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UEFA Conference League - Randale und Gewalt-Eklat bei Köln-Spiel in Nizza ernten scharfe Kritik: "Der Fußball leidet"
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Publiziert 08/09/2022 um 20:42 GMT+2 Uhr
Heftige Krawalle haben das Remis des 1. FC Köln bei OGC Nizza überschattet. Der Bundesligist kam am Donnerstagabend in seinem ersten Gruppenspiel in der Conference League zu einem 1:1 (1:0), das Sportliche war allerdings schon vor dem Anpfiff in den Hintergrund gerückt. "Der Fußball leidet, OGC Nizza leidet und auch der 1. FC Köln", so Kölns Christian Keller.
"Fehlen fast die Worte": Kölns Co-Trainer Pawlak zum Chaos in Nizza
Quelle: Perform
Aus dem erhofften Feiertag an der Cote d'Azur wurden dunkle Stunden für den 1. FC Köln - und das noch weit vor dem Anpfiff.
Nach heftigen Krawallen vor dem geplanten Start des Spiels bei OGC Nizza befand sich am Donnerstagabend ein deutscher Fan in äußerst kritischem Zustand, mehrere Anhänger beider Seiten wurden verletzt.
Der für 18:45 Uhr geplante Anpfiff des Spiels in der Conference League wurde um knapp eine Stunde verschoben.
Insgesamt, so der Stand am späten Abend, wurden 32 Personen verletzt. Vier mussten im Krankenhaus behandelt werden, einer im kritischen Zustand: Der Mann war aus dem zweiten Rang gestürzt. "Da fehlen einem fast die Worte", sagte Pawlak.
"Wir sind fassungslos, wir wollten ein friedvolles Fußballfest feiern, alles war vorbereitet", sagte Kölns Geschäftsführer Christian Keller bei "RTL+". Er wisse nicht, ob das Wort "Chaoten" ausreiche, "mir fallen nur Schimpfwörter dazu ein. Ich weiß nicht, was diese Leute hier verloren haben. Der Fußball leidet, OGC Nizza leidet und auch der 1. FC Köln."
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Kölns Tigges stellt klar: "Chaoten stehen nicht für den Verein"
Quelle: Perform
Kölns Hector verurteilt Gewalt scharf
Die Gewalttaten ereigneten sich im Stadion, schon recht kurz nach den Vorfällen wandte sich FC-Kapitän Jonas Hector in einer Durchsage an die Fans. "Wir haben richtig Bock, das Spiel mit euch zu bestreiten", sagte er, "wir wollen auch, dass das Spiel stattfindet. Aber wir müssen sagen, dass wir sowas nicht gutheißen."
Laut Keller war die Informationslage allerdings undurchsichtiger: "Nach meinem Informationsstand, mit dem man sehr vorsichtig sein muss, sind zuerst Hooligans aus Nizza in unseren Fanblock eingedrungen." Zudem seien teilweise "Hooligans aus Paris" als Kölner Fans verkleidet gewesen. Die beteiligten Kölner Fans nahm Keller ins Visier. "Man muss dafür sorgen, dass diese Leute nie, nie wieder ins Stadion kommen, zumindest nicht in unseres."
Wie sich alles entwickelt hatte, muss noch aufgearbeitet werden. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete von "einigen Hundert" Kölnern, die in den Heim-Bereich eingedrungen waren - allerdings auch von Anhängern Paris Saint-Germains, Nizzas Erzrivalen. Diese hätten sich unter die Kölner gemischt und deren Farben getragen, zudem ein provokantes Plakat entrollt.
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Kölns Keller geht Randale in Nizza "richtig auf den Sack"
Quelle: Perform
Zweifellos waren aber Kölner stark an den Krawallen beteiligt. FC-Präsident Werner Wolf sprach von "abscheulichen Geschehnissen auf beiden Seiten. Wir werden all unsere Kraft in die Aufklärung setzen und dabei mit aller Konsequenz gegen die Gewalttäter vorgehen."
Diese hatten im eigenen Lager einen schweren Stand. Einige von ihnen wurden bei der Rückkehr in den eigenen Block wüst beschimpft, Videos davon kursierten in den Sozialen Medien. "Wir sind Kölner - und ihr nicht", skandierten die Fans. "Die große Mehrheit", sagte FC-Torwart Marvin Schwäbe, "hat eine klare Birne."
Bürgermeister kritisiert "skandalöses Verhalten"
Der Klub und auch die Fans hatten zuvor tagelang dem Start in die Gruppenphase der Conference League entgegengefiebert, für den FC war es die Rückkehr auf die europäische Bühne nach fünf Jahren. Etwa 8000 Fans hatten Tickets für die Begegnung, rund 12.000 waren mitgereist und zogen schon mittags lautstark, aber friedlich durch die Stadt - machten sich dabei aber nicht nur Freunde.
Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi twitterte am Nachmittag Bilder von Müllhaufen aus der Innenstadt, prangerte das "skandalöse Verhalten" der Gästefans an und kündigte an, dem FC die Rechnung für die Reinigung und eventuelle Reparaturen zu schicken.
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(SID)
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Nach fragwürdigem Tuchel-Aus: Klopp sendet Spitze in Richtung Chelsea
Quelle: Perform
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