FK Bodö/Glimt zeigt AS-Rom-Torwarttrainer Nuno Santos an: Körperlicher Angriff auf Kjetil Knutsen?

FK Bodö/Glimt hat nach dem Conference-League-Viertelfinale gegen die AS Rom (2:1) Torwarttrainer Nuno Santos bei der Polizei angezeigt und den italienischen Klub bei der UEFA gemeldet. Das gab der norwegische Erstligist am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt. Bodö/Glimt bezichtigte den Portugiesen, ihren Trainer Kjetil Knutsen nach dem Match im Spielertunnel körperlich attackiert zu haben.

Kjetil Knutsen (FK Bodö/Glimt)

Fotocredit: Imago

"Roms Verhalten ist nicht nur ein physischer Angriff auf Kjetil Knutsen. Es ist ein Angriff auf Glimts Werte. Als kleiner Verein können wir ein solches Verhalten nicht hinnehmen", vermeldete der Viertelfinalist.
Am Donnerstagabend hatte Roma-Kapitän Lorenzo Pellegrini noch den Trainer von Bodö/Klimt beschuldigt, den Torwarttrainer der Italiener angegriffen zu haben. "Etwas sehr Unschönes ist gerade passiert", hatte der 25-Jährige gegenüber "Sky Italia" gesagt.
"Die Umkleidekabinen liegen gegenüber voneinander. Knutsen hat etwas zu unserem Trainer gesagt und ihn dann attackiert. Es ist unwürdig für den Wettbewerb und das Fair Play. Wir kamen hier mit Respekt her, aber solche Aktionen sind eine Beleidigung für Rom und den Wettbewerb. Es ist eine Schande", hatte Pellegrini geklagt.
Dem widersprach der norwegische Klub nun deutlich. "Rom bombardiert die Medien mit Unwahrheiten, um das unsportliche Verhalten zu verbergen", erklärte Bodö/Glimt in der Mitteilung. Die Norweger verweisen dabei auf ein Video, das dem Klub vorliege.

Knutsen widerspricht Pellegrini

"Wir fordern, dass die Öffentlichkeit Zugang zu diesem Video bekommt", erklärte der Conference-League-Viertelfinalist in seiner Stellungnahme. Das Video ist offenbar Eigentum der UEFA.
Auch Trainer Knutsen widersprach den Anschuldigungen Pellegrinis in der Pressemitteilung nun deutlich und verteidigte sich: "Er (Nuno Santos, Anm. d. Red.) packte mich am Hals und drückte mich gegen die Wand. Es ist klar, dass ich mich dann wehren musste."
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Nuno Santos, Torwarttrainer der AS Rom

Fotocredit: Imago

Den Handgreiflichkeiten vorangegangen war offenbar eine Streitigkeit am Spielfeldrand. Die Norweger warfen Torwarttrainer Santos vor, sich während des Spiels außerhalb der Coachingzone aufgehalten zu haben, um "Knutsen verbal und gestikulierend" zu belästigen. Auf die Beschwerden der Norweger haben die Schiedsrichter demnach nicht reagiert.
"Romas Torwarttrainer durfte sein Verhalten ungehindert fortsetzen", klagte der Klub. Auch Trainer Knutsen äußerte sich schockiert über das Verhalten, das die AS Rom während des Spiels gezeigt hatte. "Alles gipfelte in einem körperlichen Angriff auf mich im Spielertunnel", sagte der 53 Jahre alte Coach.

Glimt fordert Konsequenzen von UEFA

Bereits am Abend war die Polizei im Spielertunnel des Aspmyra-Stadion eingeschritten, weil die Ordnungskräfte in Bodö die Polizei wegen "eines verbalen und dann körperlichen" Zwischenfalls alarmiert hatten.
Laut "Sky Italia" waren Knutsen und Gomes sowie die Spieler, die den Vorfall offenbar bezeugt hatten, bereits am Abend verhört worden.
Manager Frode Thomassen erklärte in der Stellungnahme am Freitag: "Glimt sieht keine andere Wahl, als Nuno Santos aufgrund des körperlichen Angriffs auf Kjetil Knutsen bei der Polizei anzuzeigen." Der Funktionär hoffe, dass die Behörden die "falschen Behauptungen von Rom" klarstellen würden.
Zudem forderte der 54-Jährige eine Reaktion der UEFA im Sinne "globaler Werte des Fußballs von Gewaltlosigkeit und FairPlay". Der 2:1 (0:1)-Erfolg der Norweger gegen die Mannschaft von José Mourinho rückte durch die Anschuldigungen vollkommen in den Hintergrund.
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Schlechtes Niveau: Mourinho wettert gegen Schiri

Quelle: Perform

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