Reaktionen zum Bayern-Aus in der Champions League gegen Inter Mailand: "Heute nach zwei Standards Tore zu kassieren war kriminell"
Update 17/04/2025 um 01:27 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern scheidet gegen Inter Mailand aus der Champions League aus. Damit verpasst der deutsche Rekordmeister das erhoffte "Finale dahoam" und Vereinslegende Thomas Müller einen würdigen Abschied aus der Königsklasse. Dennoch wollte Trainer Vincent Kompany nach Spielende bereits wieder auf die kommenden Aufgaben schauen. Stürmer Harry Kane haderte indes mit der Defensivarbeit.
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Quelle: Perform
"Heute nach zwei Standards Tore zu kassieren war kriminell", sagte der Engländer am "DAZN"-Mikrofon nach dem Spiel.
Sowohl Kompany als auch Kane würdigten in ihren Interviews noch einmal die Leistung von Müller, der gegen die Nerazzurri sein letztes Champions-League-Spiel bestritt.
"Wir werden in den nächsten Monaten vielleicht noch besser verstehen, wie wichtig er für Bayern München ist", sagte Kompany zur Wichtigkeit seines Offensivspielers und Kane merkte an: "Wir wissen, wie groß er ist und wie viel es ihm bedeutet hätte, ein Finale zu Hause zu spielen."
Die Reaktionen zum Bayern-Aus bei "DAZN".
Vincent Kompany (Trainer FC Bayern München) ...
… zum Ausscheiden: "Im Fußball geht es immer um die Details. Dieser eine Schritt in solchen Spielen. Es ist schade für uns, denn wenn man den Spielverlauf der zwei Spiele sieht, könnte man sich vom Spielverlauf nicht viel anderes wünschen. Dann fehlen uns vielleicht die Tore. Ich weiß, sie sind auch offensiv stark und ob es zwei Ecken, oder eine andere Art ist, können sie immer gefährlich sein. Wir waren auch so gefährlich und hatten so viele Möglichkeiten. Das ist natürlich schade, aber es ist nicht meine Persönlichkeit. In fünf Monaten ist wieder das erste Champions-League-Spiel. Das Finale in München gibt es nicht, aber es gibt noch viele Champions-League-Spiele in München. Dann kommt die neue Geschichte und wieder die Hoffnung und das Gefühl, dass wir es schaffen. Heute verdienen wir vielleicht mehr, aber es ist Fußball. In zwei Monaten haben wir Klub-WM und in einem Monat wollen wir die Meisterschaft holen. Es geht immer weiter. Wir wollen für uns den nächsten Schritt machen. Es ist natürlich bitter, das ist Fakt. Wir sind nicht mehr in der Champions League."
… zu den Gegentoren: "Wir können es besser und müssen es besser machen. Es ist in diesen Spielen so wichtig. Wir gewinnen jetzt nichts mehr damit. Es ist im Spiel so passiert, aber es gab genügend Möglichkeiten für uns. Wir könnten es auf zehn andere Arten entscheiden. Man will nicht in dieser Phase Tore bekommen, gerade nicht, wenn man so hart gearbeitet hat und so viel richtig gemacht hat. Aber es ist Fußball und wenn man in einem Moment die Konzentration verliert, ist es so. Das ist auch ein Kompliment an Inter Mailand."
… zum letzten Champions-League-Spiel von Thomas Müller für die Bayern: "Er hat gekämpft bis zur letzten Minute. Wir werden in den nächsten Monaten vielleicht noch besser verstehen, wie wichtig er für Bayern München ist. Wir haben noch Zeit und noch zwei Titel, die wir zusammen holen können. Man wünscht sich immer eine Legende im Verein und Thomas ist natürlich eine der größten."
… zur Frage, was er aus der Niederlage mitnimmt: "Es stimmt, dieser Pokal ist vorbei, aber ich schaue nicht auf das Ende einer Geschichte. Wir können Kraft aus dieser Leistung holen. Es gibt immer Ergebnisse und das Ergebnis ist, wie es ist, das brauche ich nicht gut zu reden. Es gibt auch Inhalte und da können wir Stärke rausholen, ohne zu positiv zu sein."
