FC Bayern: Ajax-Duo Mazraoui und Gravenberch angeblich vor Wechsel nach München - die Lösung für das Dauerproblem
Der FC Bayern München treibt die Kaderplanung für die kommende Saison voran und plant Medienberichten zufolge gleich einen Doppelschlag auf dem Transfermarkt. Objekt der Begierde soll das Ajax-Duo Ryan Gravenberch (19) und Noussair Mazraoui (24) sein. Während Roh-Diamant Gravenberch noch den letzten Schliff benötigt, könnte sich Mazraoui als Lösung für Bayerns Dauerproblem herausstellen.
Noussair Mazraoui (l.) und Ryan Gravenberch - Ajax Amsterdam
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Die Namen Ryan Gravenberch und Noussair Mazraoui dürften bei vielen Fans von Borussia Dortmund böse Erinnerungen wecken.
Die zwei Eigengewächse standen bei Ajax Amsterdams beiden Erfolgen in der Champions-League-Gruppenphase über den BVB in der Startformation und wussten speziell beim historischen 4:0 (3:0)-Kantersieg in der heimischen Johan Cruijff Arena zu überzeugen.
Jene Leistungen sind auch den Topteams der Branche nicht verborgen geblieben. Nahezu halb Europa hat sich dem Vornehmen nach mindestens mit einem der beiden Schützlinge von Star-Berater Mino Raiola beschäftigt.
Den Zuschlag soll laut übereinstimmenden Medienberichten ausgerechnet Dortmunds Ligarivale Bayern München erhalten. Während das Münchner Interesse an Gravenberch unlängst bestätigt wurde, hat Teamkollege Mazraoui dem Rekordmeister laut "Sport1" sogar schon das "Ja"-Wort gegeben.
Doch was macht das Ajax-Duo eigentlich so begehrt?
Mazraoui: Inbegriff des modernen Außenverteidigers mit Mankos
Der Marrokaner Mazraoui ist der Inbegriff eines modernen Außenverteidigers. Er hat zweifelsohne seine Stärken in der Offensive (fünf Tore und vier Assists in der laufenden Spielzeit), vernachlässigt bei allem Drang nach vorne jedoch nicht die Defensivarbeit.
"Mazraoui ist zuverlässig, offensivstark, robust im Zweikampf und häufig im Spielaufbau involviert. Ein wichtiger Nebenaspekt seines Spiels ist, dass er dank seiner Präsenz im Angriff auch den Flügelstürmer auf seiner rechten Seite besser macht", schwärmte Fußball-Experte Kevin Van Nunen von Eurosport in Amsterdam vom Rechtsverteidiger.
Kurz gesagt, der 24-Jährige verkörpert genau das, was der deutsche Rekordmeister schon seit geraumer Zeit sucht: Eine offensive Alternative zu Benjamin Pavard rechts hinten.
Bei allen Vorzügen gibt es in manchen Bereichen aber noch Luft nach oben, wie Van Nunen betont. "Mazraoui hat immer wieder Höhen und Tiefen. Er ist nicht der Spieler, der ein Team an einem schlechten Tag mit seiner Leistung hochziehen kann, sondern taucht zumeist mit ab. Außerdem ist sehr verletzungsanfällig."
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Noussair Mazraoui (Ajax Amsterdam) im Spiel gegen Borussia Dortmund
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Mazraoui als perfektes Pendant zu Davies
Dennoch wäre Mazraoui, dessen Vertrag bei Ajax Amsterdam im Sommer ausläuft, beim FC Bayern mit seinem Offensivdrang das perfekte Gegenstück zu Linksverteidiger Alphonso Davies.
Dass Mazraoui seinen Jugendklub zum Ende der Saison verlassen wird, ist indes in Stein gemeißelt. "Die Chance, dass ich hierbleibe, ist gleich null, ich werde ins Ausland gehen, um ein Abenteuer zu erleben", verriet er gegenüber "NOS".
Mit einer Verpflichtung von Mazraoui könnte Pavard in München endlich auf seine bevorzugte Position in die Innnenverteidigung rücken, wo er die durch den Abgang von Niklas Süle zum BVB entstehende Lücke schließen soll.
Neben Pavard stünde den Bayern mit Dayot Upamecano, Tanguy Nianzou und Lucas Hernández in der nächsten Saison somit ein durchaus namhaftes Quartett im Abwehrzentrum zur Verfügung, ohne dahingehend unbedingt nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden zu müssen.
Gravenberch: Vergleiche mit Pogba machen die Runde
Etwas weiter vorne auf dem Spielfeld ist Mazraouis jetziger und vielleicht auch künftiger Teamkollege Gravenberch vorzufinden.
Der 19-Jährige ist im zentralen Mittelfeld beheimatet, wo er in Sachen Balleroberungen und Zweikampfführung besticht. Auch deshalb wird Gravenberch immer wieder mit den Allergrößten der Szene verglichen.
"Bezüglich seiner körperlichen Spielweise erinnert er mich an Frank Rijkaard, weil er groß (1,90 m; Anm. d. Red.) und sehr stark ist", erklärte Brian Tevreden, sein ehemaliger Förderer bei Ajax, vor wenigen Monaten bei "Goal" und führte aus: "Technisch ist er aus meiner Sicht sogar eine bessere Version von Paul Pogba zu dessen Hochzeit bei Juventus Turin, Ryan tritt ähnlich dominant auf dem Platz auf."
Nun, nach mehr als einem Jahrzehnt in seiner Geburtsstadt Amsterdam, trennen sich im Sommer auf sportlicher Ebene jedoch die Wege wie Gravenberch, der bei Ajax noch ein gültiges Arbeitspapier bis 2023 besitzt, kürzlich verkündete.
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Ajax-Juwel Ryan Gravenberch
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Nagelsmann hält sich bedeckt
Beim FC Bayern wäre Gravenberch im Mittelfeldzentrum eine valide Alternative zu den beiden gesetzten DFB-Stars Joshua Kimmich und Leon Goretzka sowie Youngster Jamal Musiala. Seine möglichen Konkurrenten Corentin Tolisso und Marc Roca gelten dagegen als Abwanderungskandidaten. Marcel Sabitzer blieb bislang hinter den Erwartungen zurück. Ein etwaiges Interesse des Rekordmeisters bestätigte Gravenberch selbst unlängst.
Bei all dem Hype um den Shootingstar drückte sein Trainer Eric ten Hag zuletzt jedoch auf die Euphoriebremse. "Er muss Acht geben, den Fokus nicht zu verlieren. Er hat Potenzial, aber es geht darum, aber man muss dieses Potenzial zum Vorschein bringen", sagte er gegenüber "ESPN".
Dennoch ist Ten Hag überzeugt, dass Mazraoui und Gravenberch auch in der Bundesliga Fuß fassen können. "Ich bin mir sicher, dass die beiden Jungs in der Bundesliga ihre Leistung bringen könnten", stellte er bei "Sport1" klar.
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hielt sich bezüglich der beiden möglichen Neuzugänge auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg (15:30 Uhr im Liveticker) bedeckt. Auf die Frage, ob er sich schon auf Gravenberch und Mazraoui freue, meinte der 34-Jährige: "Ich freue mich dann, wenn es soweit wäre. Es sind beides gute Spieler, aber warten wir mal ab."
Die Anhänger von Borussia Dortmund könnten das Duo in Zukunft somit noch häufiger zu Gesicht bekommen.
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Quelle: Perform
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