was meine linke Hand macht.
"Fußball wird in beiden Strafräumen entschieden. Wir waren diese Saison fast immer im gegnerischen Strafraum und haben viele Tore geschossen. Jetzt waren wir mal mehr bei uns, haben aber gut verteidigt und daraus Vertrauen gezogen. Diese Momente brauchst du auch in einer Saison", sagte er.
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Quelle: Perform
Mehr wollte er sich damit auch nicht aufhalten. "Wir haben einen Punkt geholt, zu null gespielt und sind jetzt acht Punkte zuvor. Es ist das Spiel morgen, das jetzt zählt", sagte der Belgier.
Immer wieder Leverkusen
Schön für ihn ist, dass Kane allem Anschein nach mitwirken kann. Auch Alphonso Davies (nach Muskelfaserriss) und João Palhinha ("er war krank, so wie es vielen gerade geht") sind theoretisch wieder einsatzfähig. Kompany schöpft also aus dem Vollen, wenn man von Ersatzkeeper Daniel Peretz (Nierenquetschung) mal absieht.
So langsam geht's ja auch in die heiße Phase der Saison. In der Liga ist die Ziellinie zwölf Spieltage vor Schluss schon klein am Horizont auszumachen, in der Champions League will man über den Umweg Celtic so unfallfrei wie möglich ins Achtelfinale gegen Atlético oder - ja, Leverkusen.
Für die Bayern letztlich egal, das Ganze soll nur ein Zwischenschritt sein auf dem Weg zum großen Ziel, dem Finale am 31. Mai. In München. Lästige Aufgaben im DFB-Pokal sind derweil schon passé, Bayern schied dort bekanntermaßen schon aus. Gegen wen noch mal? Achja, richtig - Leverkusen.
Man kann schon mal den Überblick verlieren, so schnell wie das jetzt alles geht. Viele Spiele sind's, "das ist wahr", bekannte Kompany. Aber: "Wir werden nicht meckern." Denn: "Es macht auch Spaß und wir haben einen Kader, der auch voll Lust darauf hat."
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Quelle: Perform
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