FC Bayern München siegt bei Paris Saint-Germain - und verliert Doppeltorschützen Luis Díaz: Die Stimmen zum Kracher
Der FC Bayern hat seine Siegesserie auch gegen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain ausgebaut und seinen 16. Sieg im 16. Spiel gefeiert. Luis Díaz avancierte erst mit zwei Toren zum Helden und kurz vor der Halbzeit zum Bösewicht. Sein Platzverweis war berechtigt, allerdings sorgte das Gebaren des Schiedsrichters bei Manuel Neuer für Stirnrunzeln. Die Stimmen zum Königsklassen-Kracher.
Kimmich und Eberl über Rot für Díaz: "Wenn du das Standbild siehst..."
Quelle: Eurosport
Der FC Bayern hat den nächsten Beweis erbracht, dass in dieser Saison nicht nur auf nationaler Ebene mit ihm zu rechnen ist.
Beim 2:1-Erfolg über Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain glänzten die Münchner eine Halbzeit lang mit druckvollem Zauberfußball - bis Doppelpacker Luis Díaz seinem Team mit einem brutalen Foul an Achraf Hakimi einen Bärendienst erwies.
Die anschließende Rote Karte wurde von seinen Mitspielern im Nachgang in ihrer Berechtigung nicht angezweifelt, Manuel Neuer richtete dennoch einige kritische Worte an Schiedsrichter Maurizio Mariani.
Ansonsten überwog bei allen Beteiligten die Erleichterung über drei prestigeträchtige Punkte.
Die Stimmen zu PSG - FC Bayern
Manuel Neuer (FC Bayern) bei "Prime" ...
... zum Spiel: "In der zweiten Halbzeit war es ein natürlich ganz anderes Spiel. In der ersten Halbzeit hat man gesehen, wer heute die bessere Mannschaft war. Dann mit zehn Mann ist es natürlich nicht so leicht. Das war dann in der zweiten Halbzeit ein Kampf. Aber wir machen es im Training oft genug, dass wir Überzahl gegen Unterzahl spielen, zehn gegen acht. Und dann konnten wir richtig gut verteidigen. Das haben wir heute bewiesen, dass wir das können."
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... zur taktischen Ausrichtung in der Halbzeit zwei: "Wichtig war, dass wir dann kompakt sind, vielleicht versuchen, vorne was fest machen. Aber es war wirklich schwer. Wir waren in Unterzahl, auch in der ersten Linie vorne. Da hat jeder Stürmer es auch schwer gehabt, Harry zum Beispiel gegen drei Mann den Ball fest zu machen oder mal einen Freistoß rauszuholen. Das ist nicht zu leicht.
zur Roten Karte für Luis Díaz und der Tatsache, dass er zum Schiri geholt wurde: "Meiner Meinung nach war es sinnlos, weil er mir nur die Entscheidung mitgeteilt hat. Dann soll er ihn vom Platz stellen, aber er braucht mich nicht aus dem Tor holen. Dafür haben wir ja den Kapitän, der auf dem Pitch ist. Mit dem kann man kommunizieren. Ich habe die Situation natürlich nur von weitem gesehen, von daher halte ich mich da zurück. Mir wurde gesagt, es sei jetzt kein ganz hartes Foul, also rotwürdiges Foul. Ich weiß nicht, ob das jetzt überhart war, aber das muss man dann sehen."
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Luis Díaz verletzt Achraf Hakimi und sieht die Rote Karte
Fotocredit: SID
Joshua Kimmich (FC Bayern) bei "Prime" ...
... zur Halbzeit eins, ob sie PSG komplett dominiert haben: "Nicht mit Ballbesitz, aber wir haben ihnen sehr weh getan. Es war nicht der absolute Ballbesitz-Fußball, den wir sonst bringen. Aber wir waren richtig griffig, hatten richtig viele sehr gute Chancen. Wir waren körperlich sehr präsent. Es war eine der intensivsten Halbzeiten meiner Karriere. Nach 25 Minuten habe ich mal nach oben geguckt und gedacht, ich kippe gleich um. Es war schon sehr intensiv von beiden Mannschaften, dieses Mann gegen Mann. Paris bewegt sich viel in Ballbesitz. Die Spieler rotieren viel, gehen viel tief. Man muss dann immer folgen. Das war nicht ohne. In der zweiten Halbzeit wurde es dann noch intensiver."
