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FC Bayern - BVB - Duell gegen Dortmund: Philipp Lahm vor sechstem Pokalsieg
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Publiziert 19/05/2016 um 23:27 GMT+2 Uhr
Kapitän Philipp Lahm will Pep Guardiola in Berlin einen schönen Abschied bescheren. Der Katalane wird im Pokalfinale sein 161. und damit letztes Spiel als Bayern-Trainer absolvieren. Danach geht's in die Premier League zu Manchester City. Zuvor soll dem Coach das zweites Double in Geschenkpapier verpackt werden. Beim Finale gegen den BVB hat Lahm seinen sechsten Pokalsieg im Visier.
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Nicht viele Spieler können von sich behaupten, bereits 2002 im DFB-Pokal auf dem Platz gestanden zu haben. Die Erinnerung an seinen ersten Auftritt ist aber eine bittere. Vor 14 Jahren mussten sich Lahm und Bayern gegen Schalke (1:2) in Runde eins geschlagen geben. Lahm stand bei seinem Debüt 90 Minuten auf dem Platz.
Als rechter Verteidiger - auf dieser Position sollte Lahm zum besten Spieler der Welt reifen. Bis Guardiola das Zepter in München übernahm. Der Katalane zeigte Lahm neue Wege im Mittelfeld auf, die von Bundestrainer Joachim Löw adaptiert wurden. Von 2013 bis zu seinem Rücktritt nach der WM 2014 bekleidete Lahm diese Position auch in der Nationalmannschaft.
Dementsprechend lobend fielen seine Worte über Guardiola aus:
Überhaupt verstand sich der 32-Jährige mit seinem Übungsleiter prächtig. Lahm war stets der verlängerte Arm des Trainers. Immer wieder rief Guardiola ihn an die Seitenlinie, um Lahm die neuesten taktischen Anweisungen ins Ohr zu flüstern. Der Abwehrspieler genießt ein hohes Ansehen beim (Noch)-Bayern-Coach.
Wenn Guardiola ihn lobte, meinte er es ernst. Hervorgebracht hat diese Zusammenarbeit ein Double (2014) und eine Meisterschaft (2015). Hinzu könnte Guardiolas zweites Double (2016) kommen. Vorausgesetzt, der FC Bayern setzt sich im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund durch. Im vergangenen Jahr schieden die Münchner im Halbfinale aus.
Lahm erklärte:
Nach Meinung des Kapitäns hat Bayern nach vier Meistertiteln in Folge bereits eine "gute Saison" gespielt. Mit dem Gewinn des DFB-Pokals gegen den Erzrivalen aus Dortmund könnte aus einer guten noch eine "sehr, sehr gute Saison" werden. Die Pflichtspielbilanz spricht für Bayern: Von 111 Begegnungen gewann der BVB nur 30 Mal.
Borussia Dortmund bangt um Reus
Während die Münchner nach der Meisterschaft und zuletzt zwei Bundesliga-Siegen mit breiter Brust ins Finale gehen, steht hinter den Dortmunder Ambitionen ein Fragezeichen. Einmal in der Liga gegen Frankfurt verloren sowie in Köln ein Remis geholt. Hinzu kommt, dass Marco Reus angeschlagen ist. Plus die Spekulationen um Henrich Mchitarjan.
Noch ist unklar, ob der BVB-Star überhaupt spielen kann. Die Angst um Reus und die Wechselgerüchte um Mchitarjan (für 60 Millionen zu Chelsea?) lassen sogar den Wechsel von Mats Hummels zum FC Bayern in den Hintergrund treten. Dortmund-Coach Thomas Tuchel läutete vor dem "Showdown" im Berliner Olympiastadion schon einmal die Alarmglocken.
Auf der anderen Seite bietet sich für Lahm (2006, 2008, 2010, 2013 und 2014) die Chance auf seinen sechsten Pokal-Triumph. Gewinnt der Verteidiger mit Bayern das Endspiel am Samstag (ab 20:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de), würde er mit Oliver Kahn (6) und Claudio Pizarro (6) gleichziehen. Besser ist nur Bastian Schweinsteiger (7).
Zum Abschlusstraining am Donnerstag legte sich Lahm deshalb noch einmal kräftig ins Zeug. Von einem meterhohen Sichtschutz ließ Guardiola seine Stars noch einmal an der Säbener Straße auflaufen - für den Katalanen zum letzten Mal. Am Abend ging es dann in den Flieger nach Berlin, um sich optimal auf den "Showdown" gegen Dortmund vorzubereiten.
Mit insgesamt 22 Mann (davon drei Torhüter) trat der Rekordmeister die Reise an. Trotz kleinerer Blessuren sind Xabi Alonso (Rippe) und Javi Martínez (Sprunggelenk) dabei. Die verletzten Arjen Robben und Holger Badstuber reisen später an und werden sich das DFB-Pokalfinale als Zuschauer im Berliner Olympiastadion anschauen.
Das Ziel für Bayern ist klar - und Lahm bringt es auf den Punkt:
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