FC Bayern München im Champions-League-Kracher gegen PSG - so knacken Kane, Olise und Co. die Pariser Pressingmaschine

Auf dem Weg zum möglichen Triple wartet auf den FC Bayern im Halbfinale der Champions League Paris Saint-Germain. Anders als in der Liga wird der deutsche Rekordmeister hier auf eine Mannschaft treffen, die meistens sehr hoch presst - und zwar mit einem ähnlichen Ansatz wie die Münchner selbst. Eurosport.de analysiert im Taktik-Check, wie die Münchner mit der PSG-Manndeckung umgehen.

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Quelle: Perform

Woche für Woche bespielen die Bayern einen tiefen Abwehrblock: Die meisten Gegner stellen sich 25 bis 30 Meter vor dem eigenen Tor auf und verteidigen den Raum - klar, gegen die individuelle Qualität des Rekordmeisters will man sich möglichst selten in direkte Duelle stürzen.
Selbst in der Champions League gestalten die meisten Bayern-Gegner ihre Defensivarbeit eher konservativ.
Auch Real Madrid (2:1, 4:3) agierte den Großteil der 180 spektakulären Viertefinal-Minuten die meiste Zeit aus einem tiefen Block heraus.
Nun wartet mit Paris Saint-Germain eine komplett andere Aufgabe auf das Team von Vincent Kompany.
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PSG befindet sich vor dem Bayern-Spiel in bestechender Verfassung

Fotocredit: Getty Images

Schlägt PSG die Bayern mit den eigenen Waffen?

Paris verteidigt gerne hoch und aggressiv. Dabei laufen sie den Gegner schon bei der Spieleröffnung im hohen Tempo an. Besonders Ousmane Dembélé, der früher als Flügeldribbler zwar für Spektakel aber weniger für Defensivarbeit gestanden hat, ist hier hervorzuheben. Der mittlerweile als Mittelstürmer agierende Ex-Dortmunder löst im Sprint das Pressing aus. Dahinter spielt PSG sehr mannorientiert.
Trainer Luis Enrique gibt seinen Spielern offenbar sehr genau mit, wer für wen zuständig ist. Zwar laufen die PSG-Spieler ihren direkten Gegenspielern nicht so konsequent hinterher wie die Bayern, die Parallelen sind aber klar zu erkennen.
PSG will den Aufbau des Gegners frühestmöglich stören und den Ball so hoch wie möglich gewinnen - umso kürzer ist nach Ballgewinn der Weg zum Tor. Während die meisten Gegner in der Bundesliga dieses hohe Zustellen und Anlaufen nur vereinzelt einstreuen, müssen sich die Bayern darauf einstellen, über zwei Spiele hinweg ständig unter Druck Fußball spielen zu müssen.
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Positionswechsel gegen die Manndeckungen - Kimmich und Musiala als Schlüssel

Kompany und sein Trainerstab werden den PSG-Ansatz natürlich genau studiert haben. Gegen einen so mannorientierten Gegner braucht es klare Abläufe und ein hohes Durchsetzungsvermögen. Außerdem ist es ein vielversprechendes Mittel, bestimmte Spieler aus den Positionen zu ziehen und damit Räume zu schaffen.
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Jamal Musiala und Joshua Kimmich: Schlüsselspieler für die Bayern am Dienstagabend

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Paris agiert aus einem 4-3-3, aus dem einer der beiden Achter vorrücken wird, um zusammen mit den drei Stürmern Bayerns Viererkette unter Druck zu setzen. Damit die zwei verbleibenden Mittelfeldspieler nicht gegen Bayerns drei Spieler im Zentrum in Unterzahl geraten, wird Jamal Musiala vermutlich von einem der Pariser Innenverteidiger aufgenommen. Bayern wird versuchen, dies mit einigen Anpassungen in der Positionierungen auszunutzen.
Joshua Kimmich könnte beispielsweise mit in die Abwehr fallen. Schiebt Paris keinen weiteren Mittelfeldspieler hoch, baut Bayern in Überzahl auf. Wird Kimmich jedoch verfolgt, bleibt Paris nur ein zentraler Mittelfeldspieler, der gegen Bayerns zweiten Sechser (Leon Goretzka oder Aleksandar Pavlovic) steht.
In diesen Momenten kann Musiala den großen Raum nutzen und tief ins Mittelfeld zurückfallen. Eine Situation, die für den zuständigen PSG-Innenverteidiger nicht gerade angenehm ist - schließlich muss er Musiala nun aus der Bewegung heraus und auf großem Raum verteidigen.
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Kane ist auch als Spielmacher gefragt

Ein weiteres Mittel, das nach ähnlichem Prinzip funktioniert, ist das Zurückfallen von Harry Kane. Der Toptorjäger taucht ohnehin in den meisten Spielen überall auf dem Feld auf und sollte das gegen PSG auch tun.
Fällt er zeitgleich mit Musiala ins Mittelfeld zurück, müssten beide Pariser Innenverteidiger ihre Position verlassen, um den Bayern Druck zu geben. In diesen Momenten wird es wichtig sein, dass Bayerns Flügel oder auch ein Spieler aus dem Mittelfeld die Tiefe beläuft.
Luiz Díaz links und Michael Olise rechts sind mit ihrem Tempo prädestiniert für diese Aufgaben, aus dem Mittelfeld heraus würde Goretzka besser zu diesen Situationen passen als Pavlovic.
Eurosport-Check: Dem FC Bayern steht am Dienstagabend eine spezielle Aufgabe bevor. PSG wird vor allem im Heimspiel viel Druck ausüben und die FCB-Akteure eng markieren. Dies kann für Hektik und Stress sorgen, ist aber auch eine große Chance. Mit einigen Positionswechsel, die die Bayern ohnehin in ihrer Spielanlage vorsehen, können sie die mannorientierte Spielweise der Franzosen aushebeln - und sich nicht mit eigenen Waffen schlagen lassen.
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PSG - FC Bayern: Die Top-Statistiken zum Duell im Halbfinale

Quelle: Perform


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