RB Leipzig verliert zum Champions-League-Auftakt bei Atlético Madrid - Nackenschlag durch Giménez kurz vor Schluss

RB Leipzig hat zum Auftakt der Champions-League-Saison bei Atlético Madrid mit 1:2 (1:1) verloren. Benjamin Sesko hatte den Bundesligisten bereits in der 4. Minute in Führung geschossen. Frankreichs Superstar Antoine Griezmann glich allerdings noch in der ersten Halbzeit aus (28.). Kurz vor Schluss traf José Maria Giménez per Kopf (90.) zum späten Sieg für die Mannschaft von Diego Simeone.

"Sehr, sehr ärgerlich": Rose hadert mit Last-Minute-Pleite

Quelle: Perform

RB Leipzig hat im spanischen Hexenkessel den Start in die neue Champions League in der Schlussphase verpatzt. Die lange zu harmlose Mannschaft von Trainer Marco Rose verlor bei den unerbittlichen Mentalitätsmonstern von Atlético Madrid am Donnerstag trotz Führung noch auf bitterste Weise mit 1:2 (1:1).
"Wir sind natürlich enttäuscht, weil hier etwas drin gewesen ist. Wir hätten mindestens einen Punkt aus Madrid mitnehmen können. Am Ende entscheiden einfach Kleinigkeiten. Atletico war das eine Tor besser", sagte Leipzigs Christoph Baumgartner bei "DAZN".
Durch die erste Pflichtspiel-Niederlage der Saison sind die Leipziger im langen Rennen um das Achtelfinale der Königklasse nun erst einmal im Hintertreffen. Atléticos Antoine Griezmann (28.) und José Maria Giménez (90.) brachten Leipzig mit ihren Toren die Pleite bei, Benjamin Sesko (4.) traf für die Gäste.
In den kommenden beiden Heimspielen gegen den Juventus Turin (2. Oktober) und FC Liverpool (23. Oktober) steht der zweimalige DFB-Pokalsieger nun gleich unter Zugzwang. Im neuen Ligasystem kommen die ersten acht der Tabelle direkt in die Runde der letzten 16.

Sesko besorgt die frühe Führung

"Atlético kommt mit viel Tempo über beide Flügel, da rollt schon was auf uns zu", hatte Rose im Vorfeld gewarnt, ehe er seinen Anti-Atlético-Plan 24 Stunden später offenbarte.
Etwas überraschend stellte der RB-Coach von Dreier- auf Viererkette um, vorne wirbelte das norwegische Talent Antonio Nusa mit Xavi Simons. Und im Zentrum ersetzte ausgerechnet Atleti-Leihspieler Arthur Vermeeren den verletzten Kevin Kampl.
Gegen die Gastgeber, die sich im Sommer für 185 Euro verstärkt hatten, ging Roses Idee zunächst auf. Im Vergleich zum äußerst mauen 0:0 gegen Union Berlin vom vergangenen Samstag fand RB sofort die Tiefe und wurde umgehend äußerst gefährlich.
Nach einem Atlético-Angriff trieb Sesko den Ball selbst beim Konter durch das Mittelfeld setzte Sturmpartner Lois Openda in Szene. Dessen Schuss parierte Madrids Schlussmann Jan Oblak noch stark, den Abpraller köpfte Sesko per Bogenlampe problemlos ein.

Griezmanns Traumtor zum Ausgleich

Die geschockten Gastgeber übernahmen, anders als es ihr Ruf nahelegt, in der Folge die Spielkontrolle und brachten Leipzig mit der Zeit immer stärker in Verlegenheit.
In letzter Sekunde klärte Leipzigs in der Liga zuletzt gesperrte Kapitän Willi Orban (15.) vor Griezmann, elf Minuten später traf Angel Correa nach einer blitzschnellen Eckenvariante den Pfosten. Leipzig verlor den Zugriff auf das Spiel völlig - und wurde durch Griezmanns wunderschönen Volley-Aufsetzer bestraft.
Auch nach der Pause blieb Atlético dominant, RB kam in dieser Phase offensiv kaum zum Zug. Lange ging wenig, Benjamin Henrichs (62.) prüfte Oblak mit einem direkten Freistoß aus zentraler Position. Atletico ließ nun ebenfalls die Dringlichkeit in den eigenen Aktionen vermissen, an Großchancen mangelte es.

Poulsen verpasst - Gimenez trifft

Während die Spanier den Ex-Leipziger Alexander Sörloth als Stoßstürmer für die Schlussphase einwechselten, war RB gegen Ende sichtlich bemüht, mehr Druck zu entwickeln. Xavi (72.) zielte nach flacher Hereingabe von David Raum aus kurzer Distanz klar drüber.
Wenig später köpfte der eingewechselte Yussuf Poulsen (77.) knapp daneben. In der 90. Minute traf dann Giménez per Kopf.
(SID)
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Quelle: Perform


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