DFB-Pokal: BVB-Coach Thomas Tuchel gewinnt Trainerduell gegen Paderborns Stefan Effenbergs

Thomas Tuchel hat das Trainerduell gegen Stefan Effenberg klar für sich entschieden. Der BVB deklassierte den Zweitligisten SC Paderborn nach anfänglichen Problemen am Ende mühelos mit 7:1 (3:1). Nach dem frühen Rückstand durch Srdjan Lakic trafen Adrian Ramos, Gonzalo Castro mit einem Doppelpack, Shinji Kagawa, Ilkay Gündogan, Lukasz Piszczek und Henrikh Mkhitaryan für die starken Dortmunder.

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Borussia Dortmund hat Trainer-Neuling Stefan Effenberg eine ganz bittere Lektion erteilt. Im dritten Pflichtspiel auf der Bank des Zweitligisten SC Paderborn kassierte der Ex-Nationalspieler mit dem 1:7 (1:3) in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim BVB die erste Niederlage. Vorjahres-Finalist Dortmund zog hingegen ohne Probleme erneut ins Achtelfinale (15./16. Dezember) ein.

BVB zündet Turbo

Srdjan Lakic (21.) hatte den Bundesliga-Absteiger vor 74.605 Zuschauern nach einem kapitalen Fehler von BVB-Torhüter Roman Bürki überraschend in Führung gebracht, bevor Adrian Ramos (25.), Gonzalo Gastro (30.) und Shinji Kagawa (43.) die Partie noch vor der Halbzeit drehten. Anschließend trafen Ilkay Gündogan (55., Foulelfmeter), erneut Castro (58.), der eingewechselte Lukasz Piszczek (87.) und Henrikh Mchitarjan (89.).
BVB-Coach Thomas Tuchel überraschte vor dem Anpfiff, indem er auf Nationalspieler Marco Reus gänzlich verzichtete und Pierre-Emerick Aubameyang auf die Bank setzte. Doch auch ohne die beiden Torschützen und Hauptdarsteller beim souveränen 5:1 gegen Augsburg am vergangenen Sonntag, aber dafür wieder mit Mchitarjan in der Startelf, baute der BVB von Beginn an gehörigen Angriffsdruck auf.

Klassenunterschied

Nur sporadisch kamen die Paderborner zu den von Effenberg angekündigten Offensivaktionen, aber die sorgten zunächst stets für Alarm in der BVB-Abwehr. Mit einem dilettantischen Patzer leistete schließlich Bürki, der den Ball nach einer Rückgabe gegen Lakic vertändelte, die Schützenhilfe zum 0:1.
Der Tabellen-13. der 2. Liga versuchte weiter Fehler im Aufbauspiel der Borussen zu provozieren und brachte damit die Schwarz-Gelben aber nur kurzzeitig in Verlegenheit. Denn zunächst sorgte Ramos freistehend für das 1:1, bevor der Kolumbianer dem Teamkollegen Castro zum 2:1 aufgelegte und der BVB die Machtverhältnisse wieder zurechtrückte.
Insgesamt agierte Dortmund längst nicht mit der Aggressivität der Partie gegen Augsburg, erspielte sich aber dennoch zahlreiche Chancen und ging fast folgerichtig gegen aufopfernd kämpfende, aber in Sachen Tempo überforderte Paderborner durch Kagawa mit 3:1 in Führung.
Nach einem Foul von Dominik Wydra gegen Nationalspieler Matthias Ginter verwandelte der insgesamt überzeugende Gündogan den fälligen Elfmeter sicher zum 4:1. Das Eis war längst gebrochen, für die Paderborner ging es anschließend gegen selbstbewusst auftrumpfende Dortmunder um Schadensbegrenzung. Anschließend krönte Castro seine starke Vorstellung mit dem zweiten Treffer.
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