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Thomas Müller
Fotocredit: Getty Images
Harry Kane (Torschütze FC Bayern München) ...
… zum Ausscheiden: "Es gibt viele Gründe, aber es ist hart, wenn man gerade vom Platz kommt und alles gegeben hat, um das Spiel zu gewinnen. Wir hatten genug Chancen in ihrer Box, um Tore zu machen. Heute nach zwei Standards Tore zu kassieren war kriminell, wie wir zu risikoreich und Mann-gegen-Mann gespielt haben. Das ist hart. Über beide Spiele hat Inter mehr Momente genutzt als wir. Wir kamen sehr nah ran, aber in diesen großen Spielen geht es um Momente und die haben sie besser genutzt als wir."
… zu den Gegentoren: "Wir müssen es uns nochmal anschauen. Wir haben viel Zeit mit Standards verbracht, sowohl offensiv als auch defensiv. Wir waren in diesem Jahr sehr gut darin, um ehrlich zu sein. Es war ein Tiefschlag nach der Führung. Es hat sich angefühlt, als hätte sich das Momentum komplett gedreht. Wir sind zurückgekommen und haben das Tor gemacht. Wir sahen aus, wie ein Team, dass ein drittes Tor macht, aber es hat nicht geklappt."
… zur Chancenverwertung: "Wir haben in drei Spielen fünf Tore gemacht, es ist nicht so, als würden wir das Tor nicht treffen. Wir kommen in gute Positionen, aber finden den Weg nicht, um diese großen Spiele zu gewinnen. Wir hatten Chancen, die geblockt wurden, oder der Torwart hat sie gehalten. Über beide Spiele werden wir auf die Chancen schauen und wissen, wir hätten es besser machen können. Es ist sehr hart zu akzeptieren, wenn man alles auf dem Feld gegeben hat."
… zur Bedeutung der Niederlage: "Es ist enttäuschend. Wenn man bei Bayern spielt, wird erwartet, dass man es in Halbfinale oder ins Finale schafft. Es hat sich angefühlt, als wären wir gut genug, um es zu schaffen. Es ist eine lange, harte Saison, aber wir haben uns in den Wettbewerb gekämpft. Wir sehen die Spiele und wissen, dass wir jedem Team auf der Welt wehtun können. An einem anderen Tag hätten wir vielleicht klar gewonnen, aber das ist Fußball. Wir dürfen uns davon nicht die Saison ruinieren lassen. Wir haben in der Bundesliga die Chance, die Meisterschaft zurückzugewinnen, was sehr wichtig ist. Wir müssen am Wochenende wieder raus und wieder Spiele gewinnen."
… zum letzten Champions-League-Spiel von Thomas Müller für die Bayern: "Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, da es in der Kabine sehr still war. Ich habe es vor dem Spiel gesagt, wir machen es nicht nur für uns, sondern auch für Thomas und den Klub. Wir wissen, wie groß er ist und wie viel es ihm bedeutet hätte, ein Finale zu Hause zu spielen. Fußball kann manchmal grausam sein und es war einfach nicht unsere Nacht."
Yann Sommer (Torhüter Inter Mailand) ...
… zum Spiel: "Wir waren in den richtigen Momenten sehr effizient. Es war nicht einfach nach dem 0:1. Alles war wieder offen und Bayern hatte ein bisschen das Momentum auf ihrer Seite. Dann so zurückzukommen und zwei Tore zu machen ist groß. Das war heute definitiv entscheidend."
… zum Momentum im Fußball: "Man hat es heute gesehen, wir hatten viele Phasen im Spiel, wo wir viel aushalten mussten und wo Bayern immer stärker wurde. Man kennt es von ihnen, eine Welle nach der anderen. Es ist nicht einfach und wir haben gut verteidigt. Diese Entlastung mit den Chancen und den Eckbällen, die wir gut nutzen, sind die Details, die entscheidend sind."
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