Borussia Dortmund: Positive Lehren für Niko Kovac aus Horror-Finale gegen Juventus Turin - BVB glänzt gleich doppelt

Borussia Dortmund hat einen spektakulären Auftakt in der Champions League erlebt. Vier Tore erzielte der BVB am Dienstagabend bei Juventus Turin, dennoch sollte es im Allianz Stadium nur für ein Remis reichen. Trotz der beiden Gegentore tief in der Nachspielzeit darf Dortmund die Heimreise mit breiter Brust angehen. In Norditalien glänzte der Bundesligist nämlich gleich in doppelter Hinsicht.

Kobel schimpft: "Da muss man auch mal dreckig spielen"

Quelle: Perform

"Ich muss der Mannschaft ein Kompliment aussprechen."
Auf den ersten Blick waren es unerwartete Worte, mit denen Trainer Niko Kovac im Interview mit "Prime Video" in seine Analyse zum wilden CL-Auftakt von Borussia Dortmund bei Juventus Turin (4:4) startete.
Zwei Gegentore tief in der Nachspielzeit brachten den BVB um den verdienten Sieg im Allianz Stadium, der im europäischem Fußball ein echtes Statement gewesen wäre. So standen nach dem Spiel der späte Blackout von Schwarzgelb sowie der Elfmeter-Zwist zwischen Serhou Guirassy und Ramy Bensebaini im Vordergrund. Von Positivität zunächst keine Spur.
Doch unter den Trümmern der zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung finden sich einige Punkte, die der Borussia und ihren Fans für die kommenden Aufgaben Mut machen.

Kontrolle und Offensivkraft: Dortmund glänzt doppelt

Von dem Dortmund, das in der ersten Halbzeit auf dem Platz gestanden hatte, war in den zweiten 45 Minuten nicht mehr viel zu sehen. Das muss aber keineswegs ein Kritikpunkt sein.
"Wir haben zwar nicht viel kreiert nach vorne, aber wir haben das Spiel kontrolliert", hob Kovac hervor. In der ersten Hälfte kratzte Dortmund beim Ballbesitz an der 60-Prozent-Marke, verzeichnete selbst aber nur zwei Abschlüsse. Im Gegenzug ließ der achtmalige Meister jedoch kaum etwas zu: Lediglich zwei Schüsse des Gegners gingen aufs Tor von Gregor Kobel.
Nach einer unaufgeregten und erwachsenen Darbietung zeigte der BVB schließlich sein zweites Gesicht.
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Kovac nach irrem Remis begeistert: "Haben alles rausgehauen"

Quelle: Perform

"In der zweiten Halbzeit haben wir gesagt: Okay, wir müssen mehr ins letzte Drittel kommen und aufs Tor schießen. Das haben die Jungs klasse gemacht", schilderte Kovac. "Toll war vor allem, wie wir die Tore rausgespielt haben."
Nun überließen die Borussen den Bianconeri die Kugel, Juventus sammelte einen Ballbesitz von rund 62 Prozent an. Trotz geringerer Zeit am Ball wurde Dortmund aber umso gefährlicher. Karim Adeyemi (53.), Felix Nmecha (65.) und Yan Couto (74.) trafen aus dem Spiel heraus. Maximilian Beier hatte bereits vor dem Tor-Sturm von Turin die Führung auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten (51.).
"Die heutige Leistung zeigt, dass meine Jungs alles rausgehauen haben. Ich bin äußerst zufrieden", führte Kovac auf der Pressekonferenz aus. "Wir haben heute in Turin vier Tore geschossen. Da müssen wir erst mal in den Büchern zurückgehen und nachsehen, wer das geschafft hat."

Kovac: "Das lasse ich mir nicht nehmen"

Gesagt, getan: Vier Tore in Turin gelangen in der Geschichte der Champions League zuvor nur einem einzigen Team. Im Dezember 2009 schoss der FC Bayern München die Alte Dame in der Gruppenphase mit 4:1 ab. Ein weiteres Indiz dafür, dass auf die schwarzgelbe Offensive zurzeit Verlass ist.
Das 1:0 entstand aus einer Kombination zwischen Nmecha, Guirassy und Adeyemi, bei der postwendenden Antwort auf das Traumtor von Kenen Yildiz (63.) legte Adeyemi schließlich für Nmecha auf.
Adeyemi, der sich - wie auch Beier - besonders in den Halbräumen immer wieder mit klasse Szenen ausgezeichnet hatte, wurde letzten Endes sogar als Man of the Match ausgezeichnet.
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Niko Kovac hat mit Borussia Dortmund einen ereignisreichen Abend in Turin erlebt

Fotocredit: Getty Images

"Natürlich kann man die letzten Minuten bewerten und enttäuscht sein. Als Trainer sehe ich das aber nicht nur ergebnisabhängig", unterstrich Kovac. Wie in der vergangenen Saison sei die Entwicklung das Ziel. "Ich habe viele gute Sachen gesehen, die nehmen wir mit. Das lasse ich mir nicht nehmen."
Der Einbruch in den finalen Momenten sei nicht Sinnbild für den aktuellen Zustand der Borussia. "Was die Jungs über 94 Minuten geleistet haben, das war spitze", so Kovac. "Normalerweise hätten wir das normal zu Ende gespielt. Haben wir nicht, das ist das Ärgerliche."
Blackout hier, Kollaps da - Kritik durfte am Dienstagabend natürlich nicht fehlen. Kovac weiß jedoch auch: Eine Drei-Minuten-Schläfrigkeit ist deutlich einfacher abzustellen als eine Nicht-Leistung über 94 Minuten.
Und von letzterem Szenario ist man in Dortmund weit entfernt.
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Chelsea-Coach Maresca lobt: Bayern kann die Champions League gewinnen

Quelle: Perform


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