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FC Bayern München besteht Stresstest dahoam gegen Benfica Lissabon - Musiala, Sané und Co. können auch anders
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Publiziert 07/11/2024 um 11:35 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern kann für den Moment aufatmen: Die Münchner haben in der Champions League das erste kleine "Finale dahoam" in dieser Saison gegen Benfica Lissabon (1:0) gewonnen. Statt purem Offensivdrang zeigte das Team von Trainer Vincent Kompany diesmal Geduld und defensive Disziplin. Ein Reifeprozess, der zur richtigen Zeit kommt und beweist, dass man aus Fehlern in der Vergangenheit gelernt hat.
Kompany: Musiala "schaut einfach, was Thomas macht"
Quelle: Perform
Leroy Sané ließ das Herz eines kleinen Bayern-Fans höherschlagen.
Der deutsche Nationalspieler zog sich wenige Minuten nach Abpfiff seinen Dress aus und überreichte es kurzerhand einem jungen Anhänger in der Kurve.
Auf dem Platz hatte die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany an diesem Mittwochabend dagegen nichts zu verschenken.
Der FC Bayern München feierte am 4. Spieltag der Champions League nach zuletzt zwei Niederlagen einen immens wichtigen 1:0-Heimerfolg gegen Benfica Lissabon - auch wenn es bis dorthin ein hartes Stück Arbeit war.
Benfica macht Bayern das Leben schwer
Mehr als über eine Stunde hinweg biss sich der deutsche Rekordmeister die Zähne an der dicht gestaffelten Defensive der Portugiesen aus.
"Es war ein kompliziertes Spiel: Benfica wollte nicht mit Fußball spielen, nur verteidigen. Das haben sie sehr strukturiert getan", erklärte Sportvorstand Max Eberl.
In der Tat glich die Partie, die die Münchner im Vorfeld selbst als "Finale" ausgerufen hatten, phasenweise einem Handballspiel. Der FC Bayern kontrollierte das Geschehen rund um den gegnerischen Sechzehner und hatte zwischenzeitlich fast 80 Prozent Ballbesitz - eine Lücke tat sich zunächst aber nicht auf.
"In der Vergangenheit haben wir immer drei, vier oder fünf Tore erzielt, aber letztendlich sind wir heute ruhig geblieben", bilanzierte Kompany am "DAZN"-Mikrofon.
Genau darin lag für den Rekordmeister der Schlüssel.
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Für Serge Gnabry (FC Bayern) und seine Offensivkollegen gab es gegen Benfica lange Zeit kein Durchkommen
Fotocredit: Getty Images
FC Bayern: Geduld und Sané der Schlüssel
Trotz ihrer Überlegenheit verloren die Hausherren nicht die Geduld und warteten auf den entscheidenden Moment - der sich schließlich in der 67. Minute mit Musialas Siegtreffer ergab.
"Wir wussten, worum es geht und dass wir das Spiel gewinnen müssen, aber Benfica hat defensiv gut gestanden und mit der Geduld haben wir dann das Tor erzielt", brachte es der Matchwinner bei "DAZN" auf den Punkt.
Einen großen Anteil daran hatte auch Joker Sané, der nach seiner Einwechslung ordentlich für Betrieb sorgte und letztlich die Flanke zum Siegtor schlug.
"Heute hat Leroy das Spiel gedreht, das kann man so sagen", lobte Kompany seinen Schützling im Anschluss.
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Leroy Sané belebte das Offensivspiel des FC Bayern nach seiner Einwechslung
Fotocredit: Getty Images
FC Bayern: Kontrolle pur statt Hurra-Fußball
Der Belgier bewies mit der Hereinnahme des Flügelflitzers nicht nur ein goldenes Händchen, sondern auch, dass er sich genau wie sein Team auf taktischer Ebene weiterentwickelt.
In den 94 Minuten gab Bayern insgesamt 23 Torschüsse ab, während Benfica nur einen verzeichnete, doch von einem Offensivfeuerwerk war man weit entfernt.
Stattdessen lautete das Credo "kontrollierte Offensive", schließlich wollte man unter keinen Umständen in einen Konter laufen und einen bereits sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand geben, wie in der jüngeren Vergangenheit häufiger passiert. (Stichwort FC Villarreal im Februar 2022).
"Ich glaube, es tut auch mal gut, ein Spiel nur mit einem Tor zu gewinnen. Auch wenn nicht jeder Abschluss von uns gefährlich war, haben wir das Spiel kontrolliert. Letztendlich war es ein gutes Champions-League-Spiel von uns", lautete Kompanys Fazit.
Schließlich kann und muss es nicht immer Hurra-Fußball sein.
Bayerns Defensive stabilisiert sich
Gerade der offensive Grundstil wurde Kompany nach der Gegentorflut zu Saisonbeginn häufig angekreidet.
Mittlerweile hat sich die Defensive der Münchner aber merklich stabilisiert und nun zum vierten Mal in Folge kein Gegentor zugelassen - was auch für den Neu-Bayern-Trainer und seine Anpassungsfähigkeit spricht.
"Wir sind zufrieden mit unserer Leistung, haben sehr gut verteidigt. Jetzt müssen wir genauso weitermachen", blickte Dayot Upamecano, der gemeinsam mit seinem Nebenmann Min-Jae Kim jegliche gegnerische Konterversuche im Keim erstickte, bereits voraus.
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Dayot Upamecano (r./FC Bayern) im Zweikampf mit Antonio Silva (Benfica Lissabon)
Fotocredit: Getty Images
PSG wartet nach Bundesliga-Doppelpack
Der nächste Gegner auf dem steinigen Weg zum erhofften "Finale dahoam 2.0" ist Paris Saint-Germain (26.11.).
Davor geht es in der Liga gegen den FC St. Pauli (Samstag, 9.11. ab 15:30 Uhr live im Ticker) und den FC Augsburg (22.11.)
Fakt ist, dass jeder weitere Sieg den Reifeprozess des FC Bayern fördert und das Team noch enger zusammenwachsen lässt.
"Wir wollen uns weiterentwickeln und dann bin ich mir sicher, dass die Saison noch einige Erfolge mit sich bringt", sagte Konrad Laimer.
Die Fans des Rekordmeisters, gerade die Kleinsten, hätten mit Sicherheit nichts dagegen.
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Kompany nach Tod eines Fans: "Schwer, über Fußball zu sprechen"
Quelle: Perform
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