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FIFA: Gianni Infantino steht weiter unter Druck: Kritik gibt es auch aus eigenen Reihen - Nachfolger gehandelt
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Publiziert 04/08/2026 um 17:41 GMT+2 Uhr
Während Gianni Infantino noch um seinen Job ringt, suchen seine Gegner im Hintergrund bereits nach einem geeigneten Nachfolger. Macht es Aleksander Ceferin sogar selbst? Die Spekulationen um Gianni Infantino und dessen potentiellen Sturz nach dem gescheiterten Investoren-Deal bekommen immer mehr Nahrung. Nun gibt es auch aus den eigenen Reihen zunehmend Kritik an der One-Man-Show.
Rolle rückwärts: Infantino stoppt Investoren-Deal
Quelle: Perform
Immer mehr Nationen verweigern Gianni Infantino die Gefolgschaft, auch aus dem eigenen Lager wächst der Widerstand - und die Diskussion um mögliche Nachfolger wie Aleksander Ceferin nimmt weiter Fahrt auf.
Noch versucht der angezählte FIFA-Boss diesem heftigen Gegenwind zu trotzen. Dass er sich "isoliert" fühle und deshalb im Weißen Haus um Rückendeckung gebeten habe? "Frei erfunden", stellte der Weltverband empört klar: "Der FIFA-Präsident hat in den vergangenen Tagen weder den US-Präsidenten noch Mitglieder seiner Regierung angerufen."
Einen entsprechenden Bericht der "New York Post" wies die FIFA beim Kurznachrichtendienst "X" energisch zurück. Das US-Blatt hatte berichtet, dass Infantino nach dem gescheiterten Investorendeal ein Meeting mit Außenminister Marco Rubio vereinbart habe.
Außerdem habe er mehrfach versucht, Donald Trump telefonisch zu erreichen - laut des Blattes vergebens. Auch wenn dies laut FIFA nicht der Wahrheit entspricht, befindet sich der Schweizer definitiv in der schwersten Phase seiner seit 2016 dauernden Amtszeit.
UEFA-Chef Aleksander Ceferin als Nachfolger gehandelt
Während der frühere FIFA-Boss die norwegische Verbandspräsidentin Lise Klaveness als Nachfolgerin vorschlägt, sehen nicht wenige ausgerechnet seinen wohl hartnäckigsten Widersacher Aleksander Ceferin als idealen Nachfolger.
Der Slowene gilt als personifizierter Gegenentwurf zum machtbesessenen und als One-Man-Show agierenden Infantino. Ceferin ist keiner, der sich in der Öffentlichkeit in den Mittelpunkt drängt und mit den mächtigsten Persönlichkeiten umgibt.
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UEFA-Chef Aleksander Ceferin
Fotocredit: Twitter
Der 58-Jährige zieht bei der UEFA die Fäden eher aus dem Hintergrund - und das überaus erfolgreich.
Natürlich hat auch er den europäischen Dachverband seit seinem Amtsantritt 2016 zu einem deutlich besser vermarkteten Fußball-Unternehmen gemacht. Anders als Infantino lief Ceferin dabei aber nie Gefahr, dass ihm jemand unterstelle, vor allem zu seinem eigenen Vorteil zu arbeiten.
Der Slowene kennt klare Grenzen und versucht nicht das Rad zu überdrehen. So verwundert es kaum, dass er beim Widerstand gegen Infantino alle 55 Nationalverbände Europas geschlossen hinter sich vereinte.
Zeichen nach Infantino-Sturz verdichten sich
Ceferin wird auf dem UEFA-Kongress am 4. März in Astana nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Eine Amtszeitverlängerung durch ein Schlupfloch, wie es Infantino einst eingefädelt hatte, kam für ihn nicht infrage.
Der Rechtsanwalt wäre für die im Rahmen des FIFA-Kongresses in Rabat (18. März) angesetzte Neuwahl pünktlich frei. Ob er aber überhaupt Interesse am Chefposten des Weltverbandes hätte, ist völlig unklar. Ceferin hält sich diesbezüglich bedeckt.
Womöglich wird der Job des FIFA-Präsidenten ja auch früher vakant, sollten sich die Zeichen weiter verdichten, dass für den Sturz von Infantino ein außerordentlicher Kongress einberufen werden könnte.
Neben Ceferin gilt CONCACAF-Boss Victor Montagliani weiter als Kandidat. Der Kanadier wird für seine Arbeit als Präsident des Verbandes von Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik sehr geschätzt.
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CONCACAF-Chef Victor Montagliani
Fotocredit: Getty Images
Eigentlich möchte er sich nach zehn Jahren in dieser Rolle nochmals wiederwählen lassen - die Aussicht auf den FIFA-Posten könnte ihn umstimmen.
Allgemeine Distanzierung von Alleinherrscher Infantino
Doch kampflos wird sich Infantino seinem Schicksal keinesfalls ergeben, auch der Rückzug der Unterstützung aus Wales, Finnland und Serbien oder Gegenwind aus dem eigenen Lager wie von FIFA-Direktor Arsène Wenger ändert daran nichts.
Selbst sein enger Vertrauter Mattias Grafström distanzierte sich. Als "schwer zu begreifen und zu akzeptieren" bezeichnete der Schwede die Vorgänge in einer unter anderem vom "Athletic" und "Sky Sports" zitierten Mail an Mitarbeiter des Weltverbandes.
Der angeschlagene Alleinherrscher stemmt sich gegen die Widersacher, wirbt weiter fleißig um Gefolgschaft.
In seiner "Instagram"-Story postete er beispielsweise Unterstützungsschreiben aus Marokko, Katar, Kuwait, Bhutan, Sri Lanka und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Und es würde kaum verwundern, wenn ihm zeitnah auch sein guter Freund Trump doch noch den Rücken stärkt.
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(SID)
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"Positive Erfahrung": Kompany schwärmt von Südkorea-Reise
Quelle: Perform
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