Atalanta Bergamo benötigte im Coppa-Finale keine lange Anlaufzeit und verbuchte durch José Luis Palomino (3.) sowie Duván Zapata (5.) früh in der Partie die ersten guten Abschlüsse. Die Bergameschi vergaben durch Remo Freuler (25.) und Ruslan Malinovskyi (28.) weitere Chancen, sodass ein lange Zeit extrem passives Juve im Spiel blieb und aus dem Nichts mit dem ersten Torschuss in Führung ging.
Weston Mckennie behielt im Atalanta-Strafraum im Getümmel die Übersicht und legte für Dejan Kulusevski quer. Der frühere Atalanta-Profi zirkelte den Ball aus 13 Metern mit seinem feinen linken Fuß unhaltbar in die Ecke (31.).
Atalanta zeigte sich vom Rückstand jedoch unbeirrt und hatte noch vor der Pause die passende Antwort parat. Nach Freulers Ballgewinn gegen Adrien Rabiot landete die Kugel rechts am Strafraum bei Hans Hateboer, der Mitspieler Malinovskyi per Flachpass zentral vor dem Tor fand. Der zuletzt groß aufspielende Ukrainer ließ sich die Chance nicht entgehen und traf aus 14 Metern mit einem wuchtigen Abschluss zum 1:1-Pausenstand (41.).
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Nach dem Seitenwechsel übernahm Juventus mit zunehmender Spieldauer die Kontrolle und kam der Führung nach einer Stunde erstmals ganz nahe. Der dynamische Federico Chiesa traf nach starker Hacken-Vorarbeit von Cristiano Ronaldo per Schlenzer aber nur an den Pfosten (60.).
Wenig später hatte der schnelle Italiener schließlich mehr Fortune im Abschluss und erzielte das goldene Tor für die Alte Dame. Nach Doppelpass mit Kulusevski tauchte Chiesa frei vor Atalanta-Keeper Pierluigi Gollini auf und traf mit einem überlegten Abschluss in die kurze Ecke zum 2:1 (73.)
Atalanta hatte bis auf einen missratenen Schuss des eingewechselten Luís Muriel (78.) nichts mehr entgegenzusetzen. Juventus sicherte sich damit im 20. Finale den 14. Triumph in der Coppa Italia. Durch den Pokalsieg sorgt die Mannschaft von Trainer Andrea Pirlo noch für einen halbwegs versöhnlichen Saisonabschluss, in der Liga kämpft Juve einen Spieltag vor Saisonende noch um einen Champions-League-Platz.

Die Stimmen zum Spiel:

Federico Chiesa (Juventus Turin): "Es war ein sehr intensives Finale. Wir haben unsere Erfahrung im zweiten Durchgang ausgespielt und uns den Sieg verdient. Jetzt fahren wir mit einer Trophäe nach Hause - das war unser großes Ziel!"
Gian Piero Gasperini (Trainer Atalanta Bergamo): "Glückwunsch an Juventus! In der zweiten Hälfte konnten wir unser Spiel nicht mehr durchziehen und haben uns kaum noch Chancen herausgespielt. Dennoch haben wir wieder eine sehr gute Saison gespielt."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Pirlos entscheidender Taktik-Kniff

Nach einer äußerst passiv geführten ersten Juventus-Hälfte mit klaren Feld- und Chancenvorteilen für Atalanta, nahm Juve-Trainer Andrea Pirlo zur zweiten Hälfte eine spielentscheidende taktische Änderung vor. Während sich die Turiner in Hälfte eins noch tief in die eigene Hälfte zurückzogen, stand die Abwehrkette Juves nach der Pause extrem hoch an der Mittellinie und ließ den Gegner so überhaupt nicht mehr zur Entfaltung kommen. Einen einzigen Torschuss durch Muriel brachte die ansonsten so offensivstarke Gasperini-Elf noch zustande, sodass der Coppa-Sieg für ein als Kollektiv auftretendes Juve nicht mehr in Gefahr geriet.

Die Statistik: 24

Torwart-Legende Gianluigi Buffon absolvierte im Finale der Coppa Italia sein 685. Pflichtspiel für Juve und holte Titel Nummer 24 mit der Alten Dame.
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