In der ersten Halbzeit war der Spielverlauf sehr taktisch geprägt, beide Mannschaft hatten allerdings nicht das höchste Tempo in ihren Angriffen – es gab insgesamt recht wenige Torchancen. Zu Beginn des Spiels waren die Pariser, bei denen Julian Draxler auf der Bank saß und Thilo Kehrer in der Startelf stand, die dominante Mannschaft und hatten deutlich mehr Ballbesitz.
Monaco stand defensiv sehr stark, brachte sich allerdings durch einen individuellen Fehler ins Hintertreffen. Nach einem Pass von AS-Keeper Radoslaw Majecki zu Verteidiger Axel Disasi versprang dem Monegassen das Spielgerät. Kylian Mbappé spitzelte den Ball weg und legte quer zu Mauro Icardi, der ins leere Tor einschieben konnte (19.).
Nach dem Rückstand war Monaco die spielbestimmende Mannschaft und übernahm die Spielkontrolle. PSG ließ sich tief fallen, AS kombinierte durchs Mittelfeld, konnte aber keine Großchance herausspielen.
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Abgang oder Verbleib? Mbappé-Zukunft scheint endgültig geklärt
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Kevin Volland verpasste im Strafraum einige Flanken nur knapp, zu gefährlichen Abschlüssen kam bis zum Halbzeitpfiff aber kein Spieler der Mannschaft von AS-Trainer Niko Kovac. Je länger die erste Halbzeit dauerte, desto mehr häuften sich Fehlpässe und technische Fehler auf beiden Seiten.
Auch in der zweiten Halbzeit war AS Monaco bemüht und hatte phasenweise deutlich mehr Ballbesitz im Mittelfeld. Nur: Torchancen entstanden daraus nicht, PSG hatte in der Defensive keine Probleme. Den Monegassen fehlte das Tempo und die Risikobereitschaft. Paris überließ Monaco den Ball, von Stürmer Mbappé war Mitte der zweiten Hälfte überhaupt nichts zu sehen.
Nur in der 69. Minute musste Paris etwas zittern. Eine abgefälschte Flanke von Monacos Gelson Martins senkte sich über PSG-Torwart Keylor Navas an die Latte.
Danach begann die große Mbappé-Show. Erst kam der Franzose in großer Distanz vor dem AS-Tor an den Ball und sah, dass Majecki zu weit vor dem Tor stand. Der 22-Jährige lupfte den Ball über den Keeper an die Latte.
Kurz darauf traf er nach einem starken Steckpass von Ángel Di María mit einem leichten Lupfer zum 2:0 (81.). Damit war die Partie entschieden und Paris Saint-Germain sicherte sich zum sechsten Mal in den vergangenen sieben Jahren den Coup de France.

Die Stimmen zum Spiel:

Kylian Mbappé (Paris Saint-Germain): "Wir arbeiten jeden Tag, um diese Art von Emotion, Belohnung und Anerkennung zu bekommen. Wenn man für PSG spielt, einen der größten Vereine der Welt, den größten Verein des Landes, zählt jeder Titel, um Geschichte zu schreiben. Wir wollen ein Teil dieser Geschichte sein, das ist heute ein großer Schritt."
Aurélien Tchouaméni (AS Monaco): "Es ist frustrierend, weil wir dieses Finale gewinnen wollten. Wir haben eine wirklich junge Mannschaft, und es ist gut, in diesem Alter ein Finale zu erreichen. Wir werden lernen und wir hoffen, dass wir in den kommenden Spielzeiten Trophäen gewinnen können. PSG ist ein Team vom Typ Champions League. Wir wollen nächste Saison in der Champions League spielen. Heute haben wir gesehen, dass sich Fehler auf diesem Niveau rächen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Mbappés Klasse entscheidet das Finale

Kylian Mbappé hat schon deutlich bessere Spiele gezeigt. Der 22-Jährige war im Pokalfinale gegen AS Monaco vor allem in der zweiten Halbzeit phasenweise minutenlang überhaupt nicht zu sehen. Mbappé gab nicht besonders viele Schüsse ab, ging nicht richtig oft ins Dribbling und spielte auch nicht viele Pässe. Und trotzdem zeigte er drei Weltklasse-Aktionen, zwei davon führten zu Toren. Damit entschied der französische Nationalspieler die Partie. In der 19. Minute klaute er Axel Disasi den Ball und bereitete die Führung von Mauro Icardi vor. Zehn Minuten vor dem Ende zauberte er aus großer Distanz einen Lupfer an die Latte, kurz darauf erzielte er mit einem schönen, angelupften Schuss das entscheidende 2:0.

Die Statistik: 0

AS Monaco spielte gegen Paris Saint-Germain nicht schlecht, hatte phasenweise mehr vom Spiel und teilweise ein klares Übergewicht hinsichtlich des Ballbesitzes – die Mannschaft von Niko Kovac erspielte sich über 90 Minuten aber keine einzige Großchance. Zwölf Schüsse gaben die Monegassen ab, einen Torschuss zählten die Statistiker. Letztendlich war Monaco viel zu mut- und ideenlos in der Offensive. So hatte Paris Saint-Germain trotz einer durchschnittlichen Leistung keine Mühe, den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten. Monaco wirkte nach einer langen Saison, in der man phasenweise begeisternden Fußball spielte, aber auch viele Verletzte zu beklagen hatte, in diesem Pokalfinale einfach nicht spritzig genug.
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