DFB-Pokal: Borussia Dortmund besiegt Sportfreunde Lotte - Pulisic, Schürrle und Schmelzer treffen

Borussia Dortmund hat das Nachholspiel im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den Drittligisten Sportfreunde Lotte mit 3:0 (0:0) gewonnen. An der Bremer Brücke in Osnabrück erlöste Christian Pulisic (57.) den BVB in der zweiten Hälfte mit dem 1:0 gegen tapfer kämpfende Sportfreunde. André Schürrle (66.) und Marcel Schmelzer per Freistoß erhöhten auf 3:0. Im Halbfinale muss Dortmund zu Bayern München.

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So lief das Spiel:

In der heimischen Arena konnten und wollten die Sportfreunde es nicht nochmal probieren - zogen daher wenige Kilometer weiter in die Osnatel-Arena nach Osnabrück. Kein richtiges Heimspiel-Flair. Konnte man denken. Doch Lotte machte eine riesige erste Halbzeit und brachte den Giganten aus Dortmund teilweise arg ins Wanken. Die beste Chance erspielte sich der Drittligist in der 11. Minute. Tim Wendel kam aus acht Metern halblinker Position frei zum Abschluss - Roman Bürki parierte stark.
Die Gäste aus dem Ruhrgebiet waren überrascht, ob der zielstrebigen, aggressiven und durchaus fußballerisch ansehnlichen Performance der Sportfreunde. Bereits nach wenigen Minuten stand BVB-Trainer Thomas Tuchel mit verzogenem Gesicht an der Seitenlinie - er war alles andere als zufrieden mit der Darbietung seiner Mannen. Wenn etwas in der Anfangsphase bei den Dortmundern ging, dann über den auffälligen Ousmane Dembélé. Doch dem Angreifer fehlte es - wie den meisten Akteuren bei den Gästen - an Genauigkeit in den Aktionen.
Erst nach einer halben Stunde wachte die Borussia auf und schob das eigene Spiel an. Jedoch sehr mühevoll. Lotte stemmte sich gut dagegen, versuchte vor allem durch Zweikämpfe und körperlicher Robustheit die spielerische Unterlegenheit auszugleichen. Mit Erfolg. Dortmund generierte lediglich zwei gefährliche Chancen - die Schüsse von Gonzalo Castro und Raphael Guerreiro verpassten ihr Ziel knapp.
Den zweiten Durchgang ging der BVB viel druckvoller und zielstrebiger an. Die Dortmunder störten die Sportfreunde früh, verlagerten ihre Pressingzone in die Hälfte der Gastgeber. Der Aufwand der Tuchel-Elf machte sich in der 57. Minute bezahlt. Dembélé zog das Tempo an, ging bis an die Strafraumkante und legte die Kugel punktgenau in den Lauf von Christian Pulisic. Der Flügelspieler brachte den Ball anschließend aus neun Metern per Flachschuss im Tor unter. Die Führung.
Dortmund blieb dran, war vor allem über Dembélé vor allem im Umschaltspiel gefährlich. Mit der Entscheidung in der 66. Minute hatte er allerdings nicht zu tun. Shinji Kagawa flankte den Ball von der linken Seite an den zweiten Pfosten, Pulisic legte ab und André Schürrle netzte sehenswert per Volleyschuss aus elf Metern ein. Trotz des zweiten Treffers blieben die Sportfreunde engagiert, wollten den Anschlusstreffer. Stattdessen fiel in der 83. Minute das nächste BVB-Tor. Marcel Schmelzer verwandelte einen Freistoß aus 26 Metern direkt ins Torwarteck. Der Schlusspunkt in einem guten Pokalspiel.

Die Stimmen:

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Ich bin sehr zufrieden. Der Platz war unglaublich schwer zu bespielen, der Gegner hat es sehr gut gemacht. Es ist gekommen, wie wir es erwartet haben, gerade in den ersten Minuten. Wir wollten uns nicht beeindrucken lassen und seriös spielen, das haben wir geschafft und am Ende verdient gewonnen."
Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund): "Es war ein schwieriges Match, auch aufgrund der ganzen Vorgeschichte. Wir hatten nicht viel zu gewinnen - eigentlich nur zu verlieren. Die erste Viertelstunde war schwierig, wir haben ein bisschen geschwommen. Dann haben wir das Spiel besser in den Griff bekommen."
Mathias Rahn (Sportfreunde Lotte): "Wir sind natürlich absolut enttäuscht, weil wir alles reingehauen, uns in jeden Zweikampf geworfen haben. Vor allem in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit gingen uns dann ein wenig die Kräfte aus. Aber trotzdem bin ich stolz auf die Mannschaft."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Dembélé on fire!

Die Dortmunder mussten auf den angeschlagenen Pierre-Emerick Aubameyang (Adduktoren) im Angriff verzichten. Dies machte sich durchaus bemerkbar im Offensivspiel des BVB. Schürrle konnte trotz seines Treffers nur wenige Akzente setzen, auch hinter den Spitzen gab es selten Unterstützung. Gut - aus Sicht der Dortmunder - dass sie einen Spieler wie Ousmane Dembélé besitzen. Der Angreifer war absoluter Aktivposten im Spiel der Gäste, initiierte fast jeden Angriff und war von der Defensive der Sportfreunde kaum zu stoppen. Mit einem bärenstarken Sololauf und dem anschließenden Sahnepass, der zur Führung führte, war er Matchwinner gegen den Drittligisten. Dieser Junge macht Spaß.

Die Statistik: 13

Christian Pulisic ist einer der Lichtblicke bei den Dortmundern. Mit seinem wichtigen Führungstreffer erzielte er sein fünftes Tor in dieser Saison - hinzu kommen acht Torvorlagen. Zudem ist er nach Ralf Augustin der zweitjüngste Pokaltorschütze der Vereinshistorie des BVB. Sehr respektabel.
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