Werder-Aus in zwei Minuten

Der sechsmalige DFB-Pokalsieger Werder Bremen ist in der ersten Runde beim 1. FC Heidenheim mit 1:2 (1:0) ausgeschieden. Markus Rosenberg brachte den Bundesligisten zwar in Führung (33.). Nach einem kläglich vergebenen Elfmeter durch Marco Marin drehte der frech aufspielende Drittligist die Partie.

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Christian Sauter (57.) und Marc Schnatterer (58.) machten mit einem Doppelschlag die Sensation am Samstag perfekt.
Die stark ersatzgeschwächten Bremer kontrollierten zunächst weitgehend das Geschehen, konnten aber im Angriff lange keine Akzente setzen. Der quirlige Marin sorgte mit Tempodribblings für Druck, Zählbares kam dabei aber auch nicht heraus. Heidenheim legte mit zunehmender Spieldauer immer mehr seinen Respekt ab. Bei gefälligen Vorstößen boten sich den Schwaben gute Chancen. So konnte Werder-Torhüter Tim Wiese per Faustabwehr gerade noch vor Florian Tausendpfund klären (17.). Dann schloss Sandro Sirigu nach einer gekonnten Einzelaktion zu unkonzentriert ab (25.).
Geschockt und planlos
Vom Bundesligisten ging zunächst kaum Gefahr aus. Einen Distanzschuss von Philipp Bargfrede (25.) parierte Heidenheims guter Keeper Frank Lehmann problemlos. Bei Rosenbergs tollem und tückischem Flatterball zur etwas überraschenden Führung war er allerdings ohne Abwehrchance. Heidenheim ärgerte sich über den Gegentreffer, weil direkt davor Bremens kantiger neuer Innenverteidiger Sokratis Papastathopoulos einen Angriff äußerst rustikal abgeblockt hatte.
Marin vergab sechs Minuten nach dem Seitenwechsel kläglich die große Möglichkeit zum 2:0. Lehmann wehrte den unplatziert geschossenen und umstrittenen Handelfmeter des Nationalspielers ab (51.). Dies rächte sich für Bremer kurz darauf: Innerhalb von 100 Sekunden drehte der Drittligist die Partie und ging 2:1 in Führung. Erst zirkelte Sauter einen direkten Freistoß unhaltbar zum Ausgleich ins Netz (57.). Dann erzielte Schnatterer völlig frei stehend das 2:1 (58.), nachdem die neu formierte Bremer Abwehr sich dilettantisch ausspielen lassen hatte.
Werder wirkte geschockt und agierte planlos. Heidenheim trumpfte dagegen immer stärker und selbstbewusster auf. Wiese vereitelte mit einer guten Abwehr gegen Sirigu (67.) eine höhere Niederlage. Bremen bemühte sich und erhöhte den Druck - aber vergeblich.
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