Paris Saint-Germain zeigt dem FC Arsenal im Champions-League-Halbfinale die Grenzen auf und steht im Finale - drei Dinge, die auffielen

Paris Saint-Germain hat das Halbfinal-Rückspiel gegen den FC Arsenal mit 2:1 gewonnen und steht zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte im Finale der Champions League. Dabei war ersichtlich, dass PSG auch dann funktioniert, wenn Unterschiedsspieler Ousmane Dembélé nicht in Top-Form ist. Allen voran Torwart Gianluigi Donnarumma brachte die Engländer zur Verzweiflung. Drei Dinge, die auffielen.

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Quelle: Perform

Paris Saint-Germain hat nach einem souveränen 2:1-Erfolg im Halbfinal-Rückspiel gegen den FC Arsenal verdient das Finale der Champions League erreicht.
Im heimischen Prinzenpark begannen die Gastgeber zunächst nervös, während Arsenal mutig und druckvoll in die Partie startete. Die Londoner erspielten sich früh mehrere gute Gelegenheiten, um den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel wettzumachen. Doch immer wieder war es Gianluigi Donnarumma, der mit starken Paraden PSG im Spiel hielt und einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellte.
Mitten in die Druckphase der Gunners hinein schlug PSG eiskalt zu: Nach einer Ecke fasste sich Fabián Ruiz ein Herz und versenkte den Ball per Volley im rechten Eck (27.). Ein Treffer zur rechten Zeit, der Arsenal sichtlich den Wind aus den Segeln nahm.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Arsenal wieder den Druck, doch wie schon zuvor nutzte PSG eine offensive Phase der Londoner aus: Nach einem stark vorgetragenen Angriff war es Hakimi, der mit einem präzisen Abschluss die Führung ausbaute (72.) und die Vorentscheidung herbeiführte. Der spätere Anschlusstreffer (76.) der Gunners durch Bukayo Saka änderte am Ausgang nichts mehr.
Drei Dinge, die uns in Paris auffielen.

1. Wer die Sturm- und Drangphase nicht krönt, wird bestraft

Den Gästen aus London war der Wille anzusehen, den Rückstand aus dem Hinspiel schnellstmöglich wettzumachen. Alleine in den ersten acht Spielminuten hatte Arsenal drei Top-Chancen durch Declan Rice, Gabriel Martinelli und Martin Odegaard. Stolze 69 Prozent Ballbesitz und ein Torschussverhältnis von 4:0 hatten die Gunners nach 15 Minuten bereits auf ihrer Seite.
Meist allerdings gilt im Fußball die Grundregel: Wer die Sturm- und Drangphase nicht mit einem Tor krönt, wird irgendwann dafür bestraft! Als die Franzosen, die in einer 4-3-3-Formation agierten, das Spiel breiter machten, gewannen sie vermehrt die Spielkontrolle. Der Ballbesitzanteil von Arsenal sank bis zum Ende der ersten Halbzeit auf 48 Prozent.
Vermehrt schlichen sich Fehler ins Spiel der Londoner ein. In der 23. Minute hätte bereits ein katastrophaler Bock von Verteidiger William Saliba in der eigenen Hälfte zum Gegentor führen können, doch wurde der Gegenangriff von Bradley Barcola und Desiré Doué nicht gut ausgespielt. Kurz darauf sorgte Fabián Ruiz mit seinem starken linken Fuß für den Führungstreffer zum 1:0.
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PSG steht im Finale der Champions League

Fotocredit: Getty Images

Auch in der 2. Halbzeit konnte Arsenal nicht an die starke Anfangsphase anknüpfen, musste zunächst sogar das zweite Gegentor hinnehmen. "Zwei Fehler von uns, zwei Tore für sie", fasste Arsenal-Mittelfeldspieler Declan Rice das Geschehen zusammen. "Und wir hatten jede Menge Chancen, die wir nicht nutzen konnten."
Nach dem 1:2 folgte zwar eine kurze Offensivphase, doch Paris gewann erneut durch Kurzpassspiel die Spielkontrolle zurück. Zudem sprach die Zweikampfquote von 58 Prozent klar für die Franzosen. Bei den Luftzweikämpfen hatten sie sogar eine Erfolgsquote von 66 Prozent.

2. Paris hat mehr Qualität als nur Dembélé

Großer Jubel brach im Parc des Princes aus, als Ousmane Dembélé nach 50 Minuten zum Warmmachen geschickt wurde. Der Offensivspieler hatte im Hinspiel in der 4. Minute das einzige Tor des Spiels geschossen, wurde später allerdings mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt.
Aufgrund dieser Blessur konnte Dembele erst seit zwei Tagen wieder mit der Mannschaft trainieren. Folgerichtig stand der Ex-Dortmunder nicht in der Startelf. Dies war die einzige Veränderung gegenüber dem Hinspiel. In der 69. Minute wurde Dembélé eingewechselt. Dieser legte zwar den Ball für Hakimi zum 2:0 vor, litt aber dennoch unter einer fehlenden Spritzigkeit.
Doch das Paris von heute braucht nicht zwingend den Unterschiedsspieler Dembélé in Top-Form, um erfolgreich zu sein. Auch andere Akteure können glänzen. Rechtsverteidiger Hakimi war ein echter Aktivposten. Die Mittelfeldspieler Fabián Ruiz, Joao Neves und Vitinha brillierten mit Laufbereitschaft, ihrer Arbeit gegen den Ball und spielerischer Qualität. Einziger Wermutstropfen war der kläglich verschossene Elfmeter von Vitinha in der 69. Minute.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war auch Flügelspieler Khvicha Kvaratskhelia, der speziell defensiv viel Einfluss nahm. Der Georgier lief viel, unterstützte Linksverteidiger Nuno Mendes, wenn dieser es auf dem Flügel mit Saka zu tun bekam, und kreierte dadurch Überzahlsituationen. Ebenfalls wichtig: In der Schlussphase nahm er viel Zeit von der Uhr, indem er mehrmals den Ball behauptete.

3. Donnarumma erweist sich als unüberwindbar

Dass der FC Arsenal in zwei Spielen lediglich einen Treffer zustande bekam, ist nicht zuletzt mit den überragenden Reflexen von Torwart Gianluigi Donnarumma zu begründen. Bereits im Hinspiel erwies sich der Italiener als unüberwindbar. Im Rückspiel knüpfte er daran an.
Besonders zwei Paraden bleiben in Erinnerung: In der 8. Minute klärte er einen Strahl von Ödegaard. Der Schuss war so wuchtig geschossen, dass er sich bei der Parade an der Schulter verletzte und behandelt werden musste. Später kam er mit den Fingerspitzen an einen Schuss von Saka (63.) heran, der eigentlich außer Reichweite zu sein schien.
Um es einmal in Schulnoten auszudrücken: Seine Leistungen im Hin- und Rückspiel verdienten die Bestnote 1! Auch Gegenspieler Rice zollte Respekt: "Ich denke, wenn man sich die beiden Spiele und die Chancen ansieht, hatten wir unglaubliche Gelegenheiten. Wir hätten in zwei anderen Spielen vielleicht vier oder fünf Tore erzielt. Aber in den beiden Spielen hat der Torhüter unglaubliche Paraden gezeigt, und manchmal muss man das einfach anerkennen."
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Quelle: Perform


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