3 Dinge, die beim BVB-Pokalcoup in Stuttgart auffielen

Thomas Tuchel ließ sich für die Herausforderung beim VfB Stuttgart was ganz Besonderes einfallen - und wurde für seine Taktik-Tüftelei belohnt. Der BVB steht nach dem verdienten 3:1 zum dritten Mal in Folge im Halbfinale des DFB-Pokals. Die rasanten Konter der Dortmunder waren teilweise atemberaubend. Eurosport.de skizziert drei Dinge, die auffielen.

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1. Gestatten: Taktik-Tüftler Thomas Tuchel

Seit Monaten präsentiert sich der BVB in einem 4-1-4-1. Die Außenverteidiger stehen hoch, im Zentrum soll der Gegner mit schnellem Kombinationsspiel ausgehebelt werden. Mit dieser Strategie hatte Dortmund bisher in der Saison bemerkenswerten Erfolg. Für die schwere Aufgabe beim VfB, mit drei Siegen immerhin die beste Rückrundenmannschaft der Liga, entwickelte Thomas Tuchel einen ganz speziellen Matchplan - und überraschte damit alle. Pep Guardiola lässt grüßen.
Für den erwarteten Abnutzungskampf entschied sich der BVB-Coach für ein 4-3-3, in dem Lukasz Piszczek und Marcel Schmelzer tief verteidigten, dafür aber Erik Durm (links) und Pierre-Emerick Aubameyang (rechts) konsequent die Außenbahnen besetzten. Marco Reus gab den Mittelstürmer. Zudem durfte Matthias Ginter für den überspielten Julian Weigl auf der Sechser-Position ran. So sicherte sich der BVB die Kontrolle, verhinderte über weite Strecken Stuttgarter Konter und sorgte mit eigenen Angriffen in atemberaubendem Tempo immer wieder für Wow-Momente.

2. Bühne frei für Batman und Robin

Tuchel will aus Marco Reus ein Monster machen - das Projekt macht Fortschritte. Der Nationalspieler machte beim VfB wieder einmal das wichtige 1:0 (5.), nach einer Flanke von Aubameyang. Beim 2:1 (31.) durch den Gabuner revanchierte er sich und servierte seinem Kumpel einen zentimetergenauen Pass in den Lauf, durch zwei VfB-Verteidiger hindurch. Batman und Robin hatten sichtlich ihren Spaß. In dieser Form ist Reus für jede Mannschaft der Welt eine Verstärkung. Dass Aubameyang, beim 0:0 am Samstag gegen die Hertha noch ein Totalausfall, zudem das 3:1 durch den ebenfalls sehr spielfreudigen Henrich Mkhitaryan (89.) auflegte, rundete den gelungenen Abend der BVB-Asse ab.

3. Echte Liebe oder das Treffen mit dem Ex

Kein Akteur stand vor dem Spiel so sehr im Fokus wie VfB-Neuzugang Kevin Großkreutz. Stolz trägt der gebürtige Dortmunder die echte Liebe zu seinem BVB als Tattoo auf der Wade durch die Gegend, aber für Sentimentalitäten war während dieses Viertelfinals kein Platz. Der 27-Jährige wollte seinem Ex weh tun. Als Rechtsverteidiger.
Es blieb beim Vorhaben. Der Weltmeister spielte gegen seinen langjährigen Arbeitgeber ordentlich, fiel offensiv kaum auf, leistete sich drei Fouls - und konstatierte hinterher: "Es war schön, die Jungs zu sehen." Allzu traurig wirkte er nach dem Ausscheiden nicht. Schließlich hat sein Herzensklub das Halbfinale erreicht.
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