Champions League: Chelsea vor Kracher gegen FC Bayern - Joao Pedro, Cole Palmer und Co. sorgen für Blues-Comeback

Der FC Chelsea hat im Sommer den letzten großen Titel auf Klub-Ebene gewonnen. Im Finale der Klub-WM schlugen die Blues den Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain. Nach zwei Jahren ohne Teilnahme an der Königsklasse ist die Mannschaft zurück auf Europas größter Bühne - der Chaos-Klub der vergangenen Jahre scheint Geschichte zu sein. Nun wartet zum Auftakt der Champions League der FC Bayern.

Chelsea-Coach Maresca lobt: Bayern kann die Champions League gewinnen

Quelle: Perform

Der Aufschwung an der Stamford Bridge trägt nicht nur einen Namen, aber als einer der ersten muss Joao Pedro genannt werden. Bei der Klub-WM zeigte der Neuzugang von Brighton & Hove Albion in nur drei Spielen direkt seine Klasse.
Gegen Palmeiras machte er sein erstes Spiel für Chelsea im Viertelfinale. Im Halbfinale gegen seinen Jugendklub Fluminense wurde er mit zwei Toren schon zum Matchwinner, im Finale gegen PSG legte er noch einen weiteren Treffer drauf und schoss das Team gemeinsam mit Cole Palmer zum Titel.
"Man konnte das sicher nicht so von ihm erwarten", sagt Fußball-Experte Pete Sharland von "TNT Sports UK". "Er ist schon eine Weile in England und wurde immer als aufregender Spieler wahrgenommen, aber nicht wahnsinnig konstant. Das hat einige Experten überrascht."
Der Brasilianer ist in kürzester Zeit zu einer unverzichtbaren Stütze im Team von Enzo Maresca geworden. So sehr, dass der Trainer ihn nicht einmal dann aus der Startformation lassen kann, wenn er darum bittet.
"Er fragte mich vor dem Spiel, ob es nicht besser wäre, wenn er nicht spielt, denn er fühlte sich nicht 100 Prozent fit", sagte Maresca nach dem 2:2 gegen Brentford. "Hätte ich an Bayern gedacht, dann wäre er auf der Bank geblieben. Aber er hat gespielt, weil der Fokus auf heute gerichtet war."

Kleiner Kader statt überfüllte Kabine

Pedro dankte es dem Trainer mit einer Torvorlage, in vier Premier-League-Spielen kam er bisher auf zwei Tore und drei Assists. Nach zwei Spielen in der WM-Qualifikation "musste" der 23-Jährige 79 Minuten ran - und sein Einsatz wird auch gegen die Bayern erwartet.
Dass es Chelsea einmal an Optionen auf irgendeiner Position fehlen könnte, ist eine sehr neue Entwicklung. Es ist gerade mal ein Jahr her, dass sich TV-Experte Jamie Carragher über die überfüllte Kabine lustig machte. Immer neue Spieler wurden für Unsummen verpflichtet, sportlich stieg man in den Jahren nach dem Champions-League-Titel 2021 in die zweite Reihe in England ab.
picture

Neben Joao Pedro der zweite Erfolgsgarant bei Chelsea: Cole Palmer

Fotocredit: Getty Images

Nun ist es nicht so, dass Chelsea auf einmal aufgehört hätte, sehr viel Geld für neue Spieler auszugeben - auch in diesem Sommer waren es rund 350 Millionen Euro, darunter alleine mehr als 65 Millionen für Pedro.
Aber es ist auch das erste Mal seit Jahren, dass die Blues ein Transferplus verzeichnen konnten. Der aufgeblähte Kader wurde ausgedünnt, trotz der recht erfolgreichen Vorsaison drehte sich das Kader-Karussell wieder schnell weiter: 16 Spieler - ohne Leihspieler - verließen das Team im Sommer, nur zehn kamen dazu.

Chelsea baut auf die Jugend

Nicholas Jackson zog es leihweise zum FC Bayern und genau ein solcher Spielertyp fehlt Chelsea jetzt, um einem Joao Pedro eine Pause zu gönnen. Neuzugang Liam Delap verletzte sich gegen Brentford und auf einmal muss man Mittelstürmer in der einst überfüllten Kabine verzweifelt suchen.
Dafür gleicht diese inzwischen immer mehr einem Pausenhof. Während unzählige Spieler verpflichtet wurden, waren die meisten davon hochveranlagte Teenager und inzwischen zahlt sich das aus. Im Angriff sind Pedro Neto und Joao Pedro mit 25 beziehungsweise 23 Jahren die ältesten bisher eingesetzten Spieler, die Zahl der Spieler über 27 Jahre: null.
Mit einem derart jungen Kader kann nicht alles funktionieren. Gegen Brentford gab man spät noch mögliche drei Punkte aus der Hand, der Auftakt verlief beim 0:0 gegen Crystal Palace holprig. Trotzdem: Die Mannschaft ist mit acht Punkten nach vier Spielen in der Premier League noch ungeschlagen, Maresca hat das Team in den vergangenen zwölf Monaten in ruhigere Gewässer geführt, die Rollen im Kader sind klar verteilt.
"Er ist nicht der perfekte Trainer, aber er ist für den Umschwung mitverantwortlich", sagte Sharland. "Er wächst mit dem jungen Team und gibt ihnen Klarheit, die vorher gefehlt hat. Er weiß, wie er spielen will und scheint ganz gut einschätzen zu können, wie er seine Spieler einsetzt."
Und mit überragenden Einzelkönnern wie Pedro und Palmer sind die Blues für jedes Team gefährlich - auch für den FC Bayern.
picture

Alonso adelt Mbappé: "Zweifellos ein Anführer"

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung