Champions League 2026 - Paris Saint-Germain verteidigt Titel im Finale gegen den FC Arsenal und will mehr

Paris Saint-Germain verteidigt den Henkelpott im Champions-League-Finale gegen den FC Arsenal - und träumt bereits vom Hattrick. Nach den Feierlichkeiten hat der Klub bereits die nächste Saison im Blick. "Wir wollen mehr", warnt Stürmer Désire Doué Europas Konkurrenz. Für die französische Presse, die den Klub feiert, gilt Coach Luis Enrique als Erfolgsgarant an der Seine.

Paris Saint-Germain bejubelt den Titel

Fotocredit: Getty Images

Abertausende Fans jubelten begeistert, als Kapitän Marquinhos immer wieder voller Stolz den riesigen Champions-League-Pokal in die Höhe reckte, vor der malerischen Kulisse des Eiffelturms ließen sich Europas Fußball-Könige bei ihrer Rückkehr nach Paris gebührend feiern.
"Die Saison so zu beenden, ist der ultimative Traum – zwei Titel in Folge", sagte Mittelfeldmotor Vitinha nach dem dramatischen Finalsieg gegen den FC Arsenal: "Heute können wir sagen, dass wir die Besten in Europa sind."
Daran zweifelt niemand mehr - Paris Saint-Germain hat sich in den exklusivsten Kreis des europäischen Klubfußballs geschoben. Mit dem 4:3 im Elfmeterschießen gegen den englischen Meister (1:1 nach 90 und 120 Minuten) verteidigte Paris als erst zweiter Klub nach Rekordgewinner Real Madrid erfolgreich seinen Titel in der Champions League. 
"Das", sagte Erfolgstrainer Luis Enrique, sei "noch größer" als der erste Triumph im vergangenen Jahr gegen Inter Mailand (5:0) im Finale von München.

Verhaftungen nach Ausschreitungen

Ihren Partymarathon hatten die Überflieger bereits am Samstagabend in Budapest begonnen. Nach einer kurzen Nacht landete die Maschine mit mehr als einer Stunde Verspätung auf dem Charles de Gaulle. In zwei Bussen ging es von der Polizei eskortiert in die Innenstadt. Dort stand im Anschluss an die Party vor dem Eiffelturm ein Besuch beim französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron im Élysée-Palast an.
In der Nacht zu Sonntag hatte es nach dem Triumph Ausschreitungen gegeben. Dabei verlor ein junger Mann sein Leben, zahlreiche Personen wurden verletzt, es gab mehrere hundert Festnahmen.
Über die sportliche Bilanz des Endspiels gab es keine zwei Meinungen - schon gar nicht in Frankreich: "Le Parisien" erklärte PSG zur "Referenz des europäischen und weltweiten Fußballs".
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Quelle: SNTV

Tatsächlich ist aus der Frage, ob der Klub jemals zu den besten Europas gehören könne, längst folgende geworden: Wie lange kann diese Mannschaft, die im Halbfinale den FC Bayern ausgeschaltet hatte (5:4, 1:1), ihre Dominanz fortsetzen?

Doué warnt: "Sind wirklich hungrig"

"Zuerst werden wir das genießen, und danach werden wir hart arbeiten, denn wir wollen mehr", sagte Angreifer Désiré Doué warnend: "Wir sind wirklich hungrig. Wir sind eine junge Mannschaft und wissen, dass wir sehr ehrgeizig sind. Deshalb müssen wir in der nächsten Saison wieder angreifen." Auch PSG-Urgestein Marquinhos träumt von einem Hattrick, wie er Real Madrid von 2016 bis 2018 gelang. "Ich glaube, wir können wieder gewinnen, mehr und mehr."
Für derartige Ansagen war Trainer Enrique zu ausgelaugt. Er empfinde "Aufregung, Müdigkeit, alles", sagte der Spanier, nachdem er völlig losgelöst und schweißgebadet über den Budapester Rasen gehüpft war. Ob er eine Trainerlegende sei, wurde der 56-Jährige gefragt: "Legende? Das interessiert mich nicht."

Enrique als Erfolgsgarant

Doch tatsächlich ist der Pariser Aufschwung vor allem auf ihn zurückzuführen. "Dieser Wille, immer mehr zu gewinnen - dafür ist Luis Enrique verantwortlich", lobte Vitinha. Präsident Nasser Al-Khelaifi nannte ihn den "besten Trainer der Welt". Die spanische Marca schrieb, Enrique habe PSG "auf den Olymp der Champions League" geführt.
Der erneute Triumph war nicht so spektakulär wie jener im vergangenen Jahr. Nach Arsenals Führung durch Nationalspieler Kai Havertz (6.) war die beste Offensive des Wettbewerbs (45 Tore) lange gehemmt. Ein verwandelter Foulelfmeter von Weltfußballer Ousmane Dembélé (65.) half. Nach 120 Minuten behielt der Titelverteidiger vom Punkt aus die Nerven und gewann im Stile echter Champions - ohne zu glänzen.
Für die französische Sportzeitung L'Équipe ist Paris nach dem "Doppelpack für die Geschichtsbücher" somit "legendär". Nach zwei Titeln in Serie fehlen Gegenargumente - oder, wie es die italienische Gazzetta dello Sport formulierte: "Das Königreich besteht weiter."
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(SID)
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Quelle: Perform


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