... zum Platzverweis von Luis Díaz: "Ich glaube, der Lucho war ein bisschen übersäuert, ein bisschen sauer, dass er den Ball verliert. Ich habe es auf dem Bildschirm kurz gesehen. Er hatte eigentlich neben den Mann gegrätscht, Hakimi wollte in dem Moment seinen Körper reinstellen, dadurch trifft er ihn unten."
... zur etwaigen Meisterprüfung: "Ganz ordentlich. Ich habe schon gehofft, dass wir vielleicht mal den ein oder anderen Entlastungsangriff haben. Wir hatten einen mit Michael. Harry hat es noch ganz gut gemacht, hat mal ein, zwei Bälle festgemacht. Aber ansonsten war es dann wenig nach vorne. Wir haben es dann trotzdem ganz gut verteidigt. Natürlich hatten sie die ein oder andere Chance, die ein oder andere klare Torchance. Aber es war nie so das Gefühl, dass wir fünf Minuten lang geschwommen sind. Es waren dann viele Schüsse aus der Distanz. Aber wenn du dann Manu hinten drin hast, kannst du sie auch mal schießen lassen."
... zu den kommenden Spielen: "Jetzt sind wir Erster, und haben dann im nächsten Spiel Arsenal, wieder eins gegen zwei. Dann können wir ein weiteres mal sehen, wo wir stehen. Aber heute war speziell die erste Halbzeit schon herausragend gut von uns."
Jonathan Tah (FC Bayern) bei "Prime" ...
... zum Spiel: "Die erste Halbzeit war brillant von uns. Die Art und Weise, wie wir das Spiel angegangen sind, durch die Intensität, wie viele Chancen wir uns erarbeitet haben. Die zweite Halbzeit war einfach gemeinsam leiden, gemeinsam verteidigen. Es gibt in einer Saison immer solche Momente. Es ist nicht typisch für uns, dass wir extrem viel verteidigen müssen, so tief. Aber wir haben heute gezeigt, dass wenn wir es müssen, wir es können, das wir da sind und dass wir dafür bereit sind."
... zum kollektiven Verteidigen: "Es ist eine der besten, wenn nicht sogar die beste Offensive in Europa. Es war wirklich nicht einfach. Das Wichtigste war, dass wir als Mannschaft zusammengehalten haben, dass wir daran geglaubt haben, dass wir das überstehen können. Es war klar, dass es mal zu 50-50-Situationen kommt, aber in denen waren wir auch immer da und wach. So kommt es am Ende zustande, dass du das Spiel gewinnst. Wir konnten nicht mehr hoch pressen. Gegen so eine Mannschaft mit einem Mann weniger, kannst du nicht hoch pressen. Deswegen war es für uns klar, dass wir leiden müssen, dass wir einmal durch diese Hölle gehen müssen. Und das haben wir gemacht: gemeinsam gefightet. Es war nicht einfach, aber wir haben es geschafft."
... zur Mentalität: "Wir wollen Spiele gewinnen. Wir wollen in jedes Spiel reingehen und egal, was das Spiel fordert – manchmal kann man es nicht beeinflussen - du musst bereit sein für das, was kommt. Das wollen wir in jedem Spiel. Das wollen wir jetzt auch wieder gegen Union Berlin machen, aber auch in einer so schönen Kulisse wie hier in Paris."
Marquinhos (PSG) bei "Canal +": "Es ist immer schwer, zu Hause zu verlieren, das ist eine Enttäuschung. Wir sind auf eine sehr gut aufgestellte Mannschaft getroffen, vor allem körperlich. In der ersten Halbzeit waren sie besser als wir, was die körperliche Präsenz und die hohen Balleroberungen angeht. Wir konnten unser Spiel nicht aufziehen. Viele unserer Spieler sind nicht zu 100 % fit, ich selbst auch nicht. Es gibt Dinge, die wir aus diesem Spiel mitnehmen können."
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Kompany fühlt mit Hakimi - und nimmt Díaz in Schutz
Quelle: Perform